Migration Ausgaben für Asylsuchende in Thüringen erneut gesunken

In Thüringen sind die Ausgaben für Asylsuchende im Jahr 2019 erneut gesunken. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, wurden insgesamt 55,3 Millionen Euro ausgegeben. Das waren 6,5 Millionen Euro weniger als im Jahr 2018. Am höchsten lagen die Ausgaben im Jahr 2016 mit 175 Millionen Euro. Seit dem sinken die Ausgaben kontinuierlich. Insgesamt haben knapp 7.500 Menschen in Thüringen Geld nach dem Asylbewerberleistungsgesetz empfangen. 2018 waren es rund 400 mehr. Nach dem Höchststand im Jahr 2015 waren das rund 21.000 Empfänger weniger.

Empfänger überwiegend Männer

Rund zwei Drittel der Empfänger der Geld- und Sachleistungen waren laut Statistik Männer. Die Zahl der Minderjährigen lag bei 41 Prozent. Mehr als die Hälfte (4.197) der Empfänger sei aus Asien gekommen. Von dieser Gruppe stammten 1.313 Menschen aus dem Irak, 1.055 aus Afghanistan und 917 aus Syrien. Aus Europa stammten 1.775 Empfänger. Das Durchschnittsalter lag bei 24 Jahren. Berechtigt für Leistungen sind Ausländer, die sich tatsächlich im Bundesgebiet aufhalten und eine Aufenthaltsgestattung nach dem Asylgesetz besitzen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 10. August 2020 | 12:00 Uhr

18 Kommentare

emlo vor 23 Wochen

Sie vergessen geflissentlich, dass für die Personen in der Grundsicherung noch weitere Kosten anfallen. U.a. wird da noch Miete und Heizkosten bezahlt, Krankenversicherung... Da dürfte einiges mehr als 7000 EUR im Jahr zusammen kommen.

emlo vor 23 Wochen

Sie können mir sicher die Schule nennen, bei der es wegen Lehrermangel keinerlei Noten auf dem Zeugnis gab. Oder haben Sie wieder einmal ein ganz klein wenig übertrieben? Im Übrigen gehen die ausländischen Kinder in die gleichen Schulen wie Ihr Enkel, leiden also genauso unter dem Lehrermangel. Die Ursachen des Lehrermangels liegen zeitlich weit vor dem Jahr 2015. Die CDU-geführte Landesregierung glaubte in neoliberaler Manier jede Menge Geld in der öffentlichen Verwaltung einsparen zu können, mit den bekannten Folgen für Lehrer, Polizei, leistungsfähige Verwaltung usw. Also tun Sie bitte nicht so, als ob die Asylbewerber die Ursache allen Übels wären!

Peter vor 24 Wochen

Mein lieber SZ Rentner, im Moment kosten uns die Geflüchteten mehr als wir finanziell von ihrer beruflichen Tätigkeit profitieren. Keine Frage.
Ich darf allerdings zu bedenken geben, dass wir es hauptsächlich mit jungen Leuten zu tun haben, welche noch Jahrzehnte Beitragszahler sein werden.
Und ich darf zweitens darauf hinweisen, dass seit 2015 jährlich knapp 100.000 Geflüchtete Arbeit gefunden haben.
Tja, die Zeit ist nicht mehr allzu fern, dass mehr rein kommt als raus geht.
Ich bin da Unternehmer, der erst einmal investieren muss, um einige Jahre später die Rendite einzufahren.

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