Hohe Bußgelder drohen Kontrollen gegen wildes Baden in Thüringer Talsperren

Auch wenn das Wasser verlockend in der Sonne glitzert: Ein Bad in einem der Thüringer Trinkwasser-Stauseen oder Speichern kann teuer werden. Die Thüringer Fernwasserversorgung hat nun verstärkte Kontrollen gegen wildes Plantschen angekündigt.

Die Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) hat häufigere Kontrollen an Talsperren gegen wildes Baden angekündigt. Mit Hilfe von Polizei und Ordnungsämtern soll überwacht werden, ob sich die Besucher an die Badeverbote halten. Wer trotzdem ins kühle Nass steigt, muss mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro rechnen, wie das Unternehmen mitteilte.

Wildes Baden, Wassersport und Grillen am Ufer sind verboten

Gewässer, für die die Schutzzone 1 gilt, dürfen laut TFW grundsätzlich nicht betreten werden. Auch Wassersport aller Art ist verboten, ebenso das Grillen und Lagern am Ufer. Für spielende Hunde sind die Seen ebenfalls tabu. Die strengen Auflagen gelten in Thüringen für folgende Stauseen:

  • Trinkwasser-Talsperre Ohra
  • Trinkwasser-Talsperre Leibis-Lichte
  • Trinkwasser-Talsperre Schönbrunn
  • Trinkwasser-Talsperre Scheibe-Alsbach
  • Trinkwasser-Talsperre Neustadt
  • Schmalwasser-Talsperre
  • Talsperre Tambach-Dietharz
  • Talsperre Erletor

Etwas lockerer sind die Regeln für die Brauchwassertalsperren Zeulenroda, Lutsche und Ratscher. Dort gilt das sogenannte Recht auf Gemeingebrauch. Baden ist an den meisten Stellen erlaubt. Wer dort ins Wasser springt, badet allerdings auf eigene Gefahr.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. Juli 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2019, 15:40 Uhr

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2 Kommentare

23.07.2019 02:31 part 2

>>für spielende Hunde Tabu>> wahrscheinlich wenn sie nicht ins gerade ins Wasser springen, Kacken 10 Meter neben dem Trinkwasserresevour wäre aber möglich bei den vielen Wanderwegen drumherum und der nächste Regenguß macht den Einsatz von noch mehr Chlorirung bei den Stadtwerken nötig...

22.07.2019 22:39 NRW-18 1

Bei diesem Artikel erinnere ich mich gerne an die Hohenwarte. Anfang der 1990er war ich öfter dort und ich fand es einfach super. Man konnte sich in der Natur bewegen, bei göttlicher Ruhe im See schwimmen und im ausgebauten Transporter übernachten - selbstverständlich ohne Müll zu hinterlassen. Niemand meckerte, man bekam als Westdeutscher netten Kontakt zu den Einheimischen, man lernte die "Pension Sachsenruh" kennen. Auf dem Weg zum See konnte man fast überall eine Roster genießen und am Ziel ein paar Rosenbräu trinken.
Inzwischen frage ich mich, ob von dieser Unbeschwertheit nach gut 25 Jahren noch etwas erhalten ist.

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