Ein Sonderzug der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof in München.
Vier Tage nach Start läuft der Zugverkehr erstmals reibungslos. Bildrechte: dpa

ICE-Verbindung Bahn entschuldigt sich für Pannen

Die Deutsche Bahn hat sich für den Pannenstart der neuen ICE-Verbindung zwischen Erfurt und München entschuldigt. Gründe für die Störungen seien vor allem der Wintereinbruch und einzelne technische Probleme gewesen.

Ein Sonderzug der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof in München.
Vier Tage nach Start läuft der Zugverkehr erstmals reibungslos. Bildrechte: dpa

Die Deutsche Bahn hat den Start der neuen ICE-Verbindung zwischen Erfurt und München als missglückt bezeichnet. "Wir haben absolut nicht die Leistung gebracht und unser Versprechen nicht gehalten", sagte Fernverkehrs-Chefin Birgit Bohle. Die Deutsche Bahn bitte ihre Fahrgäste um Entschuldigung.

Als Gründe für die Störungen nannte Bohle unter anderem den Wintereinbruch und einzelne technische Probleme. Die Strecke an sich funktioniere aber. Die Bahn hätte sich aber gern mehr Zeit für Tests auf der Neubaustrecke gewünscht. Laut Bohle ist es das Ziel, bis Weihnachten alle Probleme in den Griff zu bekommen. Dazu seien unter anderem zusätzliche Techniker im Einsatz.

Die Bahn hatte nach dem Fahrplanwechsel und der Neueröffnung der Strecke massive Probleme. Züge mussten unter anderem umgeleitet werden. Sollten Reisende mehr als 60 Minuten Verspätung gehabt haben, erstatte die Bahn den vollen Fahrpreis und gebe zusätzlich Reisegutscheine aus.

Reibungsloser Verkehr erst an Tag 4

Anzeigetafel im Erfurter Hauptbahnhof mit verspäteten ICE-Zügen.
Nicht alles lief nach Plan. Bildrechte: MDR/Katrin Fischer

Auf der neuen ICE-Schnellfahrstrecke zwischen München und Berlin über Erfurt läuft erstmals seit dem Start am 10. Dezember alles nach Plan. Wie ein Bahn-Sprecher MDR THÜRINGEN mitteilte, fahren die Züge bislang ohne Probleme. Alle ICE-Züge seien am Mittwochmorgen pünktlich gestartet und ohne Zwischenfälle angekommen.

Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" war der Grund für die Ausfälle und Verspätungen ein Problem mit dem neuen Sicherheits- und Steuerungssystem "European Train Control System", kurz ETCS. Dieses ersetzt auf der neuen Strecke erstmals analoge Streckensignale, die Züge fahren beinahe autonom. Lokführer sitzen faktisch nur noch zur Kontrolle im Führerhaus.

Die neue Strecke ist eines der wichtigsten Prestigeprojekte der Bahn. Die Strecke mit 37 Brücken und 26 Tunneln hat rund zehn Milliarden Euro gekostet, beschlossen wurde der Bau schon Anfang der Neunziger.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. Dezember 2017 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2017, 13:42 Uhr

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3 Kommentare

13.12.2017 21:24 Deutschland: Land der Besserwisser und Besserkönner - hinterher 3

Warum so Leute ohne jegliche Ahnung von dem, über was sie schwadronieren, wie von " PRO BAHN ", von den Medien als "FACHLEUTE" wahr- und ernstgenommen werden, erschließt sich überhaupt nicht.
Da lobe ich mir den GdL-Chef:
Der weiß wenigstens, von was er spricht.

13.12.2017 14:18 Na so was 2

Fernverkehrschefin Bohle. "Gründe für die Störungen im Bahnverkehr sind der Wintereinbruch und einzelne technische Störungen." Also doch, der Winter war und ist Schuld. Wer hat das denn auch angeordnet, dass die Eröffnung der ICE-Strecke München - Berlin im Dezember ist ? Da hat Diejenige oder Derjenige nun 26 Jahre Zeit, einen wettergünstigen Eröffnungstermin auszusuchen, und wieder vollkommen daneben getippt.

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