Neuer Mobilfunkstandard Jena und Ilmenau wollen 5G-Modellregion werden

Thüringen will sich mit den Städten Jena und Ilmenau am 5G-Innovationsprogramm des Bundes beteiligen. Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sagte am Dienstag in Erfurt, man wolle von dem Programm profitieren. Die Vorbereitungen und Gespräche mit Kommunen laufen laut Tiefensee bereits. Für das in diesem Monat gestartete Programm werden bundesweit maximal 50 Modellregionen gesucht.

Modellregionen können auf 100.000 Euro Förderung hoffen

Eine 5G-Antenne steht auf einem Testgelände.
Der neue Mobilfunkstandard 5G soll eine noch schnellere mobile Datenübertragung ermöglichen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Die Modellregionen können sich um eine Förderung in Höhe von 100.000 Euro für die Entwicklung eines 5G-Konzepts bewerben. Das Land werde die Antragsstellung eng begleiten, so Tiefensee. Der Jenaer Antrag sei praktisch fertig, die Vorbereitungen für den Ilmenauer Antrag seien angelaufen. Besonders gute Ideen könnten dann in einem zweiten Schritt auf eine Umsetzungsförderung hoffen. Zuvor hatte die CDU-Fraktion Tiefensees Ministerium kritisiert, nicht genügend Aufmerksamkeit bei den Kommunen für den Wettbewerb zu erreichen. Tiefensee konterte, dass es sich nicht um ein breites Förderprogramm handele, sondern gezielt einzelne Modellregionen und Projektskizzen ausgewählt werden sollen.

Wissen

Was ist 5G? 2 min
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5G ist der neue Mobilfunkstandard. Wir zeigen, worin er sich von LTE etc. unterscheidet.

Mo 25.02.2019 12:24Uhr 01:51 min

https://www.mdr.de/wissen/videos/mobilfunkstandard-fuenf-g-kurz-erklaert100.html

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Was ist 5G? Das Kürzel steht für die fünfte Mobilfunkgeneration. 5G arbeitet in einem anderen Frequenzbereich als 4G/LTE. In diesem können große Bandbreiten für die schnelle Übertragung von Daten erzielt werden. Damit sollen Daten rund zwanzig Mal schneller als über den aktuellen Standard LTE gesendet werden können.

5G-Signale sind weniger Anfällig für Funkstörungen und haben eine niedrigere Latenz – eine Verzögerung zwischen Senden und Empfangen. Das ist zum Beispiel bei Anwendungen wie dem autonomen Fahren von Bedeutung, wo eine verzögerte Übertragung von Daten oder ein Abbrechen des Signals zu kritischen Situationen führen kann.

Die Reichweite des 5G-Signals ist allerdings geringer als bei LTE und beträgt in der Regel nur etwa einen Kilometer. Daher muss ein dichteres Netz an Funkmasten errichtet werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jw/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 20. August 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. August 2019, 15:25 Uhr

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14 Kommentare

22.08.2019 07:26 Rasselbock 14

@martin: Also, wir brauchen Innovation, die Landwirtschaftswissenschaften müssen Getreide züchten das nach unten in den Boden wächst. Ob sich dann die Funkwellen ungestört ausbreiten können, es gäbe bestimmt Stoff für mehrere Dissertationen, vor allem im Bereich der Politik, Ökonomie und Kommunikationswissenschaften. :-)

21.08.2019 16:04 martin 13

@11 rasselbock. Na die Landwirtschaft hat doch schon vorgebaut: Das Getreide wird doch schon immer kürzer gezüchtet und gespritzt, damit die Störungen durch das wogende Ährenfeld minimiert werden :-)

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