Beate Meißner
Beate Meißner ist seit 2006 Mitglied des Thüringer Landtags. Bildrechte: MDR/Beate Meißner

Kandidaten für Thüringer Landtagspräsidium CDU-Abgeordnete Meißner kritisiert Fraktionschef Mohring

Am Tag nach der Nominierung des Kandidaten für das Amt des Landtagsvizepräsidenten hat die CDU-Abgeordnete Beate Meißner ihre Kritik an Landes- und Fraktionschef Mike Mohring bekräftigt. Er habe sie im Stich gelassen.

Beate Meißner
Beate Meißner ist seit 2006 Mitglied des Thüringer Landtags. Bildrechte: MDR/Beate Meißner

Nach ihrer gescheiterten Nominierung für das Thüringer Landtagspräsidium hat die CDU-Abgeordnete Beate Meißner Fraktionschef Mike Mohring kritisiert. Die Sonnebergerin sagte der Thüringer Allgemeinen, Mohring habe sie bei der Abstimmung in der Fraktion im Stich gelassen. Und das, obwohl er ihr zuvor seine Unterstützung "mit Handschlag zugesagt hat". Das sei unehrlich und unkollegial gewesen.

Beate Meißner galt als Favoritin für den der CDU zustehenden Vizeposten. Die Fraktion entschied sich in einer geheimen Wahl am Mittwoch aber für den Abgeordneten Henry Worm, der seine Kandidatur überraschend erst kurz vor der Wahl erklärt hatte.

Zuvor hatte Meißner gegenüber MDR THÜRINGEN gesagt, dass sie sich einen ehrlichen und kollegialen Umgang in der Landtagsfraktion anders vorstelle. Sie zeigte sich von dem Abstimmungsergebnis tief enttäuscht.

Sollte Worm vom Landtag gewählt werden, wäre er außer der Linken Birgit Keller der zweite Abgeordnete im Landtagspräsidium mit SED-Vergangenheit. Worm war bis 1989 Mitglied der DDR-Staatspartei und trat später in die CDU ein.

Quelle: MDR THÜRINGEN/usb,mm, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 20. November 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. November 2019, 18:35 Uhr

19 Kommentare

Burgfalke vor 2 Wochen

Zum Nachlesen dieses Zitat von hier:

"Beate Meißner galt als Favoritin für den der CDU zustehenden Vizeposten. Die Fraktion entschied sich in einer geheimen Wahl am Mittwoch aber für den Abgeordneten Henry Worm, der seine Kandidatur überraschend erst kurz vor der Wahl erklärt hatte."

Die Entscheidung "einer geheimen Wahl" ist demnach keine demokratische Abstimmung?

Daß Frau Meißner über das Abstimmungsergebnis enttäuscht ist, das 12 zu 8 gegen sie ausgefallen ist, das ist nachvollziehbar! Aber daß sie damit als Demokratin ein Problem hat, das möchte ich um Gegensatz zu anderen hier nicht bewerten!

M. Mohring ist mir sehr vertraut, ohne dies hier weiter auszuführen zu wollen. Seine Position ist durch eigene Fehler zu sehr geschwächt, um hier die Entscheidung zu Gunsten von Frau Meißner "steuern" zu können.

Burgfalke vor 2 Wochen

M. Mohring als Fraktionsvorsitzender hat einen Vorschlag gemacht, wobei nur eine Bewerberin zunächst zur Verfügung stand. Erst in der entscheidenden Sitzung meldete sich Herr Worm als Gegenkandidat.
Zitat: " ...dass sie sich einen ehrlichen und kollegialen Umgang in der Landtagsfraktion anders vorstelle ..." Frage: Wie stellt sich Frau M. das denn vor?
So etwa: Der Fraktionsvorsitzende legt fest, wer gewählt werden muß?

Hier hat die Fraktion überraschend sie Wahl zwischen 2 Kandidaten gehabt und in freier demokratischer Selbstbestimmung 12 zu 8 gegen Frau Meißner entschieden! Wo ist hierbei das Problem???

Es ist bezeichnet wie wenig Verständnis einige User hier für demokratische Willensentscheidungen aufbringen, wenn diese nicht ihrem pers. "Geschmack" entsprechen.
Da wird von dümmlichen Unterstellungen und versuchten Abwertungen nicht zurückgeschreckt.

Die CDU- Fraktionsmitglieder sind eigenständig und haben entschieden. Das gilt zu respektieren oder ist das zu viel verlangt!

martin vor 2 Wochen

@burgfalke: Ich kann Ihre Kritik an der MDR-Berichterstattung zu diesem Artikel nicht nachvollziehen. Die unterlegene Kandidatin hat gegenüber der TA ihre Sicht der Dinge dargestellt. Da dies keine unbedeutende Personalie unseres Freistaats ist, berichtet auch der MDR über ihre Stellungnahme.

Wo ist Ihrer Meinung nach das Problem? Hätte der MDR nicht berichten sollen und sich dem (dann m.E. berechtigten) Vorwurf des Verschweigens aussetzen sollen? Hätte er statt einfach neutral zu berichten auch im Bericht wertend kommentieren sollen? Das wäre in meinen Augen schlechter Journalismus. Ob der MDR zu dem Vorgang einen gesonderten Kommentar abgibt, ist eine ganz andere Frage.

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