Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mikrofon
Angela Merkel bei einem Wahlkampf-Auftritt 2014 in Schleusingen. Bildrechte: MDR/Bert Weber

Landtagswahlen Debatte um Merkel-Wahlkampfauftritte entbrannt

In der Thüringer CDU ist eine Debatte um Auftritte von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Landtagswahlkampf entbrannt. Thüringens CDU-Chef Mike Mohring sagte MDR THÜRINGEN, es wäre töricht, eine CDU-Bundeskanzlerin zu verstecken. Dafür gebe es keinen Grund. Thüringens Vize-Fraktionschef Michael Heym dagegen sagte dem "Spiegel", darüber werde es "sicher noch Diskussionen geben". Er bezweifele aber den "Mehrwert" solcher Veranstaltungen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mikrofon
Angela Merkel bei einem Wahlkampf-Auftritt 2014 in Schleusingen. Bildrechte: MDR/Bert Weber

Der "Spiegel" hatte in seiner aktuellen Ausgabe Fraktionschef Mohring zitiert, dass die Thüringer CDU mit Merkel nur in geschlossenen Räumen auftreten wolle. Laut Mohring lade die Thüringer CDU Merkel aber ausdrücklich ein. Es werde Auftritte vor einem breiten Publikum geben. Auch andere CDU-Größen wie Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer und mehrere Ministerpräsidenten hätten bereits zugesagt. Dass der Wahlkampf nicht auf Markplätzen stattfinden soll, begründet Mohring mit dem Wahltermin Ende Oktober und dem Herbstwetter.

Auch in anderen Ostdeutschen CDU-Landesverbänden regt sich Widerstand gegen Merkel-Wahlkampfauftritte vor den Landtagswahlen im Herbst. Der sächsische Landtagspräsident Matthias Rößler sagte dem "Spiegel", ein Wahlkampfauftritt der Bundeskanzlerin werde der CDU in Sachsen nicht helfen.

Um Pfeifkonzerte wie im Bundestagswahlkampf zu verhindern, denkt die CDU Brandenburg laut "Spiegel" - wenn überhaupt - an "niedrigschwellige Formate" ohne große Ankündigung.

In Sachsen und Brandenburg finden die Landtagswahlen am 1. September statt. In Thüringen wird am 27.Oktober ein neuer Landtag gewählt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 16. Februar 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2019, 12:02 Uhr

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32 Kommentare

18.02.2019 00:19 Stealer 32

@Thore (30): Der Hauptgrund war der Mangel an Arbeitskräften für gering qualifizierte Arbeitskräfte, dass das Anwerbeabkommen auch im Interesse der Türkei und der NATO lag, ist nur ein Aspekt. Es war ja auch nicht das einzige Abkommen mit anderen Staaten. Ihre "Erkenntnis" ist ideologisch motivierte Flickschusterei.

Auch die DDR hatte mit den Gastarbeitern nicht nur Völkerfreundschaft im Sinn und war in der Abschottung sogar wesentlich rabiater. Die westdeutsche Wirtschaft hatte im Gegensatz dazu kein Interesse, eingearbeitete Leute so schnell wie ursprünglich vertraglich vorgesehen (2 Jahre) wieder zurückzuschicken, was dann im Endeffekt zu Familiennachzug und dauerhaftem Aufenthalt von Türken, Griechen, Italienern usw. führte, auch nach dem Anwerbestopp.

17.02.2019 20:20 martin 31

@30 thore: Ja, ja und in Italien, Jugoslawien, Griechenland etc. haben die USA auch überall Truppen und Waffen stationiert um der SU auf die Pelle zu rücken. Schon klar.

Leider bin ich um keine Erkenntnis reicher, denn die Weltsicht einiger Mitkommentatoren überrascht mich nicht. Aber so etwas stört mich nicht, wenn ich feiern möchte.

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