Covid-19 Corona: Werner hofft auf Impfstoffe für alle in zweiter Jahreshälfte

Corona-Schutzimpfungen sollen ab der zweiten Jahreshälfte für alle möglich sein, die sich impfen lassen wollen. Darauf hofft Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner.

Gesundheitsministerin Heike Werner hält es für möglich, dass etwa ab der Jahresmitte alle Thüringer, die möchten, geimpft werden können. "Wir hoffen sehr, dass spätestens in der zweiten Jahreshälfte so viele Impfstoffe zur Verfügung stehen, dass jeder sich impfen lassen kann", sagte die Thüringer Linke-Politikerin in einem am Samstag von ihrem Ministerium bei Twitter veröffentlichten Video. "Aber es hängt natürlich daran, welche Impfstoffe zugelassen werden und dass genügend Impfstoffe dann auch produziert sind."

Seit dem Impfbeginn Ende vergangenen Jahres wurde nach Angaben des Ministeriums vom Samstag 22.090 Mal in Thüringen gegen das Coronavirus geimpft. Das seien 2.779 Impfungen mehr gewesen als am Freitag. Laut der beim Robert-Koch-Institut gemeldeten Impfungen, kommen derzeit in Thüringen 10,3 Schutzimpfungen auf 1.000 Einwohner (Stand: 16.01.2021 11:00 Uhr). Damit liegt Thüringen bundesweit auf dem vorletzten Platz.

Quelle: MDR THÜRINGEN/the, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 16. Januar 2021 | 14:00 Uhr

24 Kommentare

Querdenker vor 6 Wochen

@martin

siehe „aerzteblatt SPD bekräftigt Kritik an Impfstoffbeschaffung“

Zitat Kevin Kühnert (SPD): „Es ist doch so: Wenn ich die Nadel im Heuhaufen noch nicht finden kann, sie aber dringend brauche, dann kaufe ich doch erstmal zur Sicherheit den Heuhaufen, und zwar komplett.“

Und nicht nur das, ich gebe Geld, damit der Heuhaufen mit den Nadeln erst mal produziert werden kann. Dieser Umstand ist ganz wichtig, denn die Hersteller benötigten - frühzeitig - sichere finanzielle Zusagen und Mittel für die Entwicklung und Produktion.

Je mehr Mittel die Hersteller bekommen, je mehr profitiert auch die Welt davon. Wir werden ja später mehr Impfstoff haben, als wir brauchen. Was zu viel - finanziert und produziert - wurde, kann an ärmere Länder abgegeben werden.

Biontech hatte damals der EU ja sogar mehr Impfdosen angeboten, aber die wollten nicht.

Das Deutschland nicht - frühzeitig - zugekauft hatte ist finde ein Skandal! „Fremdgesteuert“ durch EU.

Querdenker vor 6 Wochen

@martin

Was zählt sind Fakten und nicht was ich glaube.

Durch den supranationalistischen Unfug wurde viel zu wenig Geld in die Hand genommen, mit dem die Produktion hätte vorbereitet werden können.

siehe "tagesspiegel Die EU hat verkackt so explizit wollte es dann doch niemand sagen"

Zitat: "Die EU gab sich sparsam und rückte im ersten Anlauf nur 2 Milliarden Euro für das „Projekt Impfung“ heraus, während die USA zeitgleich mit 12 Milliarden zum Pharma-Shopping gingen."

Die Hersteller bekommen Geld vorgestreckt und das wird mit dazu genommen, um die Produktion anzukurbeln. Wer viel Geld frühzeitig gibt, der kommt auch eher dran.

Das hat mit „israelischem Modell“ nichts zu tun, sondern ist ein normaler Sachverhalt.

Die Politiker liegen uns monatelang in den Ohren bzgl. Hoffnung auf Impfung und dann geben die (relativ gesehen) „Almosen“ an die Hersteller.

Es geht darum Tote in Deutschland durch nationale Anstrengungen zu vermeiden. Impfstoffbeschaffung gehört mit dazu.

martin vor 6 Wochen

@querdenker: Glauben Sie wirklich, dass D zum jetzigen Zeitpunkt signifikant mehr Impfstoff hätte, wenn alle Staaten nach dem "israelischen Modell" vorgegangen wären? Die Pharmakonzerne (genauer gesagt deren Aktionäre) wären aus dem Lachen nicht mehr heraus gekommen.

Im Übrigen halte ich den "Erfolg" des Staates Israel für einen Pyrrhussieg. Ich glaube nicht, dass man eine globale Pandemie mit nationalen Egoismen wirksam bekämpfen kann.

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