Coronavirus-Hilfspaket des Landes Wie kommen die Corona-Hilfen in den Thüringer Regionen an?

Das Corona-Hilfspaket des Landes Thüringen sieht unter anderem Hilfen in Höhe von 185 Millionen Euro für die Kommunen des Freistaates vor. Sportvereine, Kulturstätten und andere Stellen mit großen Einbußen profitieren.

Die Thüringer Kommunen sollen im Zuge eines neuen Corona-Hilfspakets 185 Millionen Euro bekommen. Durch die Folgen des Coronavirus leiden diese unter massiven Steuereinbußen. 100 Millionen Euro sollen davon Ausfälle bei der Gewerbesteuer abdecken, etwa 85 Millionen Euro sollen per Schlüsselzuweisungen hauptsächlich an die Landkreise verteilt werden. Kurorte sollen zusätzlich 15 Millionen Euro bekommen. Das Hilfspaket soll am Freitag vom Landtag beschlossen werden.

Westthüringer Kurorte und Kulturstätten profitieren

In Westthüringen sollen Kultureinrichtungen, Kurorte und Sportvereine vom Corona-Hilfspaket des Landes profitieren. Für die Wartburg-Stiftung sind beispielsweise 2,5 Millionen Euro vorgesehen, um Einnahmeausfälle auszugleichen. Auch das Landestheater, die Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach und freie Theater sollen Hilfe bekommen. Für die Eisenacher Sommergewinnszunft sind im Gesetzentwurf 80.000 Euro eingeplant. Zuschüsse soll es auch für Profi-Sportvereine wie den ThSV Eisenach geben. Für Thüringer Kur- und Erholungsorte wie Bad Salzungen, Bad Liebenstein und Ruhla sind insgesamt zehn Millionen Euro vorgesehen, auch Kurbäder wie die Salzunger "Solewelt“ sollen Geld bekommen, um ihre Verluste zu verringern.

Nordthüringen: Ausgleich für abgesagte Schlossfestspiele

In Nordthüringen sollen die Theater der Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH 300.000 Euro für die ausgefallenen Schlossfestspiele vom Land bekommen. Auch Profisportvereine sollen mit insgesamt sechs Millionen Euro bedacht werden, wovon anteilsmäßig der Thüringer Handballclub und der Post SV Mühlhausen profitieren. Für ausbleibende Tourismuseinnahmen bekommen unter anderem Bad Frankenhausen und Bad Langensalza Zuschüsse. Die vier Nordthüringer Landkreise bekommen aus Hilfspaket jeweils mehr als zwei Millionen Euro zugewiesen.

Südthüringer Sportvereine werden unterstützt

In Südthüringen sollen beispielsweise die Stadt Sonneberg knapp 1,7 Millionen Euro, die Stadt Meiningen über 1,4 Millionen Euro sowie die Stadt Hildburghausen knapp 700.000 Euro erhalten. Für Thüringer Erholungsorte wie Suhl stehen insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung. Auch Sportvereine in Südthüringen sollen profitieren. Insgesamt sieht die Landesregierung für Sportvereine eine Finanzspritze von insgesamt sechs Millionen Euro vor. Das Geld soll unter anderem an den Volleyball-Bundesligisten VfB Suhl und das Sporthotel Oberhof fließen. Mit dem Geld sollen die Einnahmeverluste der vergangenen Wochen ausgeglichen werden.

Mittelthüringen: Kultur bei Zahlungen berücksichtigt

Mittelthüringer Kulturbetriebe sollen ebenfalls vom Corona-Hilfspaket profitieren. So werden unter anderem die Klassik Stiftung Weimar, die Domstufenfestspiele in Erfurt und der Yiddish Summer in Weimar unterstützt. Dort kann auch das Deutsche Nationaltheater mit Ausfallgeld rechnen. In welcher Höhe, konnte man dort noch nicht sagen. Die bislang bekannt gewordenen Fördersummen entstammen einem Arbeitspapier. Das Hilfsprogramm unterstützt auch Sportvereine im Profisport, wie die Thuringia Bulls Elxleben, die Erfurter Löwen, die Black Dragons und Schwarz-Weiß Erfurt.

Weitere Informationen zum Coronavirus in Thüringen:

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 05. Juni 2020 | 11:30 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus Thüringen