Überbrückungskredite des Bundes Coronavirus: Bürgerbeauftragter kritisiert Studentenhilfen als lebensfremd

Thüringens Bürgerbeauftragter Kurt Herzberg hat die Überbrückungshilfe für Studierende als lebensfremd bezeichnet. Monate verspätet komme nun eine Hilfe, die unzureichend sei, sagte Herzberg. Zudem sei der bürokratische Aufwand riesig. So müssten eine ganze Reihe von Erklärungen und Selbstauskünften abgegeben werden. Außerdem müssten die Hilfen jeden Monat neu beantragt werden.

Antragsfristen machen Probleme

Ein weiteres Problem sieht Herzberg im Zeitpunkt der Auszahlung. Für diesen Monat konnte erst seit dem 16. ein Antrag gestellt werden – bearbeitet wird er laut Herzberg aber erst ab 25. Juni. Das Geld fließe dann im Juli, was dazu führe, das das Konto mit 500 Euro gefüllt sei und für August deshalb kein Geld beantragt werden könne.

Kurt Herzberg, Bürgerbeauftragter des Freistaats Thüringen lächelt in die Kamera.
Kurt Herzberg, Bürgerbeauftragter des Freistaats Thüringen. Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt

Pro Antrag bis zu 500 Euro

Seit dem 16. Juni können Studierende einen Überbrückungskredit beantragen, wenn sie in eine pandemiebedingte Notlage geraten sind. Der Bund unterstützt die Studierenden mit einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro. Die Höhe richtet sich nach der Bedürftigkeit und beträgt pro Antrag mindestens 100 und höchstens 500 Euro.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 19. Juni 2020 | 12:00 Uhr

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