Thüringen-Ticker zur Covid-19-Lage Corona-News vom 24. Januar: Rennsteig-Skilauf abgesagt

+++ Rennsteig-Skilauf in Oberhof abgesagt +++ Land erhält 30 Millionen Euro Corona-Hilfen zurück +++ Alle Nachrichten zu Covid-19 in Thüringen im Überblick +++

Tief verschneit ist der Thüringer Wald am Rondell in Oberhof.
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Ticker-Ende

An dieser Stelle endet unser Corona-Newsticker für Thüringen für Sonntag, 24. Januar 2021. Am Montag berichten wir in einem neuem Covid-19-Ticker über die Pandemie in Thüringen.

Hildburg-hausen | Würdevoller Abschied trotz Besuchsverbot

Ärzte in Krankenhäuser setzen alles daran, Leben zu retten. Doch in der Corona-Pandemie wird in Krankenhäusern mehr denn je auch gestorben.

Das Regiomed-Klinikum Hildburghausen hat derzeit ein generelles Besuchverbot verhängt. Ein Interview mit Klinikdirektor Michael Renziehausen über die aktuellen Regeln. Der Landkreis Hildburghausen zählt derzeit eine der höchsten 7-Tage-Inzidenzwerte deutschlandweit.

Thürin-gen | Leichter Rückgang der Infektionszahlen

Die Zahl der gemeldeten aktiven Corona-Fälle in Thüringen ist am Sonntag leicht zurückgegangen. Sie lag bei 10.945. Das sind 79 weniger als am Vortag. Binnen zwei Wochen ging die Zahl um 2.152 zurück.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus steigt hingegen weiter. Innerhalb eines Tages starben in Thüringen zwölf Menschen an oder mit dem Virus. Die Zahl der Verstorbenen summiert sich im Freistaat auf 1.978.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist gesunken. Pro 100.000 Einwohner liegt der Wert jetzt bei 233 Fällen. Regional gesehen verzeichnet der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt die höchste Inzidenz, gefolgt vom Kreis Hildburghausen und dem Altenburger Land.

Oberhof | Rennsteig-Skilauf abgesagt

Wegen der Coronapandemie ist der Rennsteig-Skilauf in Oberhof abgesagt worden. Wie Andreas Eff vom Wintersportverein Schneestern Seligenthal MDR THÜRINGEN sagte, lassen die aktuelle Infektionslage und die zweifache Verlängerung des Lockdown keinen Volkslauf mit bis zu 600 Teilnehmern zu. Außerdem sei nicht planbar, wie sich die Reisebedingungen und Übernachtungsmöglichkeiten weiter entwickeln. Alle bezahlten Anmeldungen werden für den Lauf im kommenden Jahr gutgeschrieben.

Der Rennsteig-Skilauf sollte am 20. und 21. Februar auf den Strecken rund um das Oberhofer Skistadion über die Bühne gehen. Im vergangenen Jahr ist der Lauf wegen Schneemangels ausgefallen.

Meiningen | Corona-Fall bei Polizeiausbildung

Trotz eines Corona-Falls an der Polizeischule in Meiningen fordert der Bund Deutscher Kriminalbeamter, dass die Ausbildung weitergeht. Der Vorsitzende des Thüringer Landesverbandes Mike Hellwig sagte, die Polizeischule verfüge über ein funktionierendes Hygienekonzept, das auf dem aktuellen Stand sei. Die Polizei könne den Betrieb nicht auf unbestimmte Zeit einstellen - auch nicht in der Ausbildung.

Der Vorschlag der Gewerkschaft der Polizei, die praktischen Prüfungen auf die Zeit nach dem Dienstantritt der Absolventen zu verschieben, sei realitätsfern. Sie laufe zudem der Ausbildungs- und Prüfungsordnung zuwider. Auch sei es nicht möglich, die Ausbildung über den 30. September hinaus zu verlängern, weil dann zum 1. Oktober keine Anwärter neu eingestellt werden könnten.

Schmiede-feld | Rennsteiglauf wird verschoben

Der Rennsteiglauf 2021 wird auf Oktober verschoben. So könne der Lauf voraussichtlich trotz Coronapandemie stattfinden, sagte der Gesamtleiter des GutsMuths-Rennsteiglaufes Marcus Clauder am Sonntag. Ursprünglich sollten die Läuferinnen und Läufer am 8. Mai zum 48. Rennsteiglauf auf die Strecke gehen.

Thüringen | Kinderschützer fordern Mitspracherecht bei Lockdown-Regelungen

Die Thüringer Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz kritisiert das Zustandekommen der Lockdown-Bestimmungen. Geschäftsführer Heiko Höttermann sagte dem MDR, die Zusammenarbeit mit der Landesregierung funktioniere zwar gut. Die Regelungen würden aber immer aus Sicht der Erwachsenen gedacht und umgesetzt. Höttermann forderte, auch Kinder und Jugendliche an diesen Prozessen zu beteiligen. Sie seien von den Entscheidungen genauso betroffen. Als eine Möglichkeit der Mitsprache nannte Höttermann die Kinder- und Jugendparlamente. Hier könnten Online-Diskussionsforen oder Videokonferenzen genutzt werden.

Blanken-hain | Corona-Ausbruch in Werkstatt für Behinderte

In einer Werkstatt für Behinderte im Blankenhainer Ortsteil Egendorf hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Laut Landratsamt des Weimarer Landes wurden beim Lebenshilfewerk Weimar/Apolda sieben Bewohner und zwei Mitarbeiter positiv getestet. Weitere Testergebnisse stehen noch aus.

Insgesamt meldete das Landratsamt am Sonntag 1.838 Menschen, die seit Beginn der Pandemie mit dem Corona-Virus angesteckt wurden, davon allein 30 seit dem Vortag. Als genesen gelten 1.330 Menschen. Aktiv infiziert sind 484 Einwohner. Insgesamt starben im Landkreis seit Beginn der Pandemie 24 Menschen.

Thüringen | Land bekommt 30 Millionen Euro gezahlte Corona-Hilfen zurück

Die Thüringer Kommunen haben im vergangenen Jahr rund 30 Millionen Euro zu viel gezahlte Corona-Hilfen zurückgezahlt. Das teilte die Landtagsfraktion der Linken am Sonntag mit. Sie beruft sich dabei auf den vorläufigen Abschluss des Corona-Sondervermögens vom vergangenen Jahr. Demnach waren die Gewerbesteuer-Ausfälle in einigen Städten und Gemeinden doch nicht so hoch, wie zunächst befürchtet. Ende März soll die endgültige Abrechnung der Corona-Hilfen vorliegen.

Die Linken-Fraktion erwägt, dass die nicht verbrauchten Fördermittel an Kommunen mit besonderem Bedarf an Hilfen vergeben werden.

Mittel-deutsch-land | Medizinerin: "Einsam zu sterben, ist bitter"

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es ein Besuchsverbot in Pflegeheimen und Krankenhäusern – doch sind Ausnahmen erlaubt, wenn Patienten im Sterben liegen. Palliativmediziner raten, das Angebot wahrzunehmen.

Thüringen | Thüringer forscht nach Corona-Medikament

Es ist ein Wettlauf mit der Zeit: Die Suche nach einem wirkungsvollen Medikament gegen das Coronavirus. An einem Fraunhofer Institut in Hamburg untersuchen Forscher rund 6.000 Wirkstoffe. Mit dabei ist auch ein Thüringer. Der Biochemiker Bernhard Ellinger aus Ollendorf im Landkreis Sömmerda.

Bundeswehr unterstützt vielerorts im Freistaat

Die Bundeswehr ist mittlerweile in fast allen Thüringer Landkreisen im Kampf gegen das Corona-Virus aktiv. Wie das Landeskommando Thüringen mitteilte, unterstützen insgesamt über 122 Soldaten verschiedene Gesundheitsämter bei der Kontaktverfolgung. Auch in den Thüringer Pflegeheimen sind immer mehr Soldaten im Einsatz. Insgesamt gibt es 22 Hilfsanträge an das Landeskommando zum Einsatz in der Pflege. Über 130 Soldaten und acht Sanitäter unterstützen derzeit Thüringer Pflegeeinrichtungen vor allem in der Verwaltung und der Organisation.

Im Ilmkreis sind die ersten Soldaten in Heimen auch zum Testen abgestellt. Sie helfen bei der Abnahme von Corona-Schnelltests. Mehr Heime könnten folgen, nach Angaben der Landkreise haben schon einige Pflegeheime hier Unterstützungsbedarf signalisiert. Seit zwei Wochen müssen alle Pflegeheimbesucher getestet werden. Alle Heime haben entsprechende Testkonzepte erarbeitet. Ihre Umsetzung können die Landkreise derzeit aber nur bei konkreten Anlässen kontrollieren.

Tickerbeginn

Guten Morgen, Ihnen einen entspannten Start in den Tag. Wir halten Sie auch heute wieder zu den aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Thüringen auf dem Laufenden und fassen in unserem News-Überblick die aktuellen Fakten und Hintergründe zur Lage im Freistaat zusammen. Hilfe und weitere Informationen finden Sie auch hier.

Das waren die Corona-News am Samstag

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml,

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 24. Januar 2021 | 19:00 Uhr

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