Geschlossene Kindergärten Thüringen erwägt Notbetreuung für Kinder von Alleinerziehenden

In Thüringen gibt es eine breite politische Unterstützung dafür, die Notbetreuung in Kitas auch Alleinerziehenden anzubieten. Das berichteten mehrere Bildungspolitiker nach einer Telefonschalte mit Bildungsminister Helmut Holter (Linke).

Ein kleines Kind wird in einem Kindergarten von einer Kindergärtnerin an der Hand geführt.
Derzeit werden vor allen Kinder betreut, deren Eltern in Pflege, Gesundheitswesen oder sicherheitsrelvanten Bereichen arbeiten. Bildrechte: imago images / fotokombinat

Nach Angaben mehrerer Thüringer Bildungspolitiker soll die Notbetreuung im Freistaat auf Kinder von Alleinerziehenden ausgeweitet werden. "Das begrüßen wir außerordentlich", sagte die Grünen-Bildungspolitikerin Astrid Rothe-Beinlich am Montag. Alleinerziehende seien besonders gefordert. "Daher ist deren Zugang zur Kinderbetreuung ebenfalls überfällig", so Rothe-Beinlich.

Entschieden ist noch nichts

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) habe in einer Telefonschalte mit Bildungspolitikern von Rot-Rot-Grün und der CDU angekündigt, die Notbetreuung weiter öffnen zu wollen, wie mehrere Teilnehmer der Schalte am Montag sagten. Entschieden ist demnach aber noch nichts. Am Dienstag will sich das Kabinett mit dem Thema sowie mit einem Fahrplan für das schrittweise Wiederhochfahren des Bildungssektors beschäftigen. Holter will diesen Fahrplan im Anschluss auch der Öffentlichkeit vorstellen. Die Regierungsmedienkonferenz wird MDR THÜRINGEN ab 13 Uhr im Livestream übertragen.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 20. April 2020 | 08:13 Uhr

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