Coronavirus in Thüringen Gesundheitsministerium: Prioritäten bei Corona-Tests

Angesichts der steigenden Nachfrage nach Corona-Tests hat das Thüringer Gesundheitsministerium am Mittwoch auf die Prioritätenliste des Robert-Koch-Instituts hingewiesen. Vorrang haben demnach besonders gefährdete Gruppen. Dazu zählen schwer Erkrankte und medizinisches Personal, wenn sie tatsächlich Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigen. Das Ministerium verweist dabei auf die aktualisierten Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Dienstagabend. Hintergrund sind laut Ministerin Heike Werner die begrenzten Testkapazitäten von 1.400 Tests pro Tag. 

«Robert Koch-Institut» steht auf einem Schild vor dem Eingang des Instituts
Das Robert Koch Insititut hat seine Testkriterien aktualisiert. Bildrechte: dpa

Getestet wird im Landesamt für Verbraucherschutz, in der Universität Jena und bei fünf weiteren privaten Laboren. Wie viele Menschen pro Tag in Thüringen getestet werden ist unklar, weil sie Zahl laut Ministerium nicht zentral erfasst wird.

Negative Tests kein Beweis

Thüringens Sozial-, Arbeits- und Familienministerin Heike Werner (Die Linke)
Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner. Bildrechte: dpa

Laut Werner ist es nicht möglich, sich "frei“ zu testen. Ein negativer Test sage nicht zwangsläufig aus, dass keine Infektion vorliege. Doch gerade zu Beginn der Inkubationszeit seien oft nur sehr wenige Viren in den oberen Atemwegen vorhanden, sodass der Test häufig negativ ausfällt. Symptome können aber im weiteren Verlauf der Inkubationszeit jederzeit auftreten und der Test somit später positiv ausfallen. Deshalb würden im Allgemeinen vom RKI auch keine Tests bei Menschen ohne Symptome empfohlen.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. März 2020 | 14:00 Uhr

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