Covid-19 Corona-News vom 30. November: Über 6.000 aktive Fälle in Thüringen

In Thüringen gelten derzeit 6.055 Menschen als aktive Corona-Fälle. Die Zahl der Verstorbenen ist auf 665 gestiegen. In Thüringen gelten ab Dienstag verschärfte Corona-Regeln. Die Corona-News. Die Corona-News und Zahlen im Überblick.

Mediziner behandeln einen Patienten auf der Intensivstation
Kommt es zu einem schlimmen Covid-19-Verlauf, braucht der mit Corona infizierte Patient intensivmedizinische Betreuung (Symbolbild). Bildrechte: dpa

Thüringen | So ging es am Dienstag weiter

Erfurt | MDR-Talk "Fakt ist!" zu "Corona-Chaos im Klassenzimmer"

Hildburg- hausen | Gottesdienst-Verbot bleibt bestehen

Erfurt | Über 6.000 aktive Corona-Fälle in Thüringen

In Thüringen sind am Montag 327 weitere positive Corona-Tests dazugekommen. Damit stieg die Gesamtzahl auf 17.337. 6.055 Thüringer gelten als aktiv infiziert. Das sind 51 weniger als am Sonntag und 2.468 mehr als vor 14 Tagen. Elf weitere Menschen mit einer Corona-Infektion sind gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt damit auf 365. Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Thüringen liegt bei 175.

Mit Abstand den höchsten Wert im Land hat weiter der Kreis Hildburghausen mit 579. Vergleichsweise niedrig sind die Sieben-Tage-Werte in Eisenach, Weimar und Nordhausen mit um die 70 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Von den rund 840 Intensivbetten in den Thüringer Krankenhäusern ist derzeit knapp ein Viertel frei. 82 Betten sind mit Corona-Patienten belegt von denen knapp die Hälfte beatmet werden muss.

Hildburg- hausen | Vorbereitungen für Test-Marathon

Weimar | Theaterleute machen auf ihre Lage aufmerksam

Künstler und Mitarbeiter des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar haben sich am bundesweiten Theater-Aktionstag "Wir sind noch da" beteiligt. Damit wollen die Theaterleute auf die schwierige Lage ihrer Häuser während der Corona-Pandemie aufmerksam machen. Und zeigen: Die Arbeit hinter den Kulissen geht trotz ausgefallener Vorstellungen weiter. Auch in Gera und Altenburg beteiligten sich die Theater-Macher am Aktionstag.

Schleiz | Bundeswehr unterstützt Gesundheitsamt

Sechs Bundeswehrsoldaten verstärken seit Montag das Gesundheitsamt des Saale-Orla-Kreises. Eine Soldatin und fünf Soldaten sollen bis mindestens zum 18. Dezember helfen, bei Corona-Infektionen Kontakte nachzuverfolgen. Nach dem Rekordanstieg von 81 Neuinfektionen am Wochenende komme das Gesundheitsamt mit der Abarbeitung der Fälle nicht mehr hinterher, sagte Amtsarzt Torsten Bossert bei der Begrüßung der Soldaten am Montag.

Landkreis Saalfeld­Rudolstadt | Corona-Fälle im Gesundheitsamt bringen Kontaktverfolgung zum Erliegen

Im Kreis Saalfeld-Rudolstadt können Kontakte zu Corona-Infizierten nicht mehr vollständig nachverfolgt werden. Grund sind zwei Corona-Fälle in der Behörde und die daraufhin angeordnete Quarantäne fast aller Mitarbeiter. Laut Landratsamt kann das Amt derzeit nur eingeschränkt arbeiten, was dazu führt, dass die tatsächlichen Zahlen deutlich über den an das RKI übermittelten Zahlen liegen.

Die Situation ist nach Angaben des Landratsamtes mittlerweile besorgniserregend. Außerdem seien zunehmend Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Altersheime betroffen. Dies bedeute jeweils einen besonders hohen Personalaufwand. Aktuell sind im Kreis 236 Menschen aktiv mit Corona infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 176.

Podcast | Wann können wir wieder ein normales Leben führen?

Wird vor einer Impfung auf Antikörper getestet? Könnte sich das SARS-CoV-2-Virus mit dem Vogelgrippe-Virus kreuzen und so noch gefährlicher werden? Und: Wann können wir wieder ein normales Leben führen? - Diese und weitere Fragen beantwortet Prof. Alexander Kekulé in der aktuellen Podcast-Folge von "Kekulés Corona Kompass".

Nachrichten

Ein Porträt-Foto von Virologe Alexander Kekulé. 28 min
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MDR AKTUELL Sa 28.11.2020 10:35Uhr 27:42 min

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Erfurt | Wirtschaftsrat stellt acht-Punkte-Plan für Einzelhandel auf

Mit einem acht-Punkte-Plan zur Stärkung des Einzelhandels hat sich der Wirtschaftsrat Thüringen an die Landesregierung gewandt. Der Plan sieht unter anderem längere Ladenöffnungszeiten im Advent und im Januar, erleichterte Abschreibungen nicht verkaufter Waren oder auch die Ausweitung der Novemberhilfen vor. Wenn nicht jetzt etwas geschehe, würden viele mittelständische Händler die Corona-Pandemie nicht überleben, sagt der Landesvorsitzende Mihajlo Kolakovic.

Viele Einzelhandelsgeschäfte hätten sich kaum vom ersten Shutdown im Frühjahr des Jahres erholt und müssten jetzt erneut Umsatzrückgänge schultern. Laut Kolakovic ist zu befürchten, dass viele Geschäfte gar nicht mehr aufsperren. Er plädierte an die Landesregierung sich bei der Ministerpräsidentenkonferenz daher für die betroffenen Unternehmen einzusetzen.

Erfurt | "Fakt ist!": Corona-Chaos im Klassenzimmer

Wie kann Schule zu Corona-Zeiten funktionieren? Kann ein Ampelsystem für sicheren Unterricht sorgen? Wie können Corona-Infektionen in Schulen vermieden werden? - Diese und weitere Fragen diskutieren Andreas Menzel und Lars Sänger bei "Fakt ist!" am Montagabend mit ihren Gästen.

Thüringen | 82 Intensiv-Patienten mit Corona-Infektion (Stand: 11:00 Uhr)

Thüringenweit haben die Gesundheitsämter am späten Montagvormittag 6.187 aktive Corona-Fälle gemeldet. Die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Corona-Patienten ist auf 82 gestiegen. Beatmet werden müssen 39 Patienten.

Da am Wochenende weniger auf das Virus getestet wird und nicht alle Behörden gleichmäßig melden, sind die montags vorliegenden Zahlen vom Wochenende regelmäßig geringer als werktags.

Welt | Aktuelle Corona-News aus Mitteldeutschland und der Welt

Unsere Kollegen von MDR AKTUELL berichten in ihrem Ticker über die aktuellen Corona-Nachrichten aus Mitteldeutschland und der Welt.

Weimar | Bühnen machen auf Situation im Teil-Lockdown aufmerksam

Der Deutsche Bühnenverein hat wegen der Corona-Krise zu einem Aktionstag der Theater und Orchester aufgerufen. Mitglieder des Verbands sollen am 30. November um 12 Uhr mit einer Aktion vor den Spielhäusern oder im Internet auf die eigene Arbeit aufmerksam machen. Daran beteiligen sich in Weimar mit einer gemeinsamen Aktion das DNT, die Staatskapelle, das Stellwerk und das Galli Theater.

Ratgeber | Corona-Schnelltests - wo Sie sie bekommen und was sie können

Weihnachten ohne die Familie ist für viele nicht vorstellbar. Können Schnelltests ein sicheres und gesundes Weihnachtsfest ermöglichen?

Mittel­deutschland | MDRfragt: Weihnachten zu Corona-Zeiten

Corona verändert nicht nur unseren Alltag komplett. Das betrifft auch die Advents- und Weihnachtszeit. Laut einer Umfrage von MDRfragt, befürchtet die Mehrheit der mitteldeutschen Befragte, dass sich dieses Weihnachten viele Menschen einsamer fühlen könnten. Zum Nachlesen:

Bundes­weit | Wort des Jahres heißt "Corona-Pandemie"

Eine Überraschung ist es wohl nicht: Das Wort des Jahres 2020 heißt "Corona-Pandemie". Und auch die anderen Worte, die es unter die Top 10 der Gesellschaft für deutsche Sprache geschafft haben, spiegeln eindeutig den Einfluss der Pandemie auf die Gesellschaft wider.

Thüringen | Wie kommen Kinder durch die Pandemie?

Wenn die "echten" Kontakte wegfallen, braucht es neue Ideen, um in Kontakt zu kommen. Mit Tanzunterricht per Videokonferenz kann das gelingen. Doch gerade für Kinder, die Hilfe von Jugend- und Kinderschutzdiensten benötigen, ist die Corona-Pandemie eine ganz eigene Herausforderung.

Kind bei einer Beratung 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR THÜRINGEN JOURNAL Sa 28.11.2020 19:00Uhr 02:34 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Kind bei einer Beratung 3 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Sa 28.11.2020 19:00Uhr 02:34 min

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Thüringen | Land will sich nicht an Corona-Hilfen des Bundes beteiligen

Thüringen will sich nicht an den Corona-Hilfen des Bundes beteiligen. Finanzministerin Heike Taubert sagte dem MDR, die Länder würden schon einen erheblichen finanziellen Beitrag im Kampf gegen die Krise bestreiten. Das Land habe 700 Millionen Euro für direkte Hilfen bereitgestellt. Außerdem gebe es Bürgschaftsrahmen. Andere Länder-Finanzminister äußerten sich ähnlich. Der Unionsfraktionschef im Bundestag, Ralph Brinkhaus, hatte gefordert, dass sich die Länder an den Corona-Finanzhilfen des Bundes beteiligen.

Thüringen | 6.236 aktive Corona-Fälle (Stand: 07:00 Uhr)

Thüringenweit haben die Gesundheitsämter für Sonntag 360 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Weitere 99 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der aktiv erkrankten erhöhte sich auf 6.236. Vier weitere Menschen starben an oder mit dem Virus, die Zahl der Verstorbenen stieg damit auf insgesamt 354.

Hildburghausen liegt die Inzidenz bei 579. Damit gilt der Landkreis nach wie vor als Hotspot und führt gemeinsam mit Passau bundesweist den Negativ-Trend an. Sonneberg hat derzeit eine Inzidenz von 350, im Altenburger Land beträgt sie 255 und in Sömmerda 215. Die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Corona-Patienten liegt bei 78. Beatmet werden müssen 37 Patienten.

Da am Wochenende auch weniger auf das Virus getestet wird und nicht alle Behörden gleichmäßig melden, sind die montags vorliegenden Zahlen vom Wochenende regelmäßig geringer als werktags.

Thüringen | Neue Corona-Regeln ab Dienstag

Ab dem 1. Dezember gelten in Thüringen verschärfte Corona-Regeln. Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen werden ausgeweitet. Für Weihnachten und Silvester wurden noch keine abschließenden Regelungen getroffen.

Thüringen | Orchesterleben leidet unter Corona

Die Kultur leidet zunehmend unter den coronabedingten Einschränkungen. Das Thüringer Orchesterleben liegt derzeit brach. Es gibt aktuell weder Proben, noch Konzerte. Sollte es irgendwann Lockerungen geben, können die Orchester nicht einfach wieder auftreten. Erst müssen sie gemeinsam wieder spielen, um fit für die Konzerte zu sein.

Hildburg­hausen | Gespräche nach Gottesdienst-Verbot

Hildburghausen ist der Corona-Hotspot - in Thüringen und bundesweit. Deshalb wurden die Corona-Regeln dort massiv verschärft. Es wurde u.a. ein Gottesdienst-Verbot erlassen, ohne sich vorher mit den Vertretern der Kirchen abzustimmen. Nun gibt es Redebedarf.

Thüringen | Der Überblick am Montag

Guten Morgen an diesem frostig-kühlen Morgen! Auch zum Wochenbeginn informieren Sie wieder über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Thüringen und halten Sie mit diesem Ticker auf dem Laufenden. Hilfe und Ratschläge zum Thema finden Sie hier.

Quelle: MDR THÜRINGEN/the

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 30. November 2020 | 19:00 Uhr

11 Kommentare

ralf meier vor 7 Wochen

Hallo Ritter, auch ich bin erstaunt, wie schnell aus den staatskritischen antiautoritär daher redenden Linken ein autoritärer Haufen werden konnte, der ebenso kein Problem damit hat, Berufsverbote auch ohne Gerichtsurteil über shit storms zu exekutieren. Es war wohl eher Neid, der sie früher gegen den autoritären Staat demonstrieren ließ ?

ralf meier vor 7 Wochen

Da lese ich: 'Und jetzt bitte kein Verweis auf Hygienekonzepte; die hatten Theater und Cafes und Restaurants auch, interessiert hat es niemanden.' Ich will nicht ausschließen, das Sie das nicht interessiert hat. Gegenüber anderen sollten Sie besser auf solche pauschalen Aussagen verzichten. Ich kenne einen Restaurantpächter, der viel Geld und Arbeit investiert hatte, um die Vorgaben der Merkel Regierung zu erfüllen und es gar nicht lustig findet, das man ihm trotzdem seinen laden dicht macht. PS: auch seine Gäste hielten sich an die Vorgaben.

martin vor 7 Wochen

@runkel: Manche verzichten in diesen Tagen auf ihr Demonstrationsrecht, weil es im Vorfeld schwierig einzuschätzen ist, ob es eine "infektionsschutzkonforme" Veranstaltung wird oder ob einem zu viele maskenfreie Menschen zu nah kommen.

Andere mögen auf eine Demo verzichten, weil sie weder Ihre Meinung teilen, dass das aktualisierte Infektionsschutzgesetz ein zweites Ermächtigungsgesetz ist noch dass eine von Ihnen so bezeichnete Faschisierung durch die Regierung unseres Landes stattfinden würde.

Wieder andere haben vielleicht keine Lust mit Verschwörungstheoretikern, selbsternannten Querdenkern, Rechtsradikalen, Dauernörglern etc. gemeinsame Sache zu machen.

Es gibt meiner Meinung nach eine Reihe nachvollziehbarer Gründe, weshalb die sog. "Linke" derzeit eher weniger auf der Straße demonstriert.

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