Corona-Verordnung Verkauf von Eis und Bratwurst in Thüringen weiterhin erlaubt

Die Landesregierung erlaubt nun doch den Außerhaus-Verkauf von Eis und Bratwurst - wenn strenge Hygienevorschriften eingehalten werden. Zuvor sorgte die Auslegung der neuen Regeln für Verwirrung im Gesundheitsministerium.

Ein Kind hält zwei Hörnchen mit Eis.
Eisgenuss bei sonnigem Wetter soll weiterhin möglich sein - wenn die Hygieneregeln eingehalten werden. Bildrechte: Colourbox.de

Gute Nachrichten für Liebhaber von Eis und Bratwurst: Der Außerhaus-Verkauf sei weiterhin gestattet, teilte das Thüringer Gesundheitsministerium Freitagnachmittag mit. Am Vortag hatte die Auslegung der neuen Corona-Regeln im Ministerium Verwirrung gestiftet; so war zunächst von einem Verbot des Straßenverkaufes von Eis die Rede gewesen.

Freitag stellte das Gesundheitsministeriums klar: Die "Thüringer Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2" enthalte neben der Schließung von Bars, Cafés, Kneipen und Gaststätten auch die Schließung von Eiscafés. Ausnahme: Lediglich für Gaststätten sei ein Außerhausverkauf unter Beachtung strenger hygienischer Maßstäbe möglich. "Diese Ausnahme für Gaststätten findet auch für Einzelverkaufsstände Anwendung, an denen Lebensmittel zum Sofortverzehr angeboten werden, beispielsweise Eis- oder Bratwurststände", heißt es in der Mitteilung.

Diese Ausnahme gelte jedoch nur, wenn folgende Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingehalten werden:

  • Ein Verzehr vor Ort ist untersagt.
  • Stehtische an den Verkaufseinrichtungen sind nicht zulässig.
  • Hygienevorschriften entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sind einzuhalten.
  • Ein wirksamer Schutz für Personal und Kunden muss gewährleistet sein.
  • Kontakte sind zu unterbinden.
  • Zwischen dem Verkäufer und dem Kunden sowie zwischen den einzelnen Kunden ist ein Abstand von 1,5 Meter durch Vorkehrungen wie Absperrungen, Schutzwände (etwa Plexiglasscheiben) und Vergleichbares sicherzustellen.
  • Es sind Maßnahmen zur möglichst weitgehenden Vermeidung von Schmierinfektionen zu ergreifen. Dies erfordert zusätzliche Reinigungsmaßnahmen.
  • Kunden sind über die besonderen Schutzvorkehrungen zu informieren.
  • Verkäufer müssen wiederholt und gründlich ihre Hände reinigen und desinfizieren. Reinigungs- und Desinfektionsmittel, fließendes Wasser und Einmalhandtücher müssen dem Personal ausreichend zur Verfügung stehen.
  • Die zuständigen Behörden vor Ort können weitere Maßnahmen anordnen. Es empfiehlt sich daher, die getroffenen Maßnahmen mit den zuständigen Behörden abzusprechen.
  • Lebensmittelhygienische Vorschriften bleiben hiervon unberührt.

Auch Blumenläden dürfen nach der neuen Verordnung seit Freitag wieder öffnen. Allerdings müssen auch hier die strengen Hygieneregeln eingehalten werden - das heißt ein Mindestabstand von 1,5 Meter der Kunden untereinander sowie verstärkte Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen.

In Thüringen gilt seit Mittwoch eine Regelung, die den direkten Kontakt zwischen Menschen drastisch einschränken soll.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 27. März 2020 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. März 2020, 15:45 Uhr

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