Covid-19 Neue Corona-Verordnung: Das gilt seit Oktober in Thüringen

Seit Donnerstag gilt in Thüringen eine neue Corona-Verordnung. Die bisherigen Regeln ändern sich aber nicht: Mindestabstände muss eingehalten werden, die Maskenpflicht bleibt. Für Besucher in Pflegeheimen gilt weiter das Stufenkonzept.

Mädchen mit Mundschutz wartet in einer Haltestelle
Schüler und Lehrer müssen in Thüringen im Unterricht keine Masken tragen. Mund-Nasen-Bedeckungen sind aber in Situationen Pflicht, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Bildrechte: imago images/Bernd Friedel

In Thüringen sind am Donnerstag die neuen Corona-Regeln in Kraft getreten. Dabei gibt es keine Änderungen der Regeln im Vergleich zur vorherigen Fassung. "Das heißt: So viel Normalität wie möglich zulassen und bei zunehmenden Infektionen zügig vor Ort reagieren", erklärte Sozialministerin Heike Werner (Die Linke) am Mittwoch. Alle wichtigen Regeln zum Infektionsschutz - Abstand halten, Hygienekonzepte beachten und Alltagsmaske tragen - blieben bestehen.              

Erste Landkreise erlassen neue Corona-Regeln

Die ersten Landkreise gehören zum Risikogebiet und haben am 21. Oktober die regional gültigen verschärften Maßnahmen veröffentlicht.

Weitere Beschränkungen erst bei zu vielen Neuinfektionen

Familienfeiern mit mehr als 50 Teilnehmern müssen dem jeweiligen Gesundheitsamt zwei Werktage im Voraus gemeldet werden. Im Freien müssen Familienfeiern ab 100 Teilnehmern bei den Behörden angezeigt werden. Die Landkreise und kreisfreien Städte können je nach Infektionsgeschehen Allgemeinverfügungen erlassen. Nach einem Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Kreis Weimarer Land sind daher zunächst bis zum 4. Oktober in geschlossenen Räumen private Feiern mit mehr als 30 Menschen untersagt. Im Freien sind laut Allgemeinverfügung des Landratsamtes bis zu 50 Teilnehmer zugelassen.

Clubs und Diskotheken bleiben weiterhin geschlossen

Auch für Besuche in Pflegeheimen bleibt das eingeführte Stufenkonzept bestehen. Das heißt, dass Besuche grundsätzlich erlaubt sind. Bei lokalen Infektionsausbrüchen treten zur Sicherheit der Bewohner und der Beschäftigten wieder Einschränkungen in Kraft.

Weiter geschlossen bleiben Clubs und Diskotheken. Prostitution ist erlaubt, wenn nicht mehr als zwei Personen beteiligt sind und ein Infektionsschutzkonzept vorliegt. Sexuelle Dienstleistungen in Fahrzeugen - wie etwa Wohnwagen - bleiben verboten, auch Swingerclubs sind weiterhin geschlossen. Die Regelungen gelten zunächst bis zum 31. Oktober.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn, epd, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 30. September 2020 | 18:00 Uhr

24 Kommentare

lobo56 vor 3 Wochen

Wenn sie nur die Antworten gelten lassen, die ihnen gefallen, dann wird's wohl keine geben. Die Menschen im Altersheim, die dadurch nicht angesteckt wurden und nicht erkrankt sind sehen das sicher anders. Mein Vater, 78, wollte auch keinen Besuch, um sich nicht zu infizieren.

lobo56 vor 3 Wochen

Ja, zum Schutz aller Bewohner eines Pflegeheime, Krankenhaus o.ä.
Es ist sehr schlimm, was sie schildern, besonders für die Betroffenen.
Aber Schuld ist der Virus, gegen den es noch keine Impfung gibt. Wem hilft es, wenn sich immer mehr anstecken ?

martin vor 3 Wochen

Ich habe meine Meinung geschrieben. Dass Sie die nicht teilen verwundert mich nicht. Weshalb sollte ich mich zu Ihrer nicht begründeten Äpfel-Birnen-Bermerkung, Ihrem Glauben oder Ihrer subjektiven Wahrheit äußern?

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