Nach Corona-Pause Wieder reguläre Operationen in Thüringer Krankenhäusern

Wegen der Corona-Krise wurden zahlreiche Operationen verschoben - viele Krankenhausbetten blieben leer. Ab sofort gehen die Häuser nach und nach wieder in den Normalbetrieb über.

Der Monitor eines Beatmungsgerätes zeigt optimale Werte für den Verlauf der Narkose eines Patienten während eines operativen Eingriffs.
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Die Thüringer Krankenhäuser sollen schrittweise zur regulären Versorgung zurückkehren. Das sieht ein Konzept der Landesregierung vor. Demnach können Allgemeinkrankenhäuser in einer ersten Stufe zunächst 70 Prozent ihrer stationären OP-Kapazitäten wieder normal nutzen.

Chirurgische Tageskliniken dürfen vollständig öffnen, sofern getrennte Aufenthalts- und Behandlungsbereiche vorhanden sind. Für Operationen in den orthopädischen Fachkrankenhäusern in Arnstadt, Bleicherode und Eisenberg gibt es keine Beschränkungen mehr. Das teilte die Landesregierung am Sonntag mit.

Garantie für Covid-19-Patienten

Darüber hinaus müssen die Allgemeinkrankenhäuser in Thüringen jedoch weiterhin garantieren, dass Covid-19-Patienten in separaten Bereichen behandelt werden. Sie müssen zudem ein Viertel der vorhandenen Intensivbetten für Covid-19-Fälle freihalten.

Zusätzlich genehmigte Intensivbetten müssen erhalten bleiben. Lediglich vorübergehend umgewidmete Aufwachräume dürfen im OP-Betrieb wieder als solche genutzt werden.

Hunderttausende Operationen verschoben

Infolge der Corona-Krise sind deutschlandweit mehrere hunderttausend Operationen verschoben worden. Auch in mitteldeutschen Kliniken blieben viele Betten leer. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft befürchtet nun Folgeschäden. Man sehe Fälle mit verschleppten, nicht mehr korrigierbaren Beschwerden.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/sar

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 17. Mai 2020 | 15:00 Uhr

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