Corona-Impfungen Ministerium bestätigt Cyber-Attacke auf Thüringer Impfportal

Auf das Thüringer Coronavirus-Impfportal hat es einen Cyber-Angriff gegeben. Das bestätigte das Gesundheitsministerium dem MDR. Demnach wurde das Online-Portal impfen-thueringen.de nach dem Start am 30. Dezember mit fast 160.000 Anfragen geflutet und so der Server überlastet.

Hunderte Impftermine in Thüringen verfallen

Betroffen sind nach Angaben des Ministeriums mehrere Hundert Menschen. Sie hätten auf ihre Buchungsanfrage für einen Impftermin keinen Bestätigungslink per E-Mail erhalten. Gebuchte Termine ohne Bestätigung innerhalb von 24 Stunden seien verfallen. Am Mittwoch seien die Betroffenen per Mail angeschrieben und gebeten worden, einen neuen Termin zu buchen. Dafür wurde laut Ministerium ein exklusiver Zugang freigeschaltet, der noch bis 12 Uhr am Donnerstag (7. Januar) erreichbar ist.

Eingang der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen im Schnee
Koordiniert die Vergabe von Corona-Impfterminen: Kassenärztliche Vereinigung Thüringens Bildrechte: MDR/Michael Hesse

Nach Angaben des Ministeriums handelte es sich laut IT-Experten der Kassenärztlichen Vereinigung (KVT) um einen sogenannten SYN-Flood Angriff, bei dem eine Unmenge an Anfragen (insgesamt mehr als 158.000) an den Server der KVT geschickt wurden, sodass die Website nicht mehr korrekt funktionierte. Das Problem sei am vergangenen Mittwoch kurzfristig behoben worden, sodass die Website ab dem Mittag wieder regulär funktioniert habe, so das Ministerium.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Nachrichten | 07. Januar 2021 | 08:11 Uhr

47 Kommentare

nick_name vor 2 Wochen

» … wenn so etwas bundesweit geregelt werden könnte? … «
Diese Idee finde ich garnicht mal so schlecht: themenspezifische Kurse, zu bestimmten Terminen, von Fachleuten, bundesweit, live gehalten (sonst könnte man ja auch YouTube schauen)
oder wenigstens länderweit.

Lyn vor 2 Wochen

@Maennlein.
Schule ohne Präsenzunterricht gibt es im australischen Outback.
Die Kinder wohnen teilweise zig km auseinander.
Die Hausaufgaben kommen per PDF, das Internet läuft ohne zu ruckeln und das Mobil Netz ebenso.
Das funktioniert wunderbar.
Schauen Sie mal nach Australien.

Na schön, hier wird das Netz wesentlich stärker beansprucht, aber trotzdem.

Gemeinhin finde ich es eine gute Idee, per Videoschalte zu unterrichten in Fächern, in denen die Schulen nur wenige Lehrer haben. Dann könnten weniger gefragte Fächer trotzdem angeboten werden.

Eine meiner Töchter musste auf die Fortsetzung eines Kurses verzichten, weil kein Lehrer gefunden wurde. Aber wenn so etwas bundesweit geregelt werden könnte?

Mir ist klar, dass das nicht hierher gehört.

Es ist nur eine Idee für die Bildungsminister.

martin vor 2 Wochen

@MDR: Die Argumentation von "freies", dass es sich auch um insg. 160.000 Zugriffe gehandelt haben könnte, finde ich nicht unplausibel. Könnte die Redaktion mal nachhaken? Dann würde sich ja tatsächlich die Frage stellen, weshalb das als Cyberangriff gewertet wird. Oder kamen die Anfragen von wenigen Maschinen? Dann wäre die Kritik an mangelhafter Vorsorge und Absicherung meiner Meinung nach sehr wohl berechtigt. Vielen Dank im Voraus.

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