Männer stoßen mit Biergläsern an.
Einige Liter Freibier erhielten zwei Thüringer Orte nach der Landtagswahl. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Nach der Landtagswahl "Die Partei" verschenkt Bier an Thüringer Orte mit wenig AfD-Stimmen

Zur Landtagswahl in Thüringen hatte sich "Die Partei" eine ungewöhnliche Aktion überlegt: Orte, in denen die AfD weniger als fünf Prozent der Wählerstimmen erhielt, sollten Freibier erhalten. Viele Kilometer musste Parteichef Eggs Gildo nicht fahren.

Männer stoßen mit Biergläsern an.
Einige Liter Freibier erhielten zwei Thüringer Orte nach der Landtagswahl. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Die Thüringer Mitglieder der Partei "Die Partei" sind tatkräftig gewesen und haben ihr Wahlversprechen eingelöst. "Deine Bierspende für Thüringen", lautete ihr Aufruf an die Wähler und Wählerinnen in ganz Thüringen. Das Freibier sollte in Orten mit weniger als 1000 Einwohnern ausgeschenkt werden - aber nur dort, wo die AfD bei der Landtagswahl weniger als fünf Prozent der Stimmen erhielt.

Vergangene Woche konnten die ersten Liter Bier überreicht werden. Parteichef Eggs Gildo besuchte Gerstengrund im Wartburgkreis und übergab 100 Liter an die 60 Einwohner, von denen kein einziger sein Kreuz bei der AfD gesetzt hatte.

Für mehr als 100 Orte wurde gespendet


Doch nicht nur die Gerstengrunder durften sich an dem Bier erfreuen. Auch im Buchaer-Ortsteil Coppanz (Saale-Holzland-Kreis) hielten sich die AfD-Stimmen mit 3,8 Prozent im Rahmen der Wahlgeschenkbedingung der "Partei". Die gespendeten 56 Liter wurden an Bürgermeister Hans-Joachim Loeper übergeben.

Insgesamt gingen bei der Aktion laut Angaben der "Partei" Spenden für mehr als 100 Ortschaften in Thüringen ein - doch nur zwei von ihnen konnten sich über das versprochene Freibier freuen. Der Grund: Nur in Gerstengrund und Coppanz blieb die AfD unter fünf Prozent der Stimmen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jp

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | Thüringen Journal | 10. Oktober 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. November 2019, 19:47 Uhr

24 Kommentare

martin vor 1 Wochen

@elbflorenz:
1.) Darf ich Ihren Beitrag als Distanzierung zu Pegida verstehen, die ja sogar mit politikerbezogenen Galgen losgezogen sind?

2.) Mit "Hier könnte ein Nazi hängen" ist wohl das Wahlplakat eines Nazis gemeint. Üblicherweise werden die Plakete an Laternenpfähle gehängt. Oder ist es im schönen "Elbflorenz" schon wieder üblich, dass Menschen an Laternenpfähle aufgehängt werden???

aus Elbflorenz vor 1 Wochen

"Auf den Plakaten stand "Hier könnte ein Nazi hängen"

Menschen bleiben Menschen unabhängig von deren politischer Überzeugung.
Unser Recht kennt kein Gesinnungsstrafrecht und es kennt auch keine Todesstrafe.

" Die Partei ist derb, aber legt den Finger in die Wunde."

Die Partei ist eine einzige Mitläufer- und Bücklinge-Partei. Die legt nirgends den Finger in die Wunde.

pkeszler vor 1 Wochen

@Monazit: "Natürlich haben Nazis die gleichen Menschenrechte wie alle anderen auch." Natürlich, aber nur in der Gesundheit, bei der Bildung und bei der Arbeit, wenn sie etwas dafür tun. In der Politik auf keinen Fall und Freibier bekommen sie auch keins.

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