Mann mit Hemd hält einen Vortrag gestikuliert dabei mit seinen Armen und Händen.
Lutz Hasse ist Thüringer Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Bildrechte: MDR/Sascha Richter

Haushalt Datenschützer fordert mehr Personal

Thüringens Datenschützer Lutz Hasse fordert vor den anstehenden Haushaltsverhandlungen mehr Personal. Neun zusätzliche Stellen habe er beantragt, so Hasse. Derzeit arbeiten in seiner Behörde 26 Leute. Und die Zahl der Anfragen von Einzelpersonen, Unternehmen und Vereinen steigt.

Mann mit Hemd hält einen Vortrag gestikuliert dabei mit seinen Armen und Händen.
Lutz Hasse ist Thüringer Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Bildrechte: MDR/Sascha Richter

Thüringens Datenschützer Lutz Hasse hat vor den anstehenden Haushaltsverhandlungen mehr Personal gefordert. Hasse sagte MDR THÜRINGEN, dass er neun zusätzliche Stellen beantragt habe. Bisher habe er aber nur die Zusage für eine neue Stelle in diesem und eine neue Stelle im kommenden Jahr. Seine Behörde habe derzeit 26 Mitarbeiter. Das sei aber bei der aktuellen Arbeitsbelastung deutlich zu wenig.

Kaum noch Kontrollen wegen Datenschutzverstößen möglich

Nach seinen Angaben habe sich das Aufkommen an Zuschriften von Bürgern, Unternehmen oder Vereinen in den vergangenen drei Jahren fast verdreifacht. 2016 seien rund 8.500 Posteingänge verzeichnet worden. In 2018 waren es nach seinen Angaben über 22.000. Auch für 2019 rechne er mit einer ähnlich hohen Zahl. Darunter waren im vergangenen Jahr auch rund 600 EU-Verfahren. Nach Hasse Angaben geht es dabei um Datenschutzverstöße bei Unternehmen in anderen Ländern, von denen aber Kunden aus Thüringen betroffen sein könnten. "In solchen Fällen werden wir von dem jeweiligen EU-Land angeschrieben und um Mitarbeit gebeten", sagte Hasse. Das sei teilweise sehr aufwändig, weil der gesamte Schriftverkehr in die jeweilige Landessprache übersetzt werden müsse. Hintergrund dafür ist die neue Datenschutz-Grundverordnung, die seit Mai 2018 gilt.

Seitdem verzeichnen wir eine regelrechte Flut von Anfragen.

Lutz Hasse

Viele Unternehmen wollten wissen, ob sie jetzt einen Datenschutzbeauftragten bräuchten oder welche Kundendatenbanken sie noch verwenden könnten. Nach Hasses Angaben leiden unter den vielen Anfragen aber seine eigenen Kontrollen. "Derzeit haben wir kaum die Möglichkeit, selber aktiv Datenschutzverstöße zu kontrollieren", so Hasse.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. Februar 2019 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2019, 05:00 Uhr

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9 Kommentare

13.02.2019 13:36 Sonja 9

die sollten sich alle zusammen nicht aufregen Stasi war dagegend ein nichts, na ihren feinen Bürger von 1989 wie denkt ihr den jetzt dazu zu diesem Staat und ihre wunderbaren Gesetze ?? schadet euch garnichts !!

13.02.2019 13:20 Robocob 8

Denke nicht, dass man für das bereits erfolgte Versenden von Briefen künftig 9 neue Stellen braucht.

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