Coronavirus Freiwilliger Corona-Test: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Wer in den Urlaub fahren oder Verwandte, die einer Risikogruppe angehören, besuchen möchte, muss oftmals einen negativen Test auf Covid-19 nachweisen. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Corona-Tests für Sie zusammengefasst.

Ein Rettungsassistent der Berufsfeuerwehr Halle hält einen Coronatest.
Freiwillige Corona-Tests sind möglich, doch es sollte einiges dabei beachtet werden. (Symbolfoto) Bildrechte: dpa

An wen muss ich mich wenden, wenn ich einen freiwilligen Test auf Covid-19 machen möchte?

Wer sich freiwillig auf Covid-19 testen lassen möchte, sollte sich an seinen Hausarzt oder an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter der kostenlosen Telefonnummer 116 117 wenden. Dort bekommt man einen Termin in einer wohnortnahen Abstrichstelle vermittelt. In manchen Landkreisen gibt es auch Abstrichstellen bei den Gesundheitsämtern, die ebenfalls auch freiwillige Tests durchführen. Allerdings sind diese vorrangig für Akutfälle vorgesehen.

Wie lange im Voraus sollte ich mich um einen freiwilligen Corona-Test kümmern?

Die Auslastung der Abstrichstellen kann sich je nach Entwicklung der Infektionszahlen schnell ändern. Aus diesem Grund empfiehlt die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen, sich mindestens zwei Tage vor dem gewünschten Test einen Termin geben zu lassen. Allerdings sollte der Abstand zwischen Test und beispielsweise einer Reise zu Verwandten, die einer Risikogruppe angehören, nicht zu weit auseinanderliegen. Denn je mehr Zeit zwischen Test und Reise verstreicht, desto höher ist die Gefahr, sich zwischenzeitlich doch noch mit Covid-19 zu infizieren.

Welche Kosten habe ich bei einem freiwilligen Corona-Test?

Anders als bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten, Menschen, die mit einem positiv auf Covid-19 getesteten Menschen Kontakt hatten, und Menschen mit Erkältungssymptomen müssen die Kosten für einen freiwilligen Test (ohne Symptome zu haben) aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Laut Kassenärztlicher Vereinigung müssen Patienten mit etwa 30 Euro für den Abstrich und circa 150 Euro für die Auswertung des Tests durch das Labor rechnen. Je nach Teststelle und Labor können diese Kosten aber variieren.

Wie lange muss ich auf das Testergebnis warten?

An Werktagen liegt das Ergebnis in der Regel bereits nach 24 Stunden vor. Folgt auf den Testtag ein Wochenende oder ein Feiertag, können aber auch bis zu 48 beziehungsweise 72 Stunden vergehen. Um unnötige Verzögerungen bei der Übermittlung des Testergebnisses zu vermeiden, sollte bei der Terminvergabe unbedingt die Handynummer mit angegeben werden. Denn an diese Nummer wird das Ergebnis verschickt.

Was ist in der Teststelle zu beachten?

Bevor Sie zu ihrem Testtermin gehen, sollten Sie an einen eigenen Stift und Ihre Krankenkassenkarte (Chipkarte) denken. Außerdem sollten Sie einen Mund-Nasen-Schutz dabei haben und sich an die bekannten Hygieneregeln in der Teststelle halten.

Was ist, wenn mir etwas dazwischen kommt?

Wenn Sie schon einen Testtermin vereinbart haben, ihn aber kurzfristig nicht wahrnehmen können, sollten Sie den Termin unbedingt absagen. So haben andere Patienten die Chance auf einen Termin und die Öffnungszeiten der Abstrichstellen können ausgenutzt werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 20. Oktober 2020 | 08:50 Uhr

1 Kommentar

MDR-Team vor 5 Wochen

Hallo User Akel,

auf der Chipkarte sind Daten wie die Adresse, Name und Geburtsdatum hinterlegt, somit wird das Angeben von falschen Daten vermieden und das gesamte Prozedere beschleunigt. Wir hoffen die Informationen tragen zur Klärung der Frage bei.

Mit freundlichen Grüßen, MDR-THÜRINGEN-Online-Redaktion

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