Bahnverkehr Erster Fernzug nach 12 Jahren: IC 2152 dieselt ab Gera gen Westen

Gera wird seit Sonntag nach 12 Jahren Pause wieder mit Fernzügen bedient. Am Mittag fuhr IC 2152 als erster Intercity unter großem öffentlichen Interesse auf dem Hauptbahnhof in Richtung Düsseldorf ab. Es ist einer von drei Intercity, die ab sofort täglich von Gera aus nach Köln, Düsseldorf und Kassel fahren. In der Gegenrichtung enden drei IC-Züge in Gera, von denen einer in Kassel und zwei in Köln losfahren.

Gera und Jena profitieren vom neuen Bahn-Fahrplan

Seit Sonntag gilt der neue Bahn-Fahrplan, der insbesondere für Gera und Jena bessere Verbindungen enthält. Bild für Bild: Besser abfahren und ankommen in Ostthüringen.

Erster Intercity-Zug der Deutschen Bahn nach 12 Jahren steht zur Abfahrt im Hauptbahnhof von Gera bereit.
IC 2152 der Deutschen Bahn steht zur Abfahrt im Hauptbahnhof von Gera bereit. Es ist der erste Fernzug in Gera seit 12 Jahren. Ab sofort fahren dreimal täglich solche Züge nach Kassel, Köln oder Düsseldorf - und drei IC starten dort und fahren nach Gera. Bildrechte: MDR/Marian Riedel
Erster Intercity-Zug der Deutschen Bahn nach 12 Jahren steht zur Abfahrt im Hauptbahnhof von Gera bereit.
IC 2152 der Deutschen Bahn steht zur Abfahrt im Hauptbahnhof von Gera bereit. Es ist der erste Fernzug in Gera seit 12 Jahren. Ab sofort fahren dreimal täglich solche Züge nach Kassel, Köln oder Düsseldorf - und drei IC starten dort und fahren nach Gera. Bildrechte: MDR/Marian Riedel
Spielmannszug vor dem Hauptbahnhof in Gera wegen der Wiederaufnahme des Bahn-Fernverkehrs.
In Gera wurde die Wiederaufnahme des Fernverkehrs groß gefeiert. Vor dem Hauptbahnhof musizierte dieser Spielmannszug. Bildrechte: MDR/Marian Riedel
Doppelstockwagen des Regionalzugs "Saale-Express" in Jena vor der Fahrt nach Halle.
Doppelstockwagen des neuen Regionalzugs "Saale-Express" in Jena vor der Fahrt nach Halle: Ab sofort fahren diese Züge mit wenigen Zwischenhalten alle zwei Stunden zwischen den beiden Städten. In den Stunden dazwischen verkehrt der Regionalzug Halle-Saalfeld über Jena, so dass Jena und Halle ab sofort stündlich mit dem Zug direkt verbunden sind. Die "Saale-Express"-Waggons bieten WLAN - es ist eine der ersten Linien mit dem drahtlosen Netz im Nahverkehr in Thüringen. Bildrechte: MDR/Marian Riedel
Regionalzug "Franken-Thüringen-Express" (Bamberg-Leipzig) in Jena.
Der Regionalzug "Franken-Thüringen-Express" fuhr bisher zwischen Nürnberg und Jena - ab jetzt wird die Verbindung bis Leipzig verlängert. Das Foto zeigt einen der ersten Züge, die in Jena-Göschwitz mit Ziel Leipzig halten. Bildrechte: MDR/Marian Riedel
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Intercity-Verbindungen von/nach Gera ab 9.12.2018
  Abfahrt/Ankunft in Gera Ziel-/Abfahrtsbahnhof
ab Gera 06:03 Uhr Köln Hbf
  12:03 Uhr Düsseldorf Hbf
  18:03 Uhr Kassel-Wilhelmshöhe
nach Gera 09:55 Uhr Kassel-Wilhelmshöhe
  15:55 Uhr Köln Hbf
  21:55 Uhr Köln Hbf

Die Fernzüge halten - Intercity-untypisch - zwischen Gera und Weimar auch an den kleineren Bahnhöfen Stadtroda, Hermsdorf-Klosterlausnitz und Jena-Göschwitz. Grund dafür ist, dass die sechs Intercity-Züge Regionalzüge ersetzen, die bisher zu diesen Zeiten fuhren. Zwischen Gera und Erfurt werden in den IC Fahrkarten für den Nahverkehr anerkannt. Fahrräder - im Bahn-Nahverkehr kostenlos - können dagegen in den Fernzügen nur mitgenommen werden, wenn der Reisende kostenpflichtig einen Stellplatz reserviert.

Zwischen Gera und Erfurt brauchen die IC-Züge länger als die Regionalzüge, die sie ersetzen. Als Gründe gibt das Infrastrukturministerium an, die Dieselloks vor den Intercity-Zügen könnten nicht so schnell beschleunigen. Außerdem hätten die Züge keine Neigetechnik und könnten deshalb nicht so schnell durch die Kurven fahren wie die Regionalexpress-Triebzüge. Schließlich halten die Intercitys an mehreren Bahnhöfen etwas länger. Dazu kommt noch, dass in Gotha die Lok gewechselt werden muss, was noch einmal fast eine Viertelstunde dauert.

Die IC-Waggons werden von Gera bis Gotha von einer Diessellok gezogen, weil die Strecke zwischen Gera und Weimar nicht elektrifiziert ist. Den "späten" (oder "frühen") Lokwechsel in Gotha begründet die Bahn damit, dass in Weimar und Erfurt dafür nicht genügend Platz auf den Gleisen ist.

Die IC-Verbindungen nach und von Gera sind eine von mehreren Änderungen im Bahnverkehr in Thüringen durch den Fahrplanwechsel, der am Sonntag in Kraft trat.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 09. Dezember 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Dezember 2018, 15:52 Uhr

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16 Kommentare

11.12.2018 08:53 Railfriend 16

@Rasselbock, zur Technikahnung: Die im Reisezugdienst eingesetzte sechsachsige BR 234 leistete 3800 PS (2,8 MW). Diese Leistung erreicht inzwischen auch der vierachsige Dieselloktyp Stadler Eurolight und ist damit der DB 245 nicht nur um 24 % leistungsüberlegen, sondern dazu noch leichter.
Aktuelle Reisezug-Sechsachser wie die Stadler EURO 4000 sind mit 4300 PS-Motoren ausgestattet.

10.12.2018 22:16 Torben 15

Geht weiter:

Toll, dass Fahrkarten mit Nutzbarkeit in IC(E) und Nahverkehrszug in der Fernspielbahn nicht (!) gelten sollen.
Toll, dass man sich nun auch auf der Strecke die ellenlangen IC(E)-Werbedurchsagen anhören muss.
Toll, dass der Lokwechsel natürlich viiiel kürzer als ein simpler Umstieg dauert. Upps, genau andersrum.
Toll, dass der zahlende Fernreisende sich damit auch die von Billig- bis Umsonstfahrgästen (VMT-Zwangsnutzer ausdrücklich nicht eingeschlossen) des Nahverkehrs verdreckten Wagen antun muss.

Aber: Gut für Leute, die Neigetechnik und/oder Klimaanlage vermeiden möchten. Und endlich die *hust* längst ersehnten *hust* zusätzlichen Sitzplätze erster Klasse. Na ja, gibt aber nur wenige Chancen am Tag ;-)
Alle werben mit klimatisierten, neueren Fahrzeugen und Thüringen wird Spitzenreiter in der Ausnutzung von Altmaterial auf Landeskosten. Und weshalb lässt der kleine Bodo nicht gleich "ICE" draufkleben *hechelhechel*?

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