Frank Krätzschmar steht an einem Rednerpult und spricht.
Frank Krätzschmar Bildrechte: imago/Jacob Schröter

Nach 20 Jahren LEG-Chef Krätzschmar nimmt Abschied

Über 20 Jahre hat er den wirtschaftlichen Aufbau Thüringens mitgestaltet: Am Mittwoch verabschiedete sich der langjährige Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft, Frank Krätzschmar, in den Ruhestand.

Frank Krätzschmar steht an einem Rednerpult und spricht.
Frank Krätzschmar Bildrechte: imago/Jacob Schröter

Der langjährige Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG), Frank Krätzschmar, hat sich am Mittwoch in den Ruhestand verbschiedet. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sagte, Krätzschmar habe die Entwicklung Thüringens seit der wichtigen Aufbau- und Stabilisierungsphase Mitte der 90er Jahre entscheidend gestaltet und geprägt. Mit seiner Arbeit habe er dazu beigetragen, dass Thüringen sich zu einem der erfolgreichsten Bundesländer in Ostdeutschland entwickelt habe.

Seit 1. November 1997 Geschäftsführer

Als Geschäftsführer der LEG war Frank Krätzschmar seit dem 1. November 1997 vor allem für die Bereiche Finanzen, Stadt- und Regionalentwicklung, Immobilienmanagement, Fachkräftegewinnung und die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) zuständig. In seine Tätigkeit fallen unter anderem große Bauprojekte wie die Entwicklung des Wohngebiets Ringelberg und des Stadtteils Brühl in Erfurt, der Umbau des Erfurter Hofs, der Neubau für das Jobcenter in Eisenberg, die Fertigstellung des Plenargebäudes im Thüringer Landtag nach der Insolvenz des Holzmann-Konzerns oder der Bau eines Pflegeheims in Ronneburg.

Unter seiner Verantwortung begleitete die LEG die umfangreiche Stadtentwicklung in Schleusingen und wurde bei der Vorbereitung der Landesgartenschauen 2015 in Schmalkalden und Apolda 2017 aktiv. Weiterhin wurden kommunale Gebietskörperschaften im Rahmen des Regionalmanagements im Städtedreieck am Saalebogen, Kyffhäuserkreis, Ilm-Kreis und Altenburger Land betreut. Insgesamt wurden in Krätzschmars Zuständigkeit in Thüringen mehr als 1.000 Wohneinheiten errichtet und Bauland für mehr als 12.000 Wohneinheiten erschlossen.

Frank Krätzschmar hatte den zu Ende Oktober 2017 auslaufenden Vertrag aus familiären und Altersgründen nicht verlängert. Die Nachfolge Krätzschmars hat Sabine Hemberger, zuvor Vorstandsvorsitzende der Heimstätten-Genossenschaft Jena e.G., Anfang Dezember angetreten.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 20. Dezember 2017 | 18:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Dezember 2017, 17:10 Uhr

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2 Kommentare

21.12.2017 09:06 Nicht traurig sein... 2

... es kommt dann schon bald der nächste Klugsch...(reiber).
Wozu brauchen wir eigentlich diese Institution?

20.12.2017 23:56 Jena-1747 1

Dass Frank Krätzschmar nun gehen muss, ist eine Wohltat für die LEG und den Freistaat. Von Beginn seiner hochdotierten Position an, die er nur durch einen politischen 'Gewaltakt' von Herrn Dewes ergattern konnte, wirkte er für die meisten Beobachter innerhalb und außerhalb der Gesellschaft überfordert. Wer dies nicht glauben mag, sollte sich die Berichte des Thüringer Rechnungshofs seiner "Anfangsjahre" anschauen. Seine größte "Leistung" war es, sich so lange in dem Amt halten zu können.

Die Erfolge, die ihm in dem Bericht zugeschrieben werden, sind gar nicht seine Erfolge, sondern die seiner Vorgänger und seiner Mitarbeiter.

Nun sollten die "Machenschaften" und kapitalen Fehlleistungen von Frank Krätzschmar mit Ruhe und Bedacht aufgeklärt werden, so lange etwaige Ansprüche gegen ihn noch nicht verjährt sind.

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