Blick auf die Divi-Blasii-Kirche am Untermarkt und Museum am Lindenbühl Gesellschaft in Mühlhausen.
Mühlhausen bekommt vier neue Ortsteile mit 3.000 Einwohnern. Bildrechte: imago/Karina Hessland

Gebietsreform Viele neue Gemeinden in Thüringen

In Thüringen tritt am Mittwoch die nächste Stufe der Gebietsreform in Kraft. Rund 260 Gemeinden sind davon betroffen. Meist schließen sich kleinere Orte dabei größeren Gemeinden und Städten an.

Blick auf die Divi-Blasii-Kirche am Untermarkt und Museum am Lindenbühl Gesellschaft in Mühlhausen.
Mühlhausen bekommt vier neue Ortsteile mit 3.000 Einwohnern. Bildrechte: imago/Karina Hessland

Unstrut-Hainich I Eichsfeld

Im Norden Thüringens gibt es drei neue Landgemeinden. Sie heißen Unstrut-Hainich, Dingelstädt und Niederorschel. In allen drei Fällen wurden Verwaltungsgemeinschaften aufgelöst und in neue Gemeinden umgewandelt.

Für Gemeinderäte gelten bis zu den Neuwahlen Ende Mai Übergangslösungen. Die bisherigen Chefs der Verwaltungsgemeinschaften werden von so genannten staatlichen Beauftragten abgelöst. Der Dingelstädter Bürgermeister Andreas Fernkorn (CDU) zum Beispiel ist nur sechs Monate im Amt gewesen und nun bis zu einer Neuwahl im einstweiligen Ruhestand.

Wölfis I Ohrdruf

Mit der Fusion der Gemeinde Wölfis und der Stadt Ohrdruf werden am 1. Januar die bisherigen Ortsschilder ausgetauscht. Die bislang eigenständigen Nachbargemeinden Crawinkel, Wölfis und Gräfenhain werden zu Ortsteilen der Stadt Ohrdruf im Landkreis Gotha. Mit der Fusion müssen auch Straßen, die den gleichen Namen haben, umbenannt werden. So gibt es zum Beispiel die Wald- oder Bahnhofstraße bislang mehrmals.

Schmölln

Mit dem neuen Jahr wird das Stadtgebiet von Schmölln im Altenburger Land mehr als doppelt so groß wie bisher. Zu den bisher 13 Ortsteilen werden mit Altkirchen, Drogen, Lumpzig, Nöbdenitz und Wildenbörten fünf weitere Dörfer eingemeindet. Das Stadtgebiet wächst von 41 auf 95 Quadratkilometer.

Damit ist Schmölln ab sofort fast so groß wie Nobitz, die mit gut 100 Quadratkilometern flächenmäßig größte Gemeinde im Altenburger Land. Die Einwohnerzahl von Schmölln steigt um 2.700 auf knapp 14.000 Menschen. Für die Eingliederung der fünf Dörfer bekommt Schmölln nach Angaben von Bürgermeister Sven Schrade (SPD) zwei Millionen Euro Prämie vom Land.

Mühlhausen I Bad Langensalza

Durch die Gebietsreform haben Mühlhausen, Heiligenstadt, Leinefelde-Worbis und Bad Langensalza ab Jahresbeginn 2019 mehr Einwohner. Durch die Fusion mit der Nachbargemeinde "Weinbergen" bekommt Mühlhausen vier neue Ortsteile mit 3.000 Einwohnern.

Zu Bad Langensalza ist Klettstedt dazugekommen und damit der 13. Ortsteil. Die 220 Einwohner wurden bisher von der Verwaltungsgemeinschaft Bad Tennstedt betreut. Auch zu Heiligestadt kommen 250 Einwohner dazu. Dank der Fusion mit Bernterode hat die Stadt nunmehr sechs Ortsteile. Seit Mitternacht gehören auch die 600 Einwohner von Kallmerode zu Leinefelde-Worbis, das auf elf Ortsteile anwächst.

Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Halle von STS Systemtechnik in Schleiz von außen 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Beim Autozulieferer STS Systemtechnik Schleiz knallten am Donnerstag die Sektkorken. Das Unternehmen feierte nicht nur 15-Jähriges, sondern weihte auch gleich seine neue Produktionshalle ein.

Do 19.09.2019 15:30Uhr 00:43 min

https://www.mdr.de/thueringen/ost-thueringen/saale-orla/video-sts-systemtechnik-schleiz-100.html

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Zuletzt aktualisiert: 01. Januar 2019, 14:41 Uhr

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6 Kommentare

02.01.2019 14:38 Thüringer Bürger 6

Adieu Verwaltungsgemeinschaft und Willkommen Landgemeinde Stadt !!!
Na klar, je unübersichtlicher und je größer durch die Gemeindefusion die Landgemeindestädte werden desto schneller wird der Untergang in Thüringen von statten gehen. Die Fehlinvestitionen die von R2G in manchen Tourismusorten gesetzt werden und wurden werden dabei noch dramatischere Auswirkungen haben. Das gute an der Sache ist es, das hochverschuldete Kommunen mit dieser Gesetzgebung sofort von ihrer Schuldenlast befreit sind und die gesamte Landgemeinde der Stadt die Misere übernehmen muss.

01.01.2019 22:57 Karl Stülpner 5

Warum? Warum vergrößert man ohne Not Gemeinden und beraubt sie ihrer Identität? Ich vergleiche das mal mit der Prostata. Vergrößert die sich ungewöhnlich und unplanmäßig sagen die Ärzte, sie ist krank. Eine vergrößerte Prostata kann bei Betroffenen zu argen gesundheitlichen Problemen führen. Schmerzen, Wasser lassen, Krebs. Bei unnatürlich vergrößerten Gemeinden wird das wohl ähnlich sein?

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