Insektensterben in Thüringen Geld für Landwirtschaft soll anders verteilt werden

Die Landwirtschaft spiele beim Insektensterben als Verursacher eine zentrale Rolle. Davon ist Olaf Möller, Staatssekretär im Thüringer Umweltministerium, überzeugt. Er fordert deshalb eine Reform der Agrarsubventionen.

Biene sammelt Blütenpollen blühender Krokusse
Eine Biene sammelt Blütenpollen. Bildrechte: imago/Ralph Peters

Im Zusammenhang mit dem Insektensterben auf Thüringer Feldern und Wiesen fordert das Umweltministerium eine grundlegende Reform der Agrarsubventionen. Statt die Gelder nur nach Hektargröße zu verteilen, müsse an erster Stelle der Einsatz für den Natur- und Artenschutz gefördert werden, sagte Umweltstaatssekretär Olaf Möller MDR THÜRINGEN. Nur so könne das massive Sterben von Insekten gestoppt werden. Möller sprach sich zugleich für eine Übergangszeit aus, um die Bauern nicht zu überfordern.

Kritik kommt vom Thüringer Bauernverband. Die finanzielle Förderung nach Hektar-Größen sei die einzige verlässliche Einnahmequelle der Landwirte, so der Vorsitzende des Bauernverbandes, Klaus Wagner. Viele Betriebe gerade im Osten würden es nicht überleben, wenn die Gelder künftig anders verteilt werden. Artenschutz sei außerdem eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wagner sieht auch im Bau-Boom eine Ursache für das Insektensterben. Das Insektensterben und die Ursachen sind Montagabend auch Thema im MDR FERNSEHEN bei "Fakt Ist" aus Erfurt um 22:05 Uhr.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Fakt ist! | 25. März 2019 | 22:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. März 2019, 10:55 Uhr

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24 Kommentare

26.03.2019 09:05 Paul Thalmann 24

Dynamischer Agroforst ist eine Aufforstungs- und Anbaumethode, die in kurzer Zeit zur Wiederbewaldung und einem erhöhten Ertrag führt. Die Methode nutzt und verstärkt natürliche Prinzipien und kann überall auf fast jedem Boden angewandt werden.

[Externer Link entfernt, d. Red.]

Bitte über Dynamischen Agroforst informieren!!!!

25.03.2019 23:01 Martin 23

Wer der Nebelkerze Windkraftanlagen auf den Leim gegangen ist, sollte mal den Artikel "Stimmungsmache mit Insektentod" in der taz lesen. Nur ein kurzes Zitat zur Einordnung der Fakten: #Wer aus den DLR-Zahlen (zur Anzahl toter Insekten an Windrotoren) Schlüsse für die Bedrohung der Insektenwelt ziehe, verkenne einen wichtigen Aspekt, sagt Professor Johannes Steidle, Tierökologe an der Universität Hohenheim: „Entscheidend für die Größe von Insektenpopulationen ist weniger die Frage, ob irgendwo Tiere sterben, sondern ob sie den richtigen Lebensraum zur Vermehrung finden.“ Und genau an solchen Habitaten fehle es zunehmend. # Wenn 50% der Fläche landwirtschaftlich genutzt werden, kann man Wahrscheinlichkeitsannahmen treffen, welche Landnutzung einen erheblichen Beitrag leistet.

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