Verdienstausfälle in der Gastronomie Thüringer Gaststättengewerkschaft fordert höheres Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise

Ein Kellner serviert Speisen
Ein Kellner serviert Speisen (Symbolbild). Bildrechte: colourbox.com

Die Thüringer Gaststättengewerkschaft NGG fordert in der aktuellen Corona-Krise ein höheres Kurzarbeitergeld für Beschäftigte im Gastgewerbe. Wegen geschlossener Restaurants und leerer Hotels könnten die meisten Kellner, Köche und Hotelfachangestellte nicht arbeiten. Das Kurzarbeitergeld von derzeit 60 Prozent des ohnehin oft geringen Einkommens würde kaum zum Leben reichen, sagte Jens Löbel von der NGG-Region Thüringen.

Die Gewerkschaft ruft deshalb den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) dazu auf, per Tarifvertrag eine deutliche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes für die Branche auf den Weg zu bringen. Ziel müsse sein, die Einbußen für die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten. Thüringenweit arbeiten etwa 33.000 Menschen in 3.700 Betrieben in der Branche.

Freisitz mit Stühlen und Tischen.
Zahlreiche Gastronomiebetriebe im Freistaat geschlossen (Symbolbild). Bildrechte: imago/Panthermedia

Bundesagentur unterstützt Betriebe

Vergangene Woche hatten Bundestag und Bundesrat im Rekordtempo das neue Kurzarbeitergeld verabschiedet. Danach übernimmt die Bundesagentur rückwirkend ab März die Sozialversicherungsbeiträge für Betriebe, in denen mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Außerdem sagte die Bundesregierung betroffenen Firmen großzügige Kredite zu.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 17. März 2020 | 10:30 Uhr

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