Eine Frau hält sich ein Taschentuch an die Nase.
Hohes Fieber ist häufig ein Anzeichen für eine beginnende Grippe. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox.de

Atemwegserkrankungen Grippesaison beginnt in Thüringen

Die Zahl akuter Atemwegserkrankungen in Thüringen liegt laut Robert-Koch-Institut auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau. Die meisten Krankheitsfälle betreffen Kinder im Alter bis 14 Jahre.

Eine Frau hält sich ein Taschentuch an die Nase.
Hohes Fieber ist häufig ein Anzeichen für eine beginnende Grippe. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox.de

Die Grippesaison hat in Thüringen gemäßigt begonnen. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind die Zahlen akuter Atemwegserkrankungen nur geringfügig erhöht und bewegen sich auf einem jahreszeitlich üblichen Niveau.

Das RKI erfasst die Zahlen jährlich in der Wintersaison ab Anfang Oktober wöchentlich. In den ersten vier Wochen gab es demnach in Thüringen nur wenig mehr gemeldete Krankheitsfälle als im Vorjahreszeitraum, seit Ende Oktober liegen die Zahlen sogar wieder gleichauf. Die meisten Krankheitsfälle betreffen Kinder im Alter bis 14 Jahre. Ende Oktober waren sieben Kindergartenkinder in einer Einrichtung im Saale-Holzland-Kreis am Influenza-A-Virus erkrankt.

Im schlimmsten Fall wird Unterricht gestrichen

Grippebedingte Personalprobleme in Kindergärten oder Schulen sind laut Thüringer Bildungsministerium derzeit nicht bekannt. Das schließe aber nicht aus, dass es kleinere Engpässe bereits gibt, sagte ein Ministeriumssprecher. Ihm zufolge sorgen Schulen und Kindergärten zunächst einmal selbst für Ersatz, wenn Lehrer oder Betreuer erkranken. Das könne - in Schulen - auch eine fachfremde Vertretung sein, im schlimmsten Fall müsse der Unterricht gestrichen werden.

Fällt ein Lehrer langfristig aus, kann demnach das zuständige Schulamt einen Lehrer aus einer anderen Schule temporär zu Hilfe holen. Bei Kindergärten sei der jeweilige Träger verantwortlich, ausreichend Personal vor- und so den gesetzlichen Betreuungsschlüssel einzuhalten.

Jede zweite Schule nutzt Budget für Gesundheitsvorsorge

Für die staatlichen Schulen hält das Land seit Beginn des vergangenen Schuljahres ein Budget für Gesundheitsvorsorge bereit. So können die Einrichtungen bis zu 30 Euro pro Schüler pro Jahr dafür ausgeben - eine Schule mit 300 Schülerinnen und Schülern also 9.000 Euro. Bei der Wahl der Gesundheitsvorsorge haben die Schulen relativ freie Hand - Angebote für Lehrer können damit ebenso bezahlt werden wie für Kinder. Laut Sozialministerium steigt die Zahl der Schulen, die dieses Angebot nutzen, stetig. Zu Beginn des laufenden Schuljahres beantragten 56 Prozent der Schulen Geld aus dem Präventionsbudget.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. November 2019 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. November 2019, 13:40 Uhr

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