Grippe-Virus
Der Grippevirus hat Thüringen fest im Griff. Bildrechte: IMAGO

Gesundheit Grippewelle hält in Thüringen weiter an

Die Grippewelle hält in Thüringen unvermindert an. In der ersten Märzwoche sind landesweit fast 2.800 Neuerkrankungen registriert worden, in der Vorwoche waren es rund 2.000.

Grippe-Virus
Der Grippevirus hat Thüringen fest im Griff. Bildrechte: IMAGO

Die Grippewelle hält in Thüringen unvermindert an. In der ersten Märzwoche sind landesweit fast 2.800 Neuerkrankungen registriert worden, in der Vorwoche waren es rund 2.000. Das hat das Gesundheitsministerium am Dienstag bestätigt.

Mit insgesamt rund 7.500 Erkrankten landesweit wurde in dieser Influenza-Saison ein neuer Rekord erreicht. Im Vorjahreszeitraum waren rund 4.800 Erkrankungen registiert worden, in der Saison 2013/14 sogar nur 253. Damit überbietet Thüringen seinen Vorjahreshöchststand schon jetzt um 30 Prozent.

Influenza-Saison Eine Influenza-Saison unfasst den Zeitraum von der 40. Woche des Vorjahres bis zur 15. Woche des aktuellen Jahres, also von Anfang Oktober bis Mitte April. Sie umfasst damit einen Zeitraum von 28 Wochen.

Besonders Kinder sind betroffen

Kinder im Alter zwischen einem und neun Jahren sind 2017/18 am Häuftigsten vom Influenzavirus infiziert. Pro 100.000 Einwohner zählt das Gesundheitsministerium für die Altersgruppe Ein bis Vier Jahre mehr als 1.800 Fälle, für die Altersgruppe Fünf bis Neun Jahre knapp 1.500 Fälle.

Mehr als 500 Patienten mussten bisher wegen Influenza in Krankenhäusern behandelt werden. Die Kliniken arbeiten derzeit am Limit und müssen wegen des hohen Krankenstandes mit weniger medizinischem Personal auskommen. Einige Stationen - so etwa im Helios-Klinikum Erfurt, mussten bereits zusammengelegt werden. Stationsschließungen gab es bis Ende vergangener Woche aber nicht. Bei den Gesundheitsämtern im Freistaat wurden bislang fünf Todesfälle in Folge der Grippe gemeldet.

Bibliotheken und Kitas schließen

Deutliche Auswirkungen hat die Erkältungs- und Grippewelle auch auf andere Bereiche des öffentlichen Lebens. So sind bei der Arbeitsagentur Erfurt und ihren Außenstellen mehr als die Hälfte der Mitarbeiter nicht arbeitsfähig. In Erfurt und in Leinefelde-Worbis mussten Bibliotheken zeitweise schließen. Vielerorts gibt es Probleme bei der Betreuung von Kindergarten- und Grundschulkindern.

Ratgeber

Prävention Die acht besten Tipps gegen Grippe

Winterzeit - Grippezeit. Ganz Deutschland niest und hustet. Wussten Sie, dass man vorbeugen kann? Wir haben für Sie die acht besten Tricks zusammengesucht, damit Sie sich möglichst nicht anstecken.

Menschenmenge auf einem U-Bahn-Bahnhof
1. Halten Sie Abstand! Während Grippewellen sollten Sie versuchen, Menschenansammlungen zu meiden. Ist Ihnen das nicht möglich, halten Sie größtmöglichen Abstand zu Ihren Mitmenschen. Hustet oder niest man neben Ihnen, versuchen Sie durch die Nase zu atmen: Die inneren Härchen fangen zumindest einen Teil der Krankheitserreger ab. Bildrechte: Colourbox.de
Menschenmenge auf einem U-Bahn-Bahnhof
1. Halten Sie Abstand! Während Grippewellen sollten Sie versuchen, Menschenansammlungen zu meiden. Ist Ihnen das nicht möglich, halten Sie größtmöglichen Abstand zu Ihren Mitmenschen. Hustet oder niest man neben Ihnen, versuchen Sie durch die Nase zu atmen: Die inneren Härchen fangen zumindest einen Teil der Krankheitserreger ab. Bildrechte: Colourbox.de
Händewaschen mit Seife
2. Immer schön Hände waschen! Da hatte Mutti ausnahmsweise mal recht: Gründliches Händewaschen ist die wichtigste Grippeprophylaxe. Experten schätzen, dass neun von zehn Infektionen über die Hand weitergereicht werden. Dazu reicht schon das Berühren einer Türklinke, die vorher ein Grippepatient angefasst hatte. Bildrechte: Colourbox.de
Das Gesicht einer Frau unter der Dusche.
3. Regelmäßige Wechselduschen! Mit Wechselduschen oder einer klassischen kalten Dusche nach der eigentlichen warmen Dusche können Sie Ihr Immunsystem stärken. Fangen Sie dazu bei den Füßen an und arbeiten Sie sich langsam (und tapfer) nach oben. Bildrechte: Colourbox.de
Wasser wird aus einer Glaskanne in ein Glas gegossen
4. Viel trinken! Reichlich Wasser oder ungesüßter Tee hält die Schleimhäute feucht. Dadurch entsteht ein wirksames Schutzschild gegen Viren und Bakterien. Versuchen Sie einmal heißes Ingwerwasser: Die Knolle regt das Immunsystem an und sorgt für innere Wärme. Frisch gepresste Säfte liefern zudem wichtige Vitamine. Bildrechte: Colourbox.de
Tabletten
5. Vorbeugen mit Zink und Vitamin C! Zink und Vitamin C spielen eine große Rolle für das Immunsystem. Ergänzen Sie Ihre Ernährung in der kalten Jahreszeit deshalb ruhig mit ein paar Kapseln. Am besten geeignet sind dabei sogenannte Depot-Kapseln, die den Wirkstoff über den Tag verteilt frei setzen. Bildrechte: Colourbox.de
Salz auf einem Holzlöffel
6. Nase spülen! Um auf Dauer gesund zu bleiben, sollten Sie abends Ihre Nase von Viren befreien. Eine Nasenspülung tut genau das und befeuchtet gleichzeitig die Schleimhäute. Dazu müssen Sie sich nicht extra ein Gerät aus der Drogerie kaufen: Stellen Sie sich einfach aus einem Liter Wasser und einem Esslöffel Salz eine Salzlösung her, die Sie aus einem Glas oder einer Tasse aufschnüffeln. Bildrechte: Colourbox.de
Ein geöffnetes Fenster mit Blick auf eine Winterlandschaft und stahlblauen Himmel.
7. Lüften Sie regelmäßig! Heizungsluft trocknet Ihre Schleimhäute aus. Das wiederum macht sie anfälliger für Viren und Bakterien. Sorgen Sie deshalb regelmäßig für frische Luft und bewegen Sie sich so viel wie möglich draußen. Bildrechte: Colourbox.de
ein Mann schläft auf einem Kissen
8. Sorgen Sie für ausreichend Schlaf! Es ist längst erwiesen: Zu wenig Schlaf schadet dem Immunsystem und macht anfällig für alle Arten von Krankheitserregern. Einer Studie der Universität Pittsburgh zufolge erkältet sich, wer weniger als sieben Stunden pro Nacht schläft, dreimal so schnell wie jemand mit mehr als acht Stunden Schlaf. Bildrechte: Colourbox.de
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Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. März 2018 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. März 2018, 17:26 Uhr

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1 Kommentar

13.03.2018 10:45 Fragender Rentner 1

Ihr Kassenpatienten braucht auch keine 4-Fach-Impfung. :-(

Es wurde schon im Herbst davor gewarnt.

In Australien hat nur die 4-Fach-Impfung geholfen.

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Wer friert, erkältet sich? Das ist Quatsch! Denn obwohl es Erkältung heißt, kommt es dabei auf etwas ganz anderes an ...

Fr 24.11.2017 16:13Uhr 01:58 min

https://www.mdr.de/wissen/video-156076.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Wer friert, erkältet sich? Das ist Quatsch! Denn obwohl es Erkältung heißt, kommt es dabei auf etwas ganz anderes an ...

Fr 24.11.2017 16:13Uhr 01:58 min

https://www.mdr.de/wissen/video-156076.html

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