Himmelfahrt Feiertag verlief - wegen Corona - friedlicher als sonst

In Zeiten von Corona verlaufen auch Himmelfahrts- oder Männer- oder Vatertage anscheinend friedlicher. Die Polizei zog am Donnerstagabend eine Bilanz: Der Feiertag verlief im Vergleich zu Vorjahren eher verhalten.

Zwei Männer machen mit ihren aus Holz gebauten Laufrädern einen Vatertagsausflug
Männer-Ausflüge sind kein Problem, wenn der Abstand stimmt. Bildrechte: dpa

Die Corona-Krise hat auch dem Himmelfahrtstag in Thüringen ihren Stempel aufgedrückt. Nach Polizeiangaben verlief der Feiertag eher ruhig und verhalten. Im Vergleich zu 2019 registrierte die Polizei nur etwa halb so viele Körperverletzungen. Landesweit gingen rund ein Drittel weniger Notrufe ein als im vergangenen Jahr. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle hielt sich in Grenzen, heißt es aus der Landeseinsatzzentrale. Wegen der Pandemie durften höchstens Teilnehmer aus zwei Haushalten an einer Männertagstour teilnehmen. Bei Treffen musste der Mindestabstand eingehalten werden.

Die Polizei hatte schon im Vorfeld des Feiertages mehr Kontrollen angekündigt. Neben den üblichen Einsätzen wegen alkoholbedingten Rangeleien oder Unfällen überprüfte sie auch die Einhaltung der Auflagen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Auch die meisten Landkreise und kreisfreien Städte hatten verschärfte Kontrollen durch ihre Ordnungsämter angekündigt.

Bollerwagen waren erlaubt

Wegen der Corona-Pandemie war ein Ausflug im großen Freundeskreis in diesem Jahr nicht erlaubt. Ein Alkohol- oder Bollerwagenverbot gab es in Thüringen aber nicht. Jedoch durften sich jeweils maximal zwei Haushalte unter Einhaltung des Mindestabstands treffen. Viele Landkreise hatten bei ihren Kontrollen beliebte Ausflugsziele wie Waldgasthäuser im Blick. Auch Wanderer mussten sich an die Infektionsbestimmungen halten.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 21. Mai 2020 | 19:00 Uhr

6 Kommentare

lobo56 vor 2 Wochen

Sollten sich zur nächsten Wahl stellen, vielleicht bekommen sie dann die Mehrheit und können alles besser machen.....
SED gibt's übrigens nicht mehr .

Grosser Klaus vor 2 Wochen

Ich habe gerade in der Taz ein sehr gutes Interview gelesen:: „Nicht verharm­losen. Relativieren“

Und noch ein Artikel vom selben Autor:
Verschwörungstheorien in der Coronakrise: Aluhut ab!

Rico Marbach vor 2 Wochen

Zu Beginn der Corona Welle (in China entstanden) hatte Thüringen, bezogen auf die Bevölkerung, gemeinsam mit Mecklenburg Vorpommern, die geringste Zahl der Infizierten; Dies ist nun, nicht nur wegen Greiz, längst nicht mehr der Fall. Ich erwarte Sachverhaltsaufklärung und Stellungnahme durch die rot-rot-grünen Minderheitsregierung. Vielleicht wäre es hilfreicher, man würde sich nicht so sehr damit beschäftigen was Herr Kemmerich gerade tut, sondern (wenn man schon ohne Mehrheit im Amt ist) den übertragenen Aufgaben nachkommen. Wichtig wären, u.a., qualifizierte Mitarbeiter (nicht nur SED oder SPD Genossen) einzustellen - dann würde es sicher auch sinnvolle Maßnahmen geben. Ich bin für weitestgehende Öffnung und für gleichzeitige Kontrolle, dort wo nötig.

Mehr aus Thüringen