Streit um AfD-Flügel Höcke bezeichnet Meuthen-Vorstoß zu AfD-Teilung als töricht

Die Sprecher der Thüringer AfD, Björn Höcke und Stefan Möller, haben den Vorschlag des AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen zurückgewiesen, den "Flügel" von der Gesamtpartei abzuspalten. Flügel-Mitbegründer Höcke nannte die Idee töricht.

Die Spitzen der Thüringer AfD, Björn Höcke und Stefan Möller, haben den Vorschlag von AfD-Bundeschef Jörg Meuthen abgelehnt, die Parteiströmung "Flügel" von der Gesamtpartei abzuspalten. Höcke nannte den Vorschlag auf Facebook "verantwortungslos und töricht".

Meuthen wünscht Entscheidung in nächsten Monaten

Meuthen hatte zuvor in einem Interview von einer einvernehmlichen Trennung in ein, wie er sagte, "freiheitlich-konservatives Lager" und eine "sozialpatriotische Strömung" gesprochen. Dabei hatte Meuthen die sozialpolitische Ausrichtung des "Flügels" als "staatspaternalistisch“ kritisiert.

Der AfD-Vorsitzende selbst tritt in der Sozialpolitik für ordoliberale Positionen ein. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Meuthen, er wünsche eine Entscheidung über eine mögliche Teilung der Partei in den nächsten neun Monaten.

Meuthen: Flügel kostet Wählerstimmen

Meuthen hatte zudem kritisiert, dass der "Flügel" und dessen maßgebliche Exponenten die AfD massiv Wählerstimmen im bürgerlichen Lager kosteten. Dazu äußerte sich die AfD Thüringen auf Anfrage nicht. Vor einigen Wochen hatte der AfD-Bundesvorstand bereits die Selbstauflösung des "Flügels" gefordert. Daraufhin kündigten die Sprecher des "Flügels" - Höcke sowie der Brandenburger AfD-Chef Andreas Kalbitz - die Auflösung des Parteiströmung an. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte den "Flügel" um Björn Höcke als rechtsextremistisch eingestuft.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 02. April 2020 | 18:00 Uhr

38 Kommentare

Hans Frieder leistner vor 47 Wochen

Nur zur Erinnerung.
Drucksache 17/12051 des Bundestages vom 03,01,2013.
Unkontrollierte Einreiseflut und Willkommmensgrüße von Weltenbummlern.
Verharmlosung der bevorstehenden Pandemie im Februar dieses Jahres. Da brannte in China schon der Baum.
Drei Beispiele sollten eigentlich reichen.

DER Beobachter vor 47 Wochen

Ihr ewiges Wiederholen der Behauptung, die AfD stünde für alte Werte aus der CDU und SPD, macht diese nicht wahrer. Schon gar nicht, wenn Sie diese mit dem gängigen Flügel-Geschwätz (u.a. Jens Maier) zu Corona und Ramadan vermischen. Und die gegenwärtige Misere der AfD ist nun mal eine ausschließlich selbstverursachte, wenn diese es nicht schafft, sich von ihrem demokratiefeindlichen Flügel zu trennen.

Der Matthias vor 47 Wochen

@ aus Elbflorenz

"Haben Sie sich z. B. mal die Frage gestellt, wie Corona-Virus mit Kontaktverboten und Ramadan zusammenpassen? "

Nein, habe ich nicht, weil das eine mit dem anderen nichts zu tun hat! Wenn ich nur mal das Beispiel NRW (Heinsberg) nehme, dann soll es vor allem eine Karnevalsveranstaltung in Gangelt gewesen sein, die die Verbreitung des Virus begünstigt haben soll (hausgemachtes Problem!), in Österreich (Ischgl) sollen es Après-Ski-Partys gewesen sein. Also, verschonen Sie uns bitte mit Ihren plumpen Vorurteilen!

"die AfD hat ihren Ursprung gerade an dem Festhalten der früher in CDU und SPD existenten globalismuskritischen Positionen."

Ja, nee ist klar . . . träumen Sie ruhig weiter! Mit der Realität hat das allerdings recht wenig zu tun (siehe auch Ihre krude Corona-Argumentation!). Zum Glück sehen immer mehr Leute recht klar, wo diese Partei in Wirklichkeit zu verorten ist, selbst in der AFD selbst erkennen das immer mehr!

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