Corona-Krise Thüringer Unternehmen rechnen nicht mit schneller Erholung

Nur wenige Betriebe in Nord- und Mittelthüringen wollen derzeit neues Personal einstellen. Das teilte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt mit.

Ein Kfz-Mechaniker arbeitet an einem Motor
Viele Unternehmen spüren die Folgen der Corona-Pandemie seit Wochen. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Science Photo Library

Die Thüringer Unternehmen gehen nicht von einer schnellen Erholung nach der Corona-Krise aus.

Mit Blick auf die gestiegene Arbeitslosigkeit teilte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt mit, durch Kurzarbeit seien die drastischen Auswirkungen der Pandemie etwas abgefedert worden. Nur wenige Betriebe wollten zurzeit neues Personal einstellen. Das habe eine Umfrage bei rund 400 Betrieben in Nord- und Mittelthüringen ergeben.

Der Verband der Wirtschaft Thüringens (VWT) sieht den Thüringer Arbeitsmarkt ebenfalls stark durch die Corona-Krise geprägt. Gleichzeitig gebe es erste positive Anzeichen. Entscheidend sei, dass die Wirtschaft mit dem geplanten Konjunkturpaket wieder angekurbelt werde.

Ministerin Werner: Nicht an Ausbildung sparen

Die Thüringer Arbeitsministerin Heike Werner (Die Linke) rief die Unternehmen dazu auf, nicht an der Berufsausbildung zu sparen. Dadurch würden Fachleute für die Unternehmen gesichert. Außerdem gehöre es zu den wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben, jungen Menschen eine Perspektive zu geben.

In Thüringen lag die Arbeitslosen-Quote im Mai bei 6,3 Prozent. Das waren 0,3 Prozentpunkte mehr als im April und 1,1 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Ausbildungsstellen ging um 14 Prozent zurück.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 03. Juni 2020 | 19:00 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus Thüringen

Biwak-Moderator Thorsten Kutschke und Stefan Ebert unterwegs im Nuratau-Gebirge. Das Foto ist für alle fünf Teile nutzbar. 1 min
Biwak-Moderator Thorsten Kutschke und Stefan Ebert unterwegs im Nuratau-Gebirge. Das Foto ist für alle fünf Teile nutzbar. Bildrechte: MDR/Holger Lieberenz