Pandemie Corona-Schutzimpfung für Lehrer und Erzieher startet am Sonntag

Pädagogen in Kindergärten und Grundschulen werden bei der Impf-Reihenfolge vorgezogen. Darauf hat sich die Gesundheitsministerkonferenz der Länder am Montag verständigt. Wie Gesundheitsministerin Heike Werner MDR THÜRINGEN sagte, können die ersten Lehrerinnen und Lehrer am kommenden Sonntag geimpft werden.

Für alle anderen Menschen in der Priorisierungsgruppe zwei vergibt das Gesundheitsministerium ab Dienstag 8 Uhr Termine. Sie müssen aber jünger sein als 65 Jahre, weil der Astra-Zeneca-Impfstoff für Ältere als ungeeignet gilt.

Anmeldung für Impftermine möglich

Zunächst kann sich unter anderem medizinisches Personal mit hohem Ansteckungsrisiko - etwa Haus-, Kinder- und Zahnärzte und Personal der Gesundheitsämter mit direktem Kontakt zu Corona-Infizierten - für Impftermine anmelden. Auch in Heimen oder Wohngruppen lebende Menschen mit Demenz und Downsyndrom sowie dort tätiges Personal kommen an die Reihe. Ebenso können sich Menschen, die Pflegebedürftige im Alltag betreuen, um einen Termin bemühen.

Änderungen für Lehrerinnen und Erzieherinnen vereinbart

Lehrerinnen und Lehrer fallen jetzt auch unter die zweite Stufe. Der Bund wird dafür seine Impfverordnung anpassen. Die Änderungen werden bis Mittwoch eingearbeitet. Damit können bereits an diesem und am nächsten Sonntag die ersten 10.000 Grundschullehrer, Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen geimpft werden. Das Thüringer Gesundheitsministerium hält die Termine dafür frei.

Forderungen wurden durch Schulöffnung immer lauter

In Thüringen umfasst der Personenkreis, der davon profitieren könnte, laut Gesundheitsministerin Heike Werner etwa 28.000 Menschen. Grundschulpädagogen und Erzieherinnen können sich dafür ab diesem Donnerstag über das Internetportal anmelden. Angesichts der Öffnung der Grundschulen und Kindergärten im eingeschränkten Betrieb war die Forderung nach einem Corona-Impfschutz für deren Personal zuletzt immer lauter geworden.

Das nächste Ziel ist es, dass bis Ostern insgesamt 213.000 Menschen in Thüringen und damit zehn Prozent der Bevölkerung geimpft sind.

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. Februar 2021 | 18:00 Uhr

83 Kommentare

martin Gestern

@adler: Wenn man mir den Astra-Impfstoff anbieten würde, ich würde ihn sofort annehmen. Selbst wenn er möglicherweise nicht ganz so gut sein sollte wie die mRNA-Impfstoffe - viel besser als nicht geimpft zu sein ist es auf jeden Fall. Auch die normalen Grippeschutzimpfungen erzielen (welch Wunder, ist es doch der vergleichbare Wirkmechanismus) eine ähnliche Schutzwirkung, ohne dass die Sau "unwirksam" durch das Dorf getrieben wird.

Übrigens: Wenn sich die Kritiker der Qualität des Astra-Impfstoffs (die Nichteinhaltung vertraglicher Lieferzusagen ist ein anderes Thema) mal die ursprünglichen Studien mal genauer anschauen oder sich darüber berichten lassen würden, würde sich so manche Sorge in substanzarme, aber auflagensteigernde Schlagzeile auflösen.

helmut57 Gestern

Dann müssen die Testkapazitäten endlich hochgefahren werden. Die Selbsttestung muß so schnell wie möglich kommen. Der Spucktest ist doch eine gute Alternative. Der wird auch von vielen Virologen und Infektologen favorisiert. Die Politik hört doch sonst auch auf diese.
Aber nein, diese Alternative wird wieder einmal von der Politik abgebremst.
Der Sommer kommt bestimmt!!!
Ich höre jetzt schon das Geschrei, wenn wir Urlaub auf Balkonien oder wer hzim Garten verbringen müssen. Viel Spaß!

helmut57 Gestern

Ohne das mit dem behandelnden Hausarzt abzusprechen, wird wohl kaum geimpft. Eine Risikoabwägung ist hier geboten. Schwerkranke werden meist zu Hause von Angehörigen gepflegt. Diese benötigen möglicherweise eine vorgezogene Immunisierung. Hoffen wir, daß die Politik da irgendwann erkennt.

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