Corona-Pandemie Rettungsdienste warten weiter auf Kostenübernahme bei Corona-Schnelltests

Mitarbeiter der Thüringer Rettungsdienste können weiterhin nicht vorbeugend auf das Coronavirus getestet werden. Dirk Bley, Sprecher des DRK-Landesverbandes, sagte, bislang sei für die rund 1.200 Mitarbeiter nichts geregelt. Das Risiko bestehe weiter, dass Notfall- und Rettungssanitäter trotz Infektion weiter arbeiteten und andere ansteckten. Das habe dann zur Folge, dass der Rettungsdienst nicht mehr voll funktionsfähig ist.

Ein Mitarbeiter vom Rettungsdienst steht vor einem Rettungshubschrauber des ADAC.
Die Rettungsdienste warten immer noch auf eine Lösung des Problems. Bildrechte: dpa

Laut Bley deckt das DRK rund 60 Prozent der Einsätze im Freistaat ab. Noch hofft das DRK darauf, dass die Thüringer Landesregierung eine Lösung für das Problem findet. Bislang habe der Verband lediglich eine Privatspende von 200 Euro erhalten, so Bley.

Gesundheitsministerium weiß nichts Neues

Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte, es sei unklar, wann eine neue Regelung greife. Sie verwies auf das Bundesgesundheitsministerium. Das habe angekündigt, die Testverordnung zu überarbeiten. Man wolle sich aber nachdrücklich dafür einsetzen, dass insbesondere auch Rettungssanitäter und Hebammen bei der Kostenübernahme für Schnelltests berücksichtigt werden, so die Sprecherin.

Krankenkassen lehnen Kostenübernahme laut DRK ab

Noch vor zwei Wochen hatte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) angekündigt, Mittel bereitzustellen, wenn die Verordnung nicht nachgebessert werde. Sie verwies dabei auf das Corona-Sondervermögen des Landes. Die Krankenkassen lehnen nach Auskunft des DRK derzeit eine Kostenübernahme ab und verweisen auf die fehlende gesetzliche Grundlage. Das DRK hofft auf eine Strategie ähnlich der in Pflegeheimen. Das bedeute bis zu 20 Tests pro Person pro Monat, so Bley.

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. November 2020 | 15:00 Uhr

5 Kommentare

Lothar Thomas vor 1 Wochen

Das kann doch nicht wahr sein.

Mit großspurigen Worten wird jeden Tag verkündet, dass alles in bester Ordnung ist und wenn man dann etwas genauer hinschaut, klemmt es an allen Ecken und Kanten.

Da werden Abermillionen für die sinnlosesten Projekte bereitgestellt und bei den einfachsten Bedürfnissen versagt das System.

Das ist doch nicht mehr nur Fahrlässig, dass grenzt ja schon langsam ans Kriminelle.

Die Personen, die mit als Erstes getestet werden müssten, sind extrem der Gefahr ausgesetzt, das Virus zu verbreiten, oder sich selbst zu infizieren.

Wenn es um Politiker gehen würde, dann wäre die ganze Sache schon längst erledigt.

Allen Sanitätern kann man nur immer wieder aufs Neue danken, dass sie ihren schweren Dienst trotzdem verrichten.

Wie groß wäre der Aufschrei, wenn das komplette medizinische Personal an einem Morgen geschlossen zum Dienst kommen und behaupten würde, wir haben Corona und können deshalb niemandem helfen

Dann wäre es sofort innerhalb von Stunden erledigt

Matthi vor 1 Wochen

Eigentlich sollte es über die Bezahlung keine Diskussion geben. Wie teuer wird es wenn der Rettungsdienst ausfällt oder der Rettungsdienst das Virus in die Klinik einschleppt.

pepe79 vor 1 Wochen

Ja immer die selbe Leier, es wird auf die übergeordnete Eben verwiesen. Wenn de rbnund nicht aus dem Knick kommt muss das Land die Kosten erstmal übernehmen. Rettungsdienst gehen in Kliniken und Pflegeheimen ein und aus. Diese ungleichgewicht in den vwerschiedenen Maßnahmen muss endlich mal abgeschaft werden und die Maßnahmen dahin wo sie für die vulnerabelste Gruppe am, wichtigsten ist!

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