Ein Mann gibt einem Anderen 50-Euro-Scheine
In Thüringen sind in den vergangenen Jahren vermehrt ältere Menschen Opfer von Betrügern geworden. Bildrechte: imago/imagebroker

Kriminalitätsstatistik für 2018 Immer mehr ältere Thüringer Opfer von Straftaten

Das Telefon klingelt und ein vermeintlicher Polizist oder Enkel meldet sich: Mit dieser Masche versuchen Verbrecher immer häufiger, ältere Menschen zu übertölpeln. Sie wurden laut Kriminalitätsstatistik 2018 häufiger Opfer von Straftaten in Thüringen.

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In Thüringen sind in den vergangenen Jahren vermehrt ältere Menschen Opfer von Betrügern geworden. Bildrechte: imago/imagebroker

Immer mehr ältere Menschen sind in Thüringen in den vergangenen Jahren Opfer von Straftaten geworden. 2018 gab es rund 2.200 Angriffe gegen Senioren, wie das Innenministerium am Donnerstag in Erfurt bekanntgab. Das waren rund 200 Fälle mehr als im Vorjahr - und rund 400 mehr als noch 2014.

Weniger Wohnungseinbrüche in Thüringen registriert

So gab es beispielsweise im Raum Erfurt vermehrt Fälle von falschen Polizisten, die durch betrügerische Telefonanrufe Geld oder Wertgegenstände erbeuteten oder es zumindest versuchten, wie Innenminister Georg Maier (SPD) am Donnerstag sagte. Die Gesamtzahl der Straftaten lag in Thüringen mit knapp 143.200 Fällen in etwa auf dem Vorjahresniveau. Die Polizei konnte im Jahr 2018 überdies 66,1 Prozent der Verbrechen aufklären. Das ist laut Ministerium die beste Quote seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1995.

Auffällig: Im Vergleich zum Vorjahr rückte die Polizei zu weniger Wohnungseinbrüchen aus. Die Zahl sank um knapp zwölf Prozent auf rund 1.240 Fälle, wie das Ministerium mitteilte. Bei den Gewalttaten, Brandstiftungen und bei der Rauschgiftkriminalität gab es dagegen einen Anstieg. Bei den Gewaltverbrechen - wie Raub oder Körperverletzung - betrug das Plus rund 2,8 Prozent. Den größten Anteil an den insgesamt 4.500 Fällen von Gewaltkriminalität machten gefährliche und schwere Körperverletzung aus. Die Polizei nahm im vergangenen Jahr überdies vierzehn Morde auf.

Weniger erfreulich sei auch, dass es 2018 mit einem Plus von 10,5 Prozent deutlich mehr ausländische Tatverdächtigen gab als im Vorjahr. "Diese Zahl macht deutlich, dass wir unsere Integrationsbemühungen weiter verstärken müssen, weil diese ein wichtiger Teil der Kriminalitätsprävention in unserem Land sind", sagte Maier. Von etwa 58.000 Verdächtigen hatten der Statistik zufolge rund 10.000 keine deutsche Staatsbürgerschaft.

Rauschgift-Kriminalität in Thüringen Die Zahl der Drogendelikte steigt in Thüringen seit Jahren kontinuierlich. Die Polizei verzeichnete im Jahr 2018 knapp 13.200 Fälle. Damit setze sich der seit 2010 steigende Trend fort. Alleine im Vergleich zum Vorjahr gab es ein Plus von 7,7 Prozent.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 14. März 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2019, 20:43 Uhr

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8 Kommentare

16.03.2019 11:06 martin 8

@5 theodor: Sollte ich jetzt schreiben "Wenn Sie des Lesens von Uhrzeiten mächtig wären, hätten Sie erkennen können, dass sich mein Beitrag nicht auf Ihren vom 14.3. 19:05 bezieht, indem Sie Tatverdächtige mit Kriminellen gleichgesetzt haben"? Ist mir eigentlich zu blöd.

Da Sie Tatverdächtige in Ihrem Beitrag vom 15.3. um 12:16 in Anführungsstriche gesetzt haben, haben Sie in meinen Augen bestätigt, dass die Falschbehauptung in Ihrem Beitrag #3 kein Versehen sondern Absicht war. Vielen Dank also für die Klarstellung.

Ihre Angst kann und will ich Ihnen übrigens gar nicht absprechen. Und ich behaupte auch nicht, dass alle Geflüchteten die waren Engel sind oder dass man jegliches Verhalten aufgrund der erlittenen Traumata gutheißen muss. Aber deshalb besteht keinerlei Grund die Flüchtlinge für alle Probleme, die wir in D haben, verantwortlich zu machen.

15.03.2019 15:48 Theodor Dienert 7

@ martin, wenn Sie des aufmerksamen Lesens mächtig wären hätten Sie gesehen, dass ich um 12.16 Uhr geschrieben habe „über zehn Prozent Tatverdächtige“ unter den registrierten Ausländern (laut Kriminalitätsstatistik, ohne Hetze) Und das macht wirklich Angst. Vor Allem uns älteren Bürgern.

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