MDR Moderatorin Sina Reeder überreicht eine Urkunde an Sigrun Monrad-Krohn.
Sigrun Monrad-Krohn wurde in Heubach als Thüringerin des Monats ausgezeichnet. Bildrechte: MDR/David Dienemann

Ehrenamt Sigrun Monrad-Krohn aus Erfurt ist Thüringerin des Monats Januar

Sigrun Monrad-Krohn leitet seit Jahren ehrenamtlich den Skisport-Nachwuchs aus der Thüringer Landeshauptstadt an. Zudem ist sie als Sportwart im Vorstand des Thüringer Skiverbandes aktiv. Dafür wurde sie jetzt als Thüringerin des Monats ausgezeichnet.

MDR Moderatorin Sina Reeder überreicht eine Urkunde an Sigrun Monrad-Krohn.
Sigrun Monrad-Krohn wurde in Heubach als Thüringerin des Monats ausgezeichnet. Bildrechte: MDR/David Dienemann

Schon seit vielen Jahren kümmert sich Sigrun Monrad-Krohn ehrenamtlich um den alpinen Ski-Nachwuchs in Thüringen. Die 51-jährige Englisch-Lehrerin ist Trainerin im Skisportverein Erfurt 02 – dem mit 650 Mitgliedern zahlenmäßig größten für diese Sportart in Thüringen. Zudem ist sie auch im Vorstand des Thüringer Skiverbandes engagiert, als Sportwartin für den Bereich Alpin.

Wahrscheinlich lag es mir besser als Langlauf. Und dann schon auch dieser Geschwindigkeitsrausch und dieses Gefühl, wenn man durch den Pulverschnee schwingt, das wird wohl der Ausschlag gewesen sein.

Sigrun Monrad-Krohn - auf die Frage, warum sie sich als Thüringerin nicht für die Loipe, sondern für Slalom-Tore und Abfahrtshänge entschieden hat.
Porträt Sigrun Monrad-Krohn
Sigrun Monrad-Krohn engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Nachwuchsförderung Bildrechte: MDR/David Dienemann

Ihre wintersportbegeisterten Eltern hatten die kleine Sigrun bereits im Alter von zwei Jahren auf Ski gestellt. "Ob man das schon Ski fahren nennen kann, weiß ich nicht", erzählt sie lachend. Mit sechs Jahren ist sie dann ihre ersten Skirennen gefahren und war mehrfache DDR-Meisterin, zum Schluss im Spezialslalom bei den Frauen. Klar war für Sigrun Monrad-Krohn: Ihr Wissen, ihr Können und ihre Begeisterung für den Skisport möchte sie gern weitergeben. Schon kurz nach der Wende hatte sie sich als Landesausbilderin qualifiziert. Und seit dieser Zeit ist sie auch als Übungsleiterin im Skisportverein Erfurt 02 aktiv. In erster Linie sollen die Mädchen und Jungen Spaß am Ski fahren haben, die Besten von ihnen werden aber auch so gefördert, dass sie sich im Bundesvergleich mit anderen Talenten durchaus messen können. Die Kinder sind von ihrer Trainerin begeistert und ganz stolz, dass sie ihnen viele Tricks für perfekte Schwünge und schnelle Abfahrten beibringt.

Auch ihre eigenen Kinder sind schon erfolgreiche Skiläufer - es sind wohl die Gene, die in der Familie weitergegeben werden. Einerseits von ihrer Mutter Gisela Völksch, die ebenfalls viele Jahre im Vorstand des Thüringer Skiverbandes aktiv war und noch heute - im Alter von 80 Jahren - Wettkämpfe wie den Landesausscheid "Jugend trainiert für Olympia" organisiert. Sigrun Monrad-Krohns Mann ist Norweger. "Der fährt naturgemäß Ski", sagt sie.

Er hat zwar am Rennsport nicht so ein großes Interesse, aber er unterstützt uns sehr und arbeitet als Übungsleiter im Verein mit.

Thüringerin des Monats Januar Sigrun Monrad-Krohn

"Das alles ist nur im Team zu schaffen"

Kinder in Wintersportkleidung stehen um ein kleines Podest.
Ohne Unterstützung der Eltern könnte der Verein nicht arbeiten. Bildrechte: MDR/David Dienemann

Die Unterstützung ist ein ganz wichtiger Punkt, auf den Sigrun Monrad-Krohn bei ihrer umfangreichen ehrenamtlichen Tätigkeit für den Sport bauen kann. "Das alles ist nur im Team zu schaffen", antwortet sie, als sie am Skihang in Heubach ihre Urkunde als "Thüringerin des Monats" in den Händen hält.

Das gilt zunächst für die anderen Übungsleiter und Aktiven im Erfurter Verein genauso wie im Thüringer Skiverband. Und sie verbindet damit den Dank an das Erfurter Sportgymnasium, ihren Arbeitgeber, der sie - wenn es mal dringend erforderlich ist - auch für ihr Ehrenamt freistellt.

Kinder in Wintersportkleidung.
Die Kinder sind von ihrer Trainerin begeistert. Bildrechte: MDR/David Dienemann

Und Sigrun Monrad-Krohn freut sich darüber, dass die Eltern der kleinen Sportlerinnen und Sportler im Verein den Übungsleitern beim Training und zu Wettkämpfen mit ihrer Unterstützung den Rücken frei halten. Denn selbst im Sommer wird drei bis vier Mal pro Woche trainiert. Dazu gehören Hallensport und Fahrradfahren genauso wie Inline-Training. Die Eltern bringen und holen die Kinder, sind aber auch eine zuverlässige Hilfe am Hang, sagt Sigrun Monrad-Krohn. "Sie bauen Kurse mit auf, bohren Löcher in den Schnee und setzen Stangen ein." Und sie sind natürlich die wichtigsten Betreuer für ihre Kinder.

Als Dank dafür gibt es auch Ski-Kurse für die Eltern. "Da sind die Frauen dann meist besser in der Technik als die Männer", sagt unsere Thüringerin des Monats schmunzelnd, "denn die wollen meist nur schnell fahren."

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 25. Januar 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Januar 2019, 12:00 Uhr

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