Jugendblasorchester mit Leiter Peter Fruntke
Die Jagdhornbläsergruppe Anrode Bildrechte: MDR THÜRINGEN

Ehrenamt Peter Fruntke aus Bickenriede ist Thüringer des Monats November

Peter Fruntke aus Bickenriede im Unstrut-Hainich-Kreis ist unser Thüringer des Monats November. Und das aus gutem Grund: Genau seit 30 Jahren leitet er die Jagdhornbläsergruppe Anrode.

Jugendblasorchester mit Leiter Peter Fruntke
Die Jagdhornbläsergruppe Anrode Bildrechte: MDR THÜRINGEN

Musik ist die große Leidenschaft des 58-Jährigen, der aus einer sehr musikalischen Familie stammt und das Jagdhornspiel schon mit zehn Jahren erlernt hatte. Deshalb sorgt er sich vor allem darum, dass schon die Jüngsten Spaß am Jagdhornspiel finden und dann dabei bleiben. Sieben Kinder und sechs Jugendliche – Mädchen wie auch Jungen - spielen derzeit in der Gruppe mit und kommen zu den wöchentlichen Proben. Ganz nach dem Motto "Musik verbindet", denn die ältesten Mitglieder der Jagdhornbläsergruppe Anrode sind schon über 80 Jahre alt.

Die Mutter eines zehnjährigen Jungen hat Peter Fruntke als "Thüringer des Monats" vorgeschlagen. Der Sohn von Susanne Peter spielt seit drei Jahren Jagdhorn. "Die Kinder sind begeistert", schwärmt sie. "Mein Sohn hat früher Gitarre gespielt. Da musste ich immer sagen: ‚geh zum Üben‘. Jetzt fragt er: ‚Wann kann ich endlich los?‘, schnappt sein Jagdhorn und ist verschwunden." Gern erinnert sie sich auch an einen Ausflug nach Weimar, bei dem die Kinder in Seniorenheimen aufgetreten sind. Dort hätten sie auch viel lernen können, zum Beispiel, dass nicht überall die verschiedenen Generationen noch zusammen leben, wie das oft auf dem Land der Fall ist.

Jung und Alt

Porträt eines Manns
Thüringer des Monats November: Peter Fruntke aus Bickenriede Bildrechte: MDR THÜRINGEN

Genau das Miteinander der Generationen schätzt Peter Fruntke an seiner Bläsergruppe. Die Kinder erwachsener Mitglieder sagen: "das möchte ich auch gern lernen" – und sie sollen es später an ihre Kinder weitergeben. Dieser optimistische Blick in die Zukunft gibt ihm auch die Motivation weiterzumachen. Und natürlich ein begeistertes Publikum jedes Jahr zu den von ihm organisierten Hubertusmessen in mehreren Kirchen der Umgebung. Dort können die insgesamt 56 Jagdhornbläser beweisen, wie gut sie ihr Repertoire und auch immer wieder neue Stücke einstudiert haben.

Die schönsten Erinnerungen an seine bisherige Jagdhornbläser-Zeit verbindet Peter Fruntke mit einer fünftägige Reise mit zwei Bussen nach Italien im Jahr 2015 – neben den Jagdhornbläsern war auch ihr offizieller Fanclub dabei. Höhepunkte waren das Gedenken zum 70. Jahrestag des Endes des 2. Weltkriegs auf dem Friedhof von Montecassino und eine Jagdhornmesse im Petersdom in Rom.

Ausgleich zum Büro

Ansonsten schätzt der ehrenamtlich engagierte Kataster-Beamte beim Jagdhornblasen die Nähe zur Natur und zum jagdlichen Brauchtum. Das ist für ihn der Ausgleich zur Bürotätigkeit. Und: Auf der Arbeit "da geht es ja um Grenzen, um Grundstücksgrenzen. Das Schöne ist: in der Musik da werden gerade die Grenzen überwunden."

Seine Familie ist mit bei Auftritten der Jagdhornbläser dabei und hält ihm den Rücken frei für die Zeit, die Proben und Konzerte beanspruchen.

Welchen Wert das Engagement von Peter Fruntke für die aus fünf Ortsteilen bestehende Gemeinde Anrode hat, das kann Bürgermeister Jonas Urbach sehr gut einschätzen. Er ist selbst passionierter Jagdhornbläser und würdigt Peter Fruntke als großen Motivator, der viele Menschen bewegen und für eine gute Sache begeistern kann. "Er hat ein Ohr für jeden, ist für alle da und ein Juwel unserer Gemeinde."

Quelle: MDR THÜRINGEN

--- AKTUELLES AUS THÜRINGEN ---

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 30. November 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. November 2018, 20:32 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

Mehr aus Thüringen