Die Ärztin im Ruhestand und Ehrenamtliche Dorothee Rotter aus Bad Blankenburg posiert in einer dunklen Bluse mit einem Blumenstrauß für ein Foto anlässlich der Verleihung des Titels Thüringerin des Monats März
Dorothee Rotter hat den Kurstadtverein in Bad Blankenburg mitbegründet. Bildrechte: MDR/David Dienemann

Ehrenamt Dorothee Rotter aus Bad Blankenburg ist Thüringerin des Monats März

Ihr Name ist bekannt in Bad Blankenburg: Die Ärztin Dorothee Rotter aus Bad Blankenburg engagiert sich ehrenamtlich für den Erhalt zahlreicher Denkmäler und für die Pflege des Brauchtums in ihrer Stadt. Besonders liegt der Rentnerin die Erinnerung an die Kriegszeit am Herzen.

Die Ärztin im Ruhestand und Ehrenamtliche Dorothee Rotter aus Bad Blankenburg posiert in einer dunklen Bluse mit einem Blumenstrauß für ein Foto anlässlich der Verleihung des Titels Thüringerin des Monats März
Dorothee Rotter hat den Kurstadtverein in Bad Blankenburg mitbegründet. Bildrechte: MDR/David Dienemann

Die frühere Frauenärztin Dorothee Rotter ist vielen Bad Blankenburgern gut bekannt. Als die heute 78-Jährige ihre Praxis vor 13 Jahren an einen jungen Kollegen übergeben hatte, suchte sie für sich ein neues Wirkungsfeld.

Zwei Frau in neongelben Steppwesten mit dem aufgestickten Emblem des Kurstadt-Vereins überreichen eine mit dunkler Schrift, Schokolade und Zuckerblumen verzierte, cremefarbene Torte mit der Aufschrift Thüringer des Monats März Dorothee Rotter sowie Blumen an die Ärztin im Ruhestand und Ehrenamtliche Dorothee Rotter aus Bad Blankenburg
Bildrechte: MDR/David Dienemann

Und das war schnell gefunden: Viele Dinge, die mit der Geschichte der Kurstadt in Verbindung stehen, bedurften selbst einer Kur, oder besser gesagt Restaurierung - wie zum Beispiel das Georgdenkmal und eine historische Wettersäule. Gemeinsam mit dem Ortshistoriker Rolf Ose putzte sie Klinken und sammelte Spenden von Privatleuten und Firmen, zum Beispiel auch für Gedenktafeln an die in den beiden Weltkriegen gefallenen Bad Blankenburger.

Sie selbst ist 1939 geboren und damit ein Kriegskind, kam 1945 in die Schule. "Mehr als die Hälfte unserer Klasse hatte keine Väter mehr. Das war eine extreme Zeit, die hat mich geprägt", erinnert sich Dorothee Rotter. "Wir müssen aus der Vergangenheit lernen und dürfen das Kriegsgeschehen sowie die schwierige Zeit des Wiederaufbaus danach nicht verniedlichen." Es gelang ihr gemeinsam mit Rolf Ose nach aufwendiger Suche in Archiven, für die Gedenktafel zum 2. Weltkrieg die Namen von rund 300 Gefallenen herauszufinden, etwa doppelt so viele wie sie erwartet hatte.

Zwei Großprojekte: Kurstadtverein und Bürgerinitiative

Vor zwei Jahren schließlich war sie Mitbegründerin des Bad Blankenburger Kurstadtvereins, der sich die Restaurierung weiterer historischer Bauwerke und Orte im Stadtbild zum Ziel gesetzt hat.

Eine mit dunkler Schrift, Schokolade und Zuckerblumen verzierte, cremefarbene Torte mit der Aufschrift Thüringer des Monats März Dorothee Rotter
Bildrechte: MDR/David Dienemann

Gleichzeitig wollte Dorothee Rotter damit die Bad Blankenburger motivieren, sich selbst mit für ihren Ort zu engagieren. "Die Bevölkerung soll mal aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen, es ist ja ihr Problem, sie sind ja Bad Blankenburger", sagt sie. Der Verein hat nun aber auch Möglichkeiten, staatliche Gelder zu beantragen. Das hat er dann erstmals für die Sanierung der "Kussbrücke" getan - das nächste große Projekt.

Für ein weiteres engagiert sich Dorothee Rotter in einer Bürgerinitiative. Die kämpft für den Erhalt des historischen Chrysopras-Wehrs an der Schwarza. Bei einer Veranstaltung konnten dafür rund 3.500 Unterschriften gesammelt werden. Im Mai sollen Sicherung und Wiederaufbau des Wehrs beginnen.

Dorothee Rotter ist froh darüber, dass im Verein und in der Bürgerinitiative verschiedene Generationen zusammen arbeiten. "Wichtig ist, dass wir auch junge Leute mit ins Boot nehmen." Pläne hat der Verein noch genügend. Auch der Dehler-Brunnen in der Oberstadt - früher ein beliebter Treffpunkt - soll im neuen Glanz erstrahlen.

"Die gute Seele des Vereins"

Und die Erinnerung an den Begründer des ersten Kindergartens in Bad Blankenburg und weltweit, Friedrich Fröbel, möchte Dorothee Rotter gern mehr fördern, möglichst in Zusammenarbeit mit den Fröbelorten Keilhau und Oberweißbach ganz in der Nähe.

Wie viel Zeit sie für all das investiert, hat unsere Thüringerin des Monats nie nachgerechnet. "Wenn ich gebraucht werde, stehe ich auf der Matte." Und das will sie auch gern weiterhin tun. Der Bad Blankenburger Bürgermeister Frank Persike ist froh über dieses Engagement. "Jeder Verein braucht eine Seele", sagt er. "Und die gute Seele des Kurstadt-Vereins ist Dorothee Rotter." Sie habe sich immer für die Belange der Stadt eingesetzt. Durch dieses Engagement seien Projekte entstanden, die die öffentliche Hand so oftmals gar nicht leisten könne. "Das ist für so eine kleine Stadt ganz wichtig, das freundliche Bild für Einheimische und Gäste zu erhalten oder zu gestalten."

Bilder von der Auszeichnung Dorothee Rotter ist Thüringerin des Monats

Die Ärztin Dorothee Rotter aus Bad Blankenburg engagiert sich für den Erhalt vieler Denkmäler und für die Pflege des Brauchtums in ihrer Stadt. Besonders liegt der Rentnerin die Erinnerung an die Kriegszeit am Herzen.

Die Ärztin im Ruhestand und Ehrenamtliche Dorothee Rotter aus Bad Blankenburg posiert in einer dunklen Bluse für ein Foto anlässlich der Verleihung des Titels Thüringerin des Monats März
Vor 13 Jahren hat die heute 78-jährige Frauenärztin ihre Praxis abgegeben. Danach suchte sie sich ein neues Wirkungsfeld und wurde direkt fündig: Denn viele Dinge, die mit der Geschichte der Kurstadt in Verbindung stehen, bedurften selbst einer Kur. Bildrechte: MDR/David Dienemann
Die Ärztin im Ruhestand und Ehrenamtliche Dorothee Rotter aus Bad Blankenburg posiert in einer dunklen Bluse für ein Foto anlässlich der Verleihung des Titels Thüringerin des Monats März
Vor 13 Jahren hat die heute 78-jährige Frauenärztin ihre Praxis abgegeben. Danach suchte sie sich ein neues Wirkungsfeld und wurde direkt fündig: Denn viele Dinge, die mit der Geschichte der Kurstadt in Verbindung stehen, bedurften selbst einer Kur. Bildrechte: MDR/David Dienemann
Zwei Frau in neongelben Steppwesten mit dem aufgestickten Emblem des Kurstadt-Vereins überreichen eine mit dunkler Schrift, Schokolade und Zuckerblumen verzierte, cremefarbene Torte mit der Aufschrift Thüringer des Monats März Dorothee Rotter sowie Blumen an die Ärztin im Ruhestand und Ehrenamtliche Dorothee Rotter aus Bad Blankenburg
Und so wurde sie unter anderem Mitbegründerin Bad Blankenburger Kurstadtvereins, der sich die Restaurierung weiterer historischer Bauwerke und Orte im Stadtbild zum Ziel gesetzt hat. Ihre Mitstreiter schätzen besonders, dass Dorothee Rotter immer da ist, wenn sie gebraucht wird. Bildrechte: MDR/David Dienemann
Eine mit dunkler Schrift, Schokolade und Zuckerblumen verzierte, cremefarbene Torte mit der Aufschrift Thüringer des Monats März Dorothee Rotter
Ein süßer Ausdruck der Dankbarkeit: Auch der Bad Blankenburger Bürgermeister Frank Persike ist froh über das Engagement: Dadurch seien Projekte entstanden, die die öffentliche Hand so oftmals gar nicht leisten könne, sagt er. "Das ist für so eine kleine Stadt ganz wichtig, das freundliche Bild für Einheimische und Gäste zu erhalten oder zu gestalten." Bildrechte: MDR/David Dienemann
MDR THÜRINGEN JOURNAL-Nachrichtensprecherin Sina Reeder überreicht eine Urkunde in einem Bilderrahmen an die Ärztin im Ruhestand und Ehrenamtliche Dorothee Rotter aus Bad Blankenburg anlässlich der Verleihung des Titels Thüringerin des Monats März
MDR THÜRINGEN JOURNAL-Nachrichtensprecherin Sina Reeder hat Dorothee Rotter die Urkunde für die Thüringerin des Monats feierlich übergeben. Bildrechte: MDR/David Dienemann
Die Ärztin im Ruhestand und Ehrenamtliche Dorothee Rotter aus Bad Blankenburg posiert in einer dunklen Bluse für ein Foto anlässlich der Verleihung des Titels Thüringerin des Monats März und hält dabei eine gerahmte Urkunde in ihren Armen
Die 78-Jährige ist immer noch voller Tatendrang, Pläne hat sie noch viele: Unter anderem will sie die Erinnerung an den Begründer des ersten Kindergartens in Bad Blankenburg und weltweit, Friedrich Fröbel, gern mehr fördern. Bildrechte: MDR/David Dienemann
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Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 30. März 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. März 2018, 12:00 Uhr

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Fr 14.12.2018 17:40Uhr 03:37 min

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