Verteidigungsminister General Heinz Hoffmann (DDR)
Heinz Hoffmann Bildrechte: IMAGO

Die BND-Akte Politbüro Heinz Hoffmann

* 28.11.1910 - † 2.12.1985

Minister für Nationale Verteidigung

Verteidigungsminister General Heinz Hoffmann (DDR)
Heinz Hoffmann Bildrechte: IMAGO

Ein ambivalentes Bild zeichnete der BND von Heinz Hoffmann, dem Chef der Nationalen Volksarmee. Hoffmann war unter anderem Befürworter einer "militärischen Lösung" für die "konterrevolutionären Unruhen" in Polen 1980. Ein Einsatz sei versäumt worden, soll er im Nachhinein kritisiert haben, er habe die Welt nicht mehr verstanden. Der BND wusste auch von Gerüchten über Zwischenfälle bei Hoffmanns Auftritten. Bei einem Sportfest der NVA in Frankfurt sei seine Rede mit „Halt die Schnauze“ unterbrochen und eine Militärkapelle mit Bierflaschen beworfen worden. Auch von einem Attentatsversuch war die Rede. Sechs Verdächtige seien festgenommen worden. Privat sei Hoffmann ein schlagfertiger und "sehr lebendiger" Mann, der, wie die meisten seiner Politbüro-Kollegen, gern auf dem Darß Urlaub machte und jagen gehe. Zum Essen, so behauptete eine Quelle, würde Hoffmann nur Wodka trinken. Eine andere Quelle berichtete von "Weibergeschichten und Saufgelagen", die vom Schriftsteller Hermann Kant missbilligt würden. Hoffmann habe eine sehr junge Frau, die "sehr dumm" und nur mit Einkäufen beschäftigt sei. Sie würde ihren Mann, den Armeegeneral, ständig schurigeln und mit einem Geld-Koffer ins Ausland reisen.

Zuletzt aktualisiert: 28. Juni 2017, 16:25 Uhr