Herbert Häber
Herbert Häber Bildrechte: dpa

Die BND-Akte Politbüro Herbert Häber

* 15.11.1930

Mitglied des Politbüros des ZK der SED

Herbert Häber
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Wenig findet sich zu Herbert Häber, der als Nachfolger Hermann Axens galt. Häber leitete die Westabteilung im ZK. Er hatte enge Kontakte zu bundesdeutschen Politikern und bereitete Anfang der 1980er-Jahre einen Besuch Honeckers in Bonn vor, der unter sowjetischem Druck allerdings abgesagt werden musste. Häber wurde deshalb im Sommer 1985 politisch kalt gestellt. Gesundheitliche Gründe wurden als Rücktrittsgrund vorgeschoben. Vor diesem Hintergrund müsste der BND umfangreiches Material über den Kontaktmann für bundesdeutsche Politiker gesammelt haben. Doch die vorliegenden Dokumente sind dünn. In dem Dossier heißt es lediglich: "Ist seit dem 18.8.1985 nicht mehr aufgetreten. Habe sich zeitweilig zu einer gründlichen Untersuchung im Regierungskrankenhaus aufgehalten. Gegenwärtig unterziehe er sich einer intensiven Kurbehandlung." Die Hintergründe waren dem Geheimdienst offenbar unbekannt.

Über Häbers Frau konnte der BND immerhin in Erfahrung bringen, dass diese beim Generalstaatsanwalt in Ost-Berlin arbeite. Dort sei sie hauptsächlich mit politischen Verfahren beschäftigt. "Sie ist mehrfach in den Akten in Erscheinung getreten, die bei der Zentralen Erfassungsstelle in Salzgitter geführt werden."

Zuletzt aktualisiert: 28. Juni 2017, 16:30 Uhr