Landesjägertag in Niederorschel Jäger lehnen neues Jagdgesetz ab

Thüringer Jäger haben erneut Widerstand gegen das neue Jagdgesetz angekündigt. Auf dem Treffen des Jagdverbandes in Niederorschel (Eichsfeld) kritisierte Vizepräsident Karl-Heinz Müller das Gesetz als jagd- und jägerfeindlich. Er kündigte an, dagegen auf die Straße gehen zu wollen. Präsident Steffen Liebig sagt, der Gesetzentwurf werde abgelehnt, "weil keiner der im eineinhalbjährigen Diskussionsprozess ausgehandelten Konsensvorschläge mehr enthalten ist".

Ein Jäger mit seinem Gewehr
Auch über den Einsatz von Schalldämpfern wird gestritten Bildrechte: dpa

Der Verband beklagt, dass die Zahl der jagdbaren Tierarten im neuen Gesetz begrenzt werden soll. Unter anderem soll der Abschuss von wildernden Hunden und Katzen eingeschränkt werden. Dies sei gefährlich, weil das Gleichgewicht in der Natur gestört und andere Arten bedroht werden könnten, so die Jäger. Sie verlangen außerdem, dass sogenannte Problemwölfe ins Jagdrecht aufgenommen werden. Es müsste bundesweit einheitliche Regeln für den Abschuss solcher Tiere geben, so der Verband. Außerdem bekräftigten die Jäger ihre Forderung, dass der Einsatz von Schalldämpfern an Jagdgewehren auch Freizeitjägern erlaubt werden müsse.

Im Freistaat gibt es nach Verbandsangaben rund 11.500 Jäger, darunter viele Freizeitjäger. Ihre Zahl steige. Allein im vergangenen Jahr seien 570 Jagdprüfungen abgelegt worden. Das sei etwa 100 mehr als im Jahr davor gewesen, sagte Verbandsgeschäftsführer Frank Herrmann.

Quelle: MDR THÜRINGEN / dpa

Mehr aus Thüringen

Eine Glaskiste mit der Beschriftung "Spendenbox"
Bildrechte: MDR Thüringen

Das Augustinerkloster in Gotha war am Freitag bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Gothaer zeigten damit ihr Herz für krebskranke Kinder und Kinder mit Behinderung.

Sa 23.06.2018 18:48Uhr 00:29 min

https://www.mdr.de/thueringen/west-thueringen/gotha/video-207694.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 05. Mai 2018 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Mai 2018, 15:04 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

18 Kommentare

07.05.2018 13:30 Dani 18

wow, soviel gequirlten mist, wie von den selbsternannten fachleuten und jagdgegnern hab ich selten gelesen! vielleicht sollten sich genau diese mal informieren, was ein jäger macht und wofür diese gebraucht werden. alle jahre wieder wird auf nachbars katze gemotzt, wenn diese die nestlinge dezimiert, aber dass verwilderte katzen und hunde auch anderen tieren schaden zufügen sieht niemand. das rot-und niederwild ordentlich verbiss verursachen, aber alle nen geilen wald wollen, wo alles hübsch aufgeräumt ist und wächst und gedeiht, auch das will keiner wahrnehmen. und ich selbst kenne keinen jäger, der nur um des abballerns willen auf die pirsch geht. leute, jagd ist arten- und tierschutz. schaut mal über euren tellerrand oder noch einfacher, trefft euch mal mit nem jäger und sucht das gespräch, das wird nen echter augenöffner, versprochen!

07.05.2018 06:51 Jäger 17

An manchen Beiträgen erkennt man sofort geballtes Fachwissen und Ahnung von Natur und Artenschutz. Gehen Sie doch mal auf einen jäger zu und reden auf Augenhöhe mit ihm. Stellen Sie ihre Fragen und Sie werden vernünftige Antworten bekommen. Auch werden Sie feststellen das wir Jäger keine mordlüsternden Schiesser sind, sondern ganz normale Menschen aus alles Bereichen der Gesellschaft. Das Thema Hunde und Katzen wird gern emotional vornan gestellt. Wie unter schon einmal geschrieben. Kein Jäger erschiesst leichtvertig Katzen oder Hunde. Jeder vernünftige Jäger ist selbst Hundeführer. Es geht um streunende, verwilderte Tiere.
Wer offen für eine Diskussion ist und nicht Ideologisch verblendet kann sich darüber gern informieren. Manchmal ist es aber einfacher beim Nabu zu spenden und laut zu brüllen. Das ist gut für das Gewissen. Der praktische Umwelt- und Naturschutz wird still leise von Jägern vollzogen. Aber auf Wertschätzung kann man als solcher in der Gesellschaft nicht hoffen.

Mehr aus Thüringen

Eine Glaskiste mit der Beschriftung "Spendenbox"
Bildrechte: MDR Thüringen

Das Augustinerkloster in Gotha war am Freitag bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Gothaer zeigten damit ihr Herz für krebskranke Kinder und Kinder mit Behinderung.

Sa 23.06.2018 18:48Uhr 00:29 min

https://www.mdr.de/thueringen/west-thueringen/gotha/video-207694.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video