Direktkandidaten im Porträt Ines Senf (Freie Wähler) | Wahlkreis 5 (Wartburgkreis I)

Zur Landtagswahl 2019 in Thüringen haben wir den Direktkandidatinnen und -kandidaten Fragen zur Person sowie zu politischen Themen gestellt. Lesen Sie hier die Antworten von Ines Senf.

Zur Person

Ines Senf
Ines Senf Bildrechte: MDR/Ines Senf

  • Name: Ines Senf
  • Alter: 60 Jahre
  • Beruf: Kindergärtnerin,  Altenpflegerin
  • Familienstand: verheiratet
  • Wohnort: 99846 Seebach

Politischer Werdegang

seit 2017 im Landesvorstand FREIE WÄHLER Th. , seit 2019 Gemeinderatsmitglied in Seebach

Privates

Was ist Ihre größte Stärke?

Alles hinterfragen und in Zusammenhängen analytisch bewerten.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Meine größte Schwäche ist gutes Essen.

Wo erholen Sie sich in Thüringen am liebsten?

Ich erhole mich am liebsten in meiner Heimatgemeinde Seebach.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Ich würde erst gar nicht auf eine einsame Insel gehen, da mir soziale Kontakte sehr wichtig sind.

Politisches

Warum haben Sie sich als Direktkandidat zur Wahl gestellt?

Als Direktkandidat stelle ich mich zur Wahl, weil ich nicht gerne Zaungast im gesellschaftlichen Geschehen bin. Ich möchte etwas bewegen und mich für eine bürgernahe Politik einsetzen.

Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

Mein wichtigstes Ziel ist es, dass die Stärkung des ländlichen Raumes mit Taten umgesetzt wird und alle Regionen die gleichen Chancen für Ihre Entwicklung bekommen.

Was wollen Sie für Thüringen erreichen…

... im Bereich Bildung:

Erhaltung auch kleinerer Schulen im ländlichen Bereich in gutem baulichem und technischem Zustand, sowie den Klassenstärken entsprechende Anzahl qualifizierte Lehrkräfte-

Der Unterrichtsausfall ist vom Stundenplan zu streichen. Bedarfsgerechte Ausbildung von Lehrern und Erziehern in Anlehnung an die Schülerzahlen in der Perspektive.

Bildungsinhalte sollen auf die Anforderungen von Ausbildung und Arbeitswelt ausgerichtet werden.

... im Bereich Forschung und Entwicklung:

Mehr Gelder für Forschung und Entwicklung neuer Technologien bereitstellen . Die Bereiche Recycling , sinnvolle und sparsame Nutzung von Ressourcen bzw. Ersatzstoffe nutzen und Vorantreiben der Entwicklung von Energiespeichereinheiten.  Die Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft muss weiter intensiviert werden. Neue Innovationen fördern und nicht auf bestehenden Methoden hängen bleiben…beispielsweise Windkraft – da gibt es vielfälltige Alternativen zu den bestehenden WKA.

... im Bereich Wirtschaft und Verkehr:

Den Industriestandort Thüringen weiter ausbauen unter Nutzung der geographischen Lage und der vorhandenen Verkehrsanbindungen, sowie deren Ausbau. Dabei  sind Reserven und Kapazitäten im ländlichen Raum zu nutzen und nicht nur die Konzentration auf einzelne Hotspots. Damit einhergehen muss der konsequente und zügige flächendeckende  Ausbau für „schnelles Internet“, um alle Regionen attraktiv zu gestalten und vielfältigste Unternehmen in die Region zu bekommen.

Umstrukturierung und Ausbau des ÖPNV sind unerlässlich. Nutzung von Rufbussen und Kleinbussen statt großer Linienbusse in Regionen, in denen nur wenige Fahrgäste den ÖPNV nutzen .

... im Bereich Innere Sicherheit:

Die Bürger müssen wieder wahrnehmen, dass die öffentliche Ordnung  und Sicherheit, sowie der Schutz von Rettungs-/Einsatzkräften gewährleistet wird. Deshalb muss der Focus auf eine adäquate Ausrüstung und Schulung der Polizei-und Ordnungskräfte gelegt werden. Auch die Nachwuchssicherung im Justizwesen ist weiter zu verbessern. Ebenfalls müssen im Justizvollzug mehr und gut ausgebildete Vollzugsbeamte eingestellt werden.  Die konsequente und zeitnahe Verurteilung von Straftätern ist unerlässlich.

... im Bereich Umwelt/ Klimaschutz:

Der Erhalt der biologischen Artenvielfalt muss durch Anlegen von Schutzstreifen, Ausbringen von Wildpflanzen  erfolgen, um Insekten, Vögeln  und diversen Kleintierarten  Lebensräume zu sichern bzw. zu schaffen. In diesem Zusammenhang ist der Einsatz von chemischen Stoffen zur Schädlingsbekämpfung  auf ein äußerstes Minimum zu reduzieren bzw. durch die Forschung mit natürlichen Mitteln den selben Effekt zu erreichen.

Für die Forstwirtschaft  muss ein Waldumbau das Ziel sein wieder gesunde Wälder zu haben: Mischwälder und keine Monokulturen müssen das Ziel sein. Ebenso eine Zeitnahe Aufforstung nach Sturmschäden und das zeitnahe Entfernen kranker Bäume. Hege und Pflege mit Augenmaß und sowohl ökologische, als auch ökonomische Interessen beim Waldbau müssen aufeinander abgestimmt sein.

Im Bereich der Landwirtschaft muss dem Einsatz von Gülle insofern Rechnung getragen werden, dass diese Flächen in der Fruchtfolge so bestellt werden, dass Nitrat benötigende Pflanzen auf diesen Terrains angebaut werden. Zweige mit Tieren für den Landschaftsschutz – beispielsweise Schafzucht- müssen besser gefördert  und attraktiver gestaltet werden.

Das Verklappen von Laugen, Chemikalien , Salzen in Schächten oder dem Boden, Ableitung von Gewässern sind nicht nur zu reduzieren – nein vielmehr müssen technische Lösungen gefunden werden, die zur Erhaltung und Förderung der Wasserreinhaltung dienen.

Vervollständigen Sie bitte den Satz: In fünf Jahren sollte es in Thüringen...

ein breites Bündnis von Bürgern und Politik geben, indem auf Augenhöhe die zu bewältigenden Probleme gemeinsam zum Nutzen aller angegangen werden und jeder dabei mitgenommen wird.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit vom Tag | 27. Oktober 2019 | 18:00 Uhr