Direktkandidaten im Porträt Tilo Kummer (Die Linke) | Wahlkreis 20 (Hildburghausen II)

Zur Landtagswahl 2019 in Thüringen haben wir den Direktkandidatinnen und -kandidaten Fragen zur Person sowie zu politischen Themen gestellt. Lesen Sie hier die Antworten von Tilo Kummer.

Zur Person

Tilo Kummer
Tilo Kummer Bildrechte: MDR/Tilo Kummer

  • 51 Jahre alt
  • Diplom-Fischereiingenieur
  • verheiratet, 3 Töchter
  • Wohnort: Gerhardtsgereuth (Stadt Hildburghausen)

Politischer Werdegang

  • Seit 1990 Mitglied der PDS/Linke
  • seit 1999 MdL
  • seit 2004 Vorsitzender des Umweltausschusses des Landtags
  • Mitglied des Kreistags Hildburghausen und des Stadtrats Hildburghausen
  • Vorsitzender des Naturparks Thüringer Wald e.V.

Privates

Was ist Ihre größte Stärke?

Meine größte Stärke ist es, Problemlösungen im Konsens mit Anderen zu finden.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Meine größte Schwäche ist mein schlechtes Personen- und Namensgedächtnis, ich bitte also schonmal im Voraus um Verzeihung, wenn ich Mal nicht Grüßen sollte…

Wo erholen Sie sich in Thüringen am liebsten?

Ich erhole mich am liebsten im Wald beim Pilze- und Beerensuchen, Brennholz machen oder Bäume pflanzen.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Auf die einsame Insel nehme ich eine Angel, ein Schlauchboot, in dem man auch mal schlafen kann und ein Messer mit. Man will ja schließlich überleben.

Politisches

Warum haben Sie sich als Direktkandidat zur Wahl gestellt?

Ich kandidiere direkt, weil ich meine Heimat liebe. Gerade auch in meiner Funktion als Naturparkvorsitzender weiß ich, dass es viel Kraft kostet, in Erfurt die Dinge zu vermitteln, die uns Menschen „im Wald“ bewegen. Mit meinem Wissen und meiner Erfahrung aus 20 Jahren Landtagsarbeit konnte ich schon viel bewegen. Mit einem Direktmandat kann ich meine Arbeit für die Region künftig gestärkt fortsetzen.

Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

Mein wichtigstes Ziel für die kommende Wahlperiode ist es, unseren Wald so umzubauen, dass er den Klimawandel überleben kann. Dazu brauchen ThüringenForst sowie kommunale und private Waldeigentümer die notwendige Hilfe!

Was wollen Sie für Thüringen erreichen…

... im Bereich Bildung:

eine Reduktion des Lehrermangels, vor allem in den Naturwissenschaften, erreichen.

... im Bereich Forschung und Entwicklung:

geeignete Speicher für erneuerbare Energien, die ohne weitere Umweltzerstörungen hergestellt werden können, fördern.

... im Bereich Wirtschaft und Verkehr:

die regionale Verarbeitung land- und forstwirtschaftlicher Produkte stärken, die Bahnanbindung unserer Region durch den Lückenschluss nach Coburg und die Reaktivierung der Rennsteigbahn bis Themar verbessern sowie Straßenbaumaßnahmen künftig besser abgestimmt haben.

... im Bereich Innere Sicherheit:

vor dem Hintergrund der zunehmenden Waldbrandgefahr die Löschwasserreserven deutlich verbessern

... im Bereich Umwelt/Klimaschutz:

endlich einen Plan für den Ausbau erneuerbarer Energien. Wir brauchen Stromerzeugung und Speicher dort, wo Strom auch verbraucht wird! Außerdem sollte die anhaltende Flächenversiegelung gestoppt werden. Boden ist eine unserer wichtigsten Ressourcen und er lässt sich nicht vermehren! Beim Artenschutz will ich vor allem um den Erhalt unserer artenreichen Bergwiesen, deren landwirtschaftliche Bewirtschaftung oft schon aufgegeben wurde, einsetzen.

Vervollständigen Sie bitte den Satz: In fünf Jahren sollte es in Thüringen...

die Zufriedenheit der Menschen mit ihrem Leben, die Achtung und der Respekt vor Anderen bzw. Andersdenkenden wieder überwiegen. Haß macht unser Leben schwer. Ich hoffe, dass es gelingt, wieder Vertrauen zu schaffen und dem Haß ein positives Lebensgefühl entgegenzusetzen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit vom Tag | 27. Oktober 2019 | 18:00 Uhr