Direktkandidaten im Porträt Bernd Fundheller (Die Linke) | Wahlkreis 15 (Gotha II)

Zur Landtagswahl 2019 in Thüringen haben wir den Direktkandidatinnen und -kandidaten Fragen zur Person sowie zu politischen Themen gestellt. Lesen Sie hier die Antworten von Bernd Fundheller.

Zur Person

Bernd Fundheller
Bernd Fundheller Bildrechte: MDR/Bernd Fundheller

  • 63 Jahre
  • Polytechnische Oberschule 10.Klasse
  • Maurermeister
  • verheiratet
  • Gotha

Politischer Werdegang

  • 1974: in die SED eingetreten
  • 1985: Abteilungspartei Organisator im BMK Erfurt, Hochbau Gotha
  • ab 1990: kurze politische Pause
  • ab 2000: Mitglied des Gothaer Stadtrates
  • 2004 bis 2017: Kreisvorsitzender der Linken in Gotha
  • seit 2006: Mitglied des Landesvorstandes Thüringen
  • seit 2009: Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Gotha
  • seit 2014: stellv. Landesvorsitzender Thüringen
  • dazwischen von 2014-2019: Mitglied des Kreistages Gotha

Privates

Was ist Ihre größte Stärke?

Meine größten Stärken sin mit Menschen zu Arbeiten und zu kommunizieren. Ich kann gut zuhören und nach gemeinsamen Lösungen suchen und finden. Persönlich habe ich ein großes Telent zu organisieren und zu planen.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Ich bin sehr ungeduldig bei Umsetzung von Aufgaben oder finden von Lösungen bzw. wenn sich ein Problem auftut. Keine Lösungen akzeptiere ich nicht.

Wo erholen Sie sich in Thüringen am liebsten?

Auf einem Mountenbike, auf einer Tour durch den Thüringer Wald, z.B.: in der Röhn oder an der Bleilochthalsperre.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Am besten etwas, was man zum Überleben braucht, Feuerzeug, Messer, Zelt

Politisches

Warum haben Sie sich als Direktkandidat zur Wahl gestellt?

Ich werde durch meine Arbeit in der Kommunalpolitik in unserer Region mit der Partei Die Linke stark in Verbindung gebracht. Durch meine Arbeit bei einem Abgeordneten des Thüringer Landtages bin ich intensiv mit der Arbeitsweise und dem Aufbau von Landespolitik verbunden. Somit hat mich der Bekanntheitsgrad in Gotha und die Herausvorderung zu neuen Arbeitsfeldern im Thüringer Landtag dazu bewogen als Direktkandidat für Gotha zu kandidieren.

Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

Zunächst müssen die begonnen Ziele und Aufgaben fortgeführt und beendet werden. Mir ist es wichtig an der Umsetzung des neuen Bürgerbeteiligungsgesetz zu arbeiten. Viele Menschen und selbst Mandatsträger in den Gemeinden wissen nicht was das ist und was man eigendlich damit bewirken kann. Und ich möchte ich mich intensiv für erneuerbare Energie sowie Elektromobiliesierung einsetzen.

Was wollen Sie für Thüringen erreichen...

... im Bereich Bildung:

Dass das Schulgesetz in allen Punkten umgesetzt und vervollständigt wird. Flächendeckend die Gemeinschaftsschulen eingeführt werden und nach Möglichkeit alle Schulen mit entsprechend kleinen Klassen erhalten bleiben.

... im Bereich Forschung und Entwicklung:

Unsere vorhandenen Hochschulen und Universitäten müssen erhalten und gestärkt werden. Für Gotha wünsche ich mir eine weiter Bildungseinrichtung auf diesem Gebiet. Wir könnten in Gotha somit eine "Szene" für Jugend etablieren und stärken.

 ... im Bereich Wirtschaft und Verkehr:

Beitritt aller Kreise und Städte in ein Verkehrsverbundsystem, wo man kreuz und quer mit einem Fahrschein fahren kann. Das bereits geschaffene Azubi-Ticket erweitern zu einem Schüler- und Generationenticket welches eines Tage kostenloses Fahren ermöglicht. Wiederbelebung verschiedener stillgelegter Bahnstrecken, Ohrathalbahn, Höllenthalbahn, Oberlandbahn.

Intensivierung des Linienverkehrs im Ländlichen Raum. Investitionsprogramme für Neubeschaffung von Verkehrsfahrzeugen. Straffung der E-Mobilität bei Behördenfahrzeugen und städtischen Unternehmen. 

... im Bereich Innere Sicherheit:

Das Netz der Bereichskontaktpersonen erweitern. Ordnungsämter mit mehr Personal untersetzen.

 ... im Bereich Umwelt/ Klimaschutz:

Das Waldschutzprogramm intensiv fortführen. In den Stadtentwicklungsprogrammen sollten mehr konzeptionelle Lösungen zur Innenstadtbegrünung eingefordert werden.

Vervollständigen Sie bitte den Satz: In fünf Jahren sollte es in Thüringen...

... keine Gebühren für Kindergärten und Tageseinrichtungen mehr geben, Schüler- und Seniorentickets für kostenloses fahren Normalität sein und Gotha eine Kunsthochschule haben.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit vom Tag | 27. Oktober 2019 | 18:00 Uhr