Direktkandidaten im Porträt Birger Gröning (AfD) | Wahlkreis 14 (Gotha I)

Zur Landtagswahl 2019 in Thüringen haben wir den Direktkandidatinnen und -kandidaten Fragen zur Person sowie zu politischen Themen gestellt. Lesen Sie hier die Antworten von Birger Gröning.

Zur Person

Birger Gröning
Birger Gröning Bildrechte: MDR/Birger Gröning

  • 44 Jahre
  • Mittlere Reife
  • Physiotherapeut
  • glücklich verheiratet
  • Gotha/Thüringen

Politischer Werdegang

  • Vorstandsmitglied Kreisverband Ilmkreis-Gotha
  • 1. Sprecher AfD Stadtverband Gotha
  • Vorsitzender der AfD Kreistagsfraktion im Gothaer Kreistag
  • Stadtrat in Gotha
  • Delegierter für AfD-Bundesparteitage

Privates

Was ist Ihre größte Stärke?

Aufgrund meines beruflichen und persönlichen Werdegangs, habe ich mir eine gewisse Sozialkompetenz angeeignet. Es ist mir wichtig, tolerant mit Meinungen anderer umzugehen. Das heißt aber nicht, dass ich mir diese dann zwangsläufig auch annehmen muss.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Ich denke, dass ich ein zu großes Herz habe. Und das meine ich nicht im anatomischen Sinne. Als Beispiel: Bei einer öffentlichen Veranstaltung 2013, es war das Immobilienforum der Stadt Gotha, wurde ich als Sozialromantiker tituliert. Schon damals habe ich mich für die nahverkehrstechnische Erschließung des Ländlichen Raumes in Thüringen eingesetzt. Dieses Engagement traf jedoch bei den sozialdemokratischen Veranstalter nicht auf Gegenliebe.

Wo erholen Sie sich in Thüringen am liebsten?

Zu Hause in Gotha, bei meiner Familie.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Jetzt kommt es darauf an, ob auf dieser Insel alle Grundbedürfnisse abgedeckt werden. Wenn dem so wäre, würde ich meine Frau, und 2x viel Zeit für Sie mitnehmen. In der letzten Zeit ist Sie leider, was meine Aufmerksamkeit angeht, deutlich zu kurz gekommen.

Politisches

Warum haben Sie sich als Direktkandidat zur Wahl gestellt?

Auf Grund meiner persönlichen Erfahrungen und meines politischen, beruflichen und sozialen Engagements (Vorstandsvorsitzender Eltern- u. Kinderverein, Kreisjugendring Gotha) sehe ich die sozialen Probleme die die jetzige politische Führung Thüringen/Deutschlands herbeigeführt hat. Eine Übernahme der Verantwortung bzw. eine daraus resultierende politische Kurskorrektur sind meines Erachtens nicht zu erwarten.

Ich will mit meinem Antrieb dafür sorgen, dass die Sorgen und Probleme unserer Bevölkerung in den Focus der Politik gerückt werden.

Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

Der Punkt Reaktivierung des ländlichen Raumes steht bei mir ganz oben auf meiner Liste. Hier steht die Mobilität jedes Einzelnen im Focus meines Handelns. Über Jahrzehnte hinweg haben die Thüringer Altparteien den Slogan: genial zentral in punkto Infrastruktur gelebt. Das Ergebnis sehen wir heute. Thüringen charakterisiert nun mal der ländliche Raum. Verliert Thüringen diesen, verliert Thüringen seine Identität!

Was wollen Sie für Thüringen erreichen ...

Thüringen muss das kinderfreundlichste Bundesland Deutschlands werden. Meiner Meinung nach, ist der demographische Wandel durch die Altparteien herbeigeführt worden. Hier muss es ein deutliches Umdenken und eine Abkehr vom: "Das haben wir schon immer so gemacht." erfolgen. Unsere Kinder sind unsere Zukunft! Die Einwanderung aus fremden Kulturen darf für einen deutschen Politiker nicht der Lösungsansatz sein, um gegen die Überalterung des eigenen Volkes anzukämpfen.

... im Bereich Bildung:

Die Altparteien hätten anhand der Geburtenzahlen rechtzeitig dem Lehrermangel entgegenwirken können. Aber nein, dieser Mangel erwischt Thüringen natürlich eiskalt und überraschend. Hier sehe ich eine eklatante Verantwortungslosigkeit auf allen politischen Ebenen. Damit muss Schluss sein!

... im Bereich Forschung und Entwicklung:

Ich sehe die Freiheit von Forschung und Lehre auch an Thüringer Hochschulen durch ideologisch motivierte und politisch durchgesetzte Einflussnahme ebenso wie durch eine wachsende Abhängigkeit von externen Geldgebern als bedroht an. Ein stricktes gelebtes Neutralitätsgebot sehe ich hier als einzige Lösung des Problems an.

... im Bereich Wirtschaft und Verkehr:

Ich werde die Planung und Umsetzung eines landesweiten strategischen Konzepts für den öffentlichen Personennahverkehr mit Bus und Bahn unterstützen. Die Schaffung eines landesweiten Tarifverbundes und eines damit verbundenen kostenlosen Azubi-Tickets sehe ich als besonders wichtig an.

... im Bereich Innere Sicherheit:

Den gesetzlich vorgesehenen, aber nicht durchgesetzten Grenzschutz bezahlen wir Bürger im Inneren auch mit Eingriffen in unsere Freiheitsrechte und mit einer erheblichen Einschränkung unserer Lebensqualität.

Ich fordere ein umfassendes Konzept zur Modernisierung und Digitalisierung unserer Polizei.

Ich trete für einen Rechtsstaat ein, in dem sich jederzeit alle, insbesondere Frauen, ohne Angst in der Öffentlichkeit bewegen können.

... im Bereich Umwelt/ Klimaschutz:

Über den Strompreis bezahlen selbst die ärmsten Bürger unseres Landes die Kosten dieser irrationalen Stromversorgungspolitik zwangsweise mit. Mit dieser ideologisch motivierten Umverteilung des Geldes von den einkommensschwachen Bevölkerungsschichten zu vermögenden Investoren muss endlich Schluss sein!

Ich lehne daher die sogenannte Energiewende ab und treten für eine Neuordnung der nationalen Energiepolitik ein. Mein Ziel ist es, in unserem modernen, hochentwickelten Industrieland wieder die zuverlässige, sichere und preisgünstige Stromversorgung zu organisieren, die wir vor zehn Jahren noch hatten.

Vervollständigen Sie bitte den Satz: In fünf Jahren sollte es in Thüringen ...

... wieder möglich sein, ohne Angst vor beruflichen oder sozialen Repressalien frei seine Meinung äußern zu dürfen.

Quelle: MDR THÜRINGEN