Direktkandidaten im Porträt Birgit Keller (Die Linke) | Wahlkreis 3 (Nordhausen I)

Zur Landtagswahl 2019 in Thüringen haben wir den Direktkandidatinnen und -kandidaten Fragen zur Person sowie zu politischen Themen gestellt. Lesen Sie hier die Antworten von Birgit Keller.

Zur Person

Porträt Landwirtschaftsministerin Birgit Keller
Birgit Keller Bildrechte: MDR/Birgit Keller

  • am 28.01.1959 in Eisleben geboren
  • aufgewachsen in Sangerhausen, seit 31 Jahren Nordhäuserin
  • konfessionslos, geschieden, zwei Kinder

Politischer Werdegang

- keine Angabe -

Privates

Was ist Ihre größte Stärke?

Wenn es um Fairness und Gerechtigkeit geht, ist Aufgeben nie eine Option. Das gilt für mich als Mensch genauso wie als Politikerin.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Die verrate ich nicht, hab aber einige…

Wo erholen Sie sich in Thüringen am liebsten?

Auf dem Fahrrad im Norden Thüringens, am liebsten rund um die goldene Aue und den Südharz.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Drei Dinge, die mir helfen würden, wieder unter Menschen zu kommen.

Politisches

Warum haben Sie sich als Direktkandidatin zur Wahl gestellt?

In den vergangenen fünf Jahren haben die Landesregierung und ich als Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft eine Reihe von Maßnahmen erfolgreich auf den Weg gebracht, die sich sehen lassen können. Nun geht es darum, Begonnenes zu verstetigen und fortzusetzen. Meinen Beitrag dazu werde ich gern leisten. Ich möchte nur nennen:

  • eine halbe Milliarde Investitionen in den Thüringer Schulbau,
  • Wiederbelebung des sozialen Wohnungsbaus in Thüringen,
  • Erhöhung des Ökolandbaus und Förderung regional erzeugter landw. Erzeugnisse.

Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

Thüringen und der Osten sind nach wie vor benachteiligt bei der Verteilung der finanziellen Mittel. Sei es bei der Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs, der Landwirtschaft durch die EU oder aktuell bei der Waldschadensbekämpfung. Mein wichtigstes Ziel muss daher sein: Für die gerechtere Verteilung der Mittel und ein Ende der Benachteiligung des Ostens in allen Bereichen zu kämpfen.  

Was wollen Sie für Thüringen erreichen...

 ... im Bereich Bildung:

  Ein weiteres gebührenfreies Kitajahr muss drin sein! Außerdem setze ich mich für ein Sportstättensanierungsprogramm für den Schul- und Breitensport ein.

... im Bereich Forschung und Entwicklung:

Lehre und Studium in modernen Gebäuden und an attraktiven Standorten im ganzen Land, auch im ländlichen Raum: Ilmenau und Nordhausen zeigen, wie es geht.

... im Bereich Wirtschaft und Verkehr:

Mehr Güter auf die Schiene - das hat schon mal viel besser funktioniert. Die Älteren unter uns erinnern sich. Warum nicht wieder?

... im Bereich Innere Sicherheit:

 Es ist unstrittig ein Unterschied zwischen gefühlter und tatsächlicher Sicherheit vorhanden. Diese Kluft gilt es abzubauen.

... im Bereich Umwelt/Klimaschutz:

Der Schutz unserer Umwelt und die Sicherung der Lebensgrundlagen unserer Kinder gelingt nur gemeinsam. In meinem Verantwortungsbereich habe ich die Maßnahmen zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Waldes deutlich verstärkt und will darauf aufbauen.

Vervollständigen Sie bitte den Satz: In fünf Jahren sollte es in Thüringen...

… gerechter und weiterhin friedlich zugehen. Dem Wald, unserem Grünen Herzen, soll es wieder besser gehen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit vom Tag | 27. Oktober 2019 | 18:00 Uhr