Direktkandidaten im Porträt Heiko Bergner (AfD) | Wahlkreis 34 (Saale-Orla-Kreis II)

Zur Landtagswahl 2019 in Thüringen haben wir den Direktkandidatinnen und -kandidaten Fragen zur Person sowie zu politischen Themen gestellt. Lesen Sie hier die Antworten von Heiko Bergner.

Zur Person

Heiko Bergner
Heiko Bergner Bildrechte: MDR/Heiko Bergner

  • geboren am 25.04.1964 in Kahla (Thüringen)
  • verheiratet, vier Kinder
  • wohnhaft in Geroda, VG Triptis
  • 1970 Polytechnische Oberschule Niederpöllnitz
  • ab 1980 Mauerlehre WBK Gera, danach Wehrdienst
  • 1985/86 Fachabitur Cottbus
  • 1986– 1990 Studium Hochschule f. Bauwesen, ab 1990 TU Cottbus
  • ab 1990 Beschäftigungsverhältnisse im Baugewerbe als Bauleiter und Projektmanager
  • ab April 1998 selbständig, Sachverständigen- und Ingenieurbüro

Abschlüsse

  • Beratender u. Bauvorlageberechtigter Ingenieur
  • Geprüfter Sachverständiger für Immobilienbewertung (EIPOS)
  • Geprüfter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden (EIPOS)
  • Immobilien-Projektentwickler (EIPOS)

Politischer Werdegang

  • Mitglied der AfD seit 2017
  • Vorstand AfD Gebietsverband Saale-Orla
  • Kreistagsmitglied AfD-Fraktion Saale-Orla-Kreis
  • Mitglied Bauausschuss Kreistag Saale-Orla
  • Direktkandidat AfD, LTW Thüringen 2019, Wahlkreis 34

Privates

Was ist Ihre größte Stärke?

  • Zielstrebig
  • zuverlässig
  • loyal
  • pünktlich

Was ist Ihre größte Schwäche?

  • Ich bin schnell ungeduldig und kann nur schwer auf Ergebnisse warten.
  • Es fällt mir manchmal schwer, "Nein" zu sagen.
  • Ich bin aufgeregt, wenn ich vor großem Publikum reden muss.

Wo erholen Sie sich in Thüringen am liebsten?

Der beste Platz zum Erholen und Entspannen ist bei unseren Pferden.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Wasser, ein Buch und Bilder von meiner Familie.

Politisches

Warum haben Sie sich als Direktkandidat zur Wahl gestellt?

Ich möchte die Politik auf kommunaler Ebene als auch in Thüringen aktiv mitgestalten.

Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

Ich setze mich insbesondere für die Senkung der Steuer- und Abgabenlast für Freiberufler, Handwerker und Mittelständler ein. Wichtig ist mir die nachhaltige Senkung der Grunderwerbssteuer von derzeit 6,0 auf mind. 3,5 % (wie in Bayern und Sachsen), um den Kauf von Wohneigentum gerade für junge Familien zu erleichtern. Ich muss oft bei der täglichen Arbeit als freier Sachverständiger und Bauingenieur zur Kenntnis nehmen, dass die Grunderwerbssteuer bei einer Kaufentscheidung schon eine große Hürde darstellt, da diese sofort fällig ist und in der Regel nicht von einem Kreditinstitut mit finanziert wird. Da ich selbst Vater von vier Kindern bin, setze ich mich besonders für die Unterstützung unserer Kinder und Azubis mit kostenfreien Schulessen und freier Fahrt für Bus und Bahn in Thüringen ein.

Was wollen Sie für Thüringen erreichen…

… im Bereich Bildung:

Ich setze mich für Inklusion mit Augenmaß ein. Die Förder- und Sonderschulen müssen erhalten bleiben, um eine optimale Bildung auch für Kinder mit besonderem Förderbedarf zu gewährleisten. Die Schulen müssen besser ausgestattet werden, in allen Schulen muss schnelles Internet zur Verfügung stehen. Ich bin für eine strikte Ideologiefreiheit und politische Neutralität in Schulen und Kindergärten. Ich lehne die Experimente an unseren Schulkindern ab. Meine vier Kinder hatten in der Grundschule alle eine andere Lernmethode. Einmal Schreiben nach Gehör, dann Frontalunterricht, dann Rot-Blau- Silbenmethode, dann TINTO. Unsere Kinder sind Versuchskaninchen und die Leidtragenden in einem Bildungsirrsinn. Dem müssen wir entgegenwirken und uns auf ein klares, einheitliches Bildungskonzept einigen, welches mehrere Jahre konstant ist. Auch setze ich mich dafür ein, dass Schüler eine Bezugsperson in Form von einem Klassenlehrer bzw. Klassenlehrerin haben, auf den die Kinder auch stolz sind und welcher auch Werte für das spätere Leben vermitteln kann.

… im Bereich Forschung und Entwicklung:

Der Wirtschaftsstandort Thüringen muss stark gemacht werden. Die Hochschulstandorte Jena, Erfurt und Gera müssen noch attraktiver für Studenten werden, die dort ausgebildeten Akademiker müssen sich durch Förderprograme und staatliche Unterstützungen auch nach dem Studium für den Standort Thüringen entscheiden.

… im Bereich Wirtschaft und Verkehr:

Gerade die Kleinunternehmen leiden besonders unter den ständig steigenden Abgaben und Umlagen sowie an immer neuen Vorschriften und Auflagen. Wer den Wohlstand unseres Freistaates und seiner Bürger mehren möchte, sollte hervorragende Bedingungen für Unternehmen und echte Fachkräfte bieten. Mein Ziel ist es, den Freistaat zu einem Wirtschaftsstandort zu machen, der seinen Bürgern ein attraktives Einkommen und ihren Wohlstand sichert. Wir wollen Gewerbebetriebe durch Neuansiedlungen fördern und vorhandene Standorte im Wettbewerb unterstützen. Hier liegt mir besonders der ländliche Raum am Herzen. Es müssen rechtzeitige Bedarfsanalysen für die Ausweisung von Flächen zur Gewerbeentwicklung durchgeführt werden. Planaufstellungen und Genehmigungsverfahren müssen zügig erfolgen. Die kommunale Bürokratie muss auf ein Minimum beschränkt werden. Im Bereich Verkehr muss das bestehende Schienennetz erhalten bleiben. Der öffentliche Personennahverkehr, gerade im ländlichen Raum muss zum Wohle der Bürger gefördert und bedarfsgerecht angepasst werden.

… im Bereich Innere Sicherheit:

Ich setze mich ein für die gezielte Bekämpfung und Prävention der Gewalt-, Einbruchs- und Drogenkriminalität. Es darf Null-Toleranz gegenüber Wiederholungstätern geben. Wir setzen uns ein für die Stärkung der Polizei und Rettungskräfte. Kriminell gewordene Asylanten müssen konsequent und sofort abgeschoben werden.

… im Bereich Umwelt/ Klimaschutz?

Die CO2-Steuer muss verhindert werden. Ich kämpfe gegen jegliche Klimadiktatur. Klimapolitik ja, aber nicht um jeden Preis. Ich bin gegen den Neubau von Windkraftanlagen und werde um jede Möglichkeit kämpfen, den Neubau dieser Windkraftanlagen zu erschweren. Ich setze mich dafür ein, dass in der Thüringer Bauordnung, wie in Bayern, die Abstandsflächenregelung geändert wird. (Höhe der Windkraftanlage x 10). Damit wäre eine Abstandsfläche zur nächsten Wohnbebauung von ca. 2,5 km gegeben, was eine wirtschaftlich sinnvolle Errichtung neuer Windparks enorm erschweren würde. Man hätte so viele Möglichkeiten, sinnvolle Umweltpolitik zu betreiben, z. B. durch Verbot von Kaffeekapsel, Kleinstverpackungen bei Obst/Gemüse und Süßigkeiten etc. Dies könnte sofort umgesetzt werden, ohne den Bürger finanziell zu belasten. Die Primär-Ressourcen wären sofort nachhaltig gesenkt.

Vervollständigen Sie bitte den Satz: In fünf Jahren sollte es in Thüringen...

... wieder ein Volk geben, das stolz auf seine Heimat ist. Ein Freistaat, in dem Freiheit und Selbstbestimmtheit zur Normalität gehören. Die Thüringer sollen sich wieder mündig fühlen. Wir brauchen wieder ein Willen zur Zukunft. Wir brauchen ein deutliches JA zu unserem Land, zu unseren Kulturen, ein JA zu unseren Werten und zu eigenen Kindern. Denn unsere Kinder sind unsere Zukunft. Dafür stehe ich in der AfD.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit vom Tag | 27. Oktober 2019 | 18:00 Uhr