Direktkandidaten im Porträt Holger Winterstein (AfD) | Wahlkreis 20 (Hildburghausen II/Sonneberg II)

Zur Landtagswahl 2019 in Thüringen haben wir den Direktkandidatinnen und -kandidaten Fragen zur Person sowie zu politischen Themen gestellt. Lesen Sie hier die Antworten von Holger Winterstein.

Zur Person

Holger Winterstein
Holger Winterstein Bildrechte: MDR/Holger Winterstein

  • 57
  • mittlere Reife
  • 10. Klasse
  • verheiratet
  • Sonneberg

Politischer Werdegang

In der DDR gab es keine Politik außer Anpassung ans System, aktiv deshalb erst seit 2013 in der AfD, dort 2014 2. Sprecher für Süd-Ost-Thüringen (SOT), 2016 Kandidatur Bürgermeister für Sonneberg, 2016-2018 erster Sprecher SOT

Privates

Was ist Ihre größte Stärke?

Ich halte mein Wort, bin ein gut kochender Ehemann, und ein verständiger Vater.

Was ist Ihre größte Schwäche?

etwas Ungeduld manchmal

Wo erholen Sie sich in Thüringen am liebsten?

in meinem Garten

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Wenn Sie mich nicht gerade auf eine lebensfeindliche Insel schicken ;-) , würde ich ganz pragmatisch Streichhölzer, Messer, Gewehr sagen und mich philosophisch um wichtige Sachen kümmern, ums Leben.

Politisches

Warum haben Sie sich als Direktkandidat zur Wahl gestellt?

Weil ich in den Landtag will. Da von dort aus die wichtigen Entscheidungen getroffen werden, um endlich die richtigen Entscheidungen mit zu treffen und auch umzusetzen, was versprochen war.

Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

Stärkung, fast schon Rettung, des Mittelstands

Was wollen Sie für Thüringen erreichen ...

Dass die Menschen in bescheidenen aber relativ sicheren Wohlstand ihre Identität leben können (Der Thüringer Bildungsmonitor hat festgestellt, dass sie das wollen) und das sich die Politik beispielhaft daran orientiert. Auf die Art wird der Freistaat anziehend und attraktiv.

... im Bereich Bildung:

Hauptaugenmerk soll auf eine gute Allgemeinbildung liegen. Also die Regelschule stärken. Gymnasien sollen leistungsstarken Schülern vorbehalten und ihrem Anspruch einer Eliteschule gerecht werden. Für viele Berufe, ist eine solide Schulbildung besser, als ein schlechtes Abitur. In der Schule soll das Neutralitätsgebot gelten. Das Bildungsangebot soll sich wieder auf solidem Niveau bewegen und sich an Wissenschaft und Philosophie orientieren. Bildungsexperimente gehören abgeschafft.

... im Bereich Forschung und Entwicklung:

Das Hauptaugenmerk hierbei sollte auf dem Gebiet der Energieversorgung liegen. Die Forschung an Atomkraftwerken der vierten Generation, an Wasserstofftechnologie, freier Energie. Erdgaskraftwerken als Brückentechnologie einbauen und zwingend das vorhandene Stromnetz modernisieren. Die Digitalisierung muss endlich forciert werden und der ländliche Raum soll schleunigst an schnelle Datennetze angebunden werden.

... im Bereich Wirtschaft und Verkehr:

Wenn es nach mir ginge, würde die Bahn wieder voll verstaatlicht um ein sicheres Preisgefüge anbieten zu können. Das Schienennetz ist Allgemeingut, hat sich durch unsere Landschaften gefressen und soll den Bürgern zu Gute kommen und die Straße entlasten. Die Wirtschaft soll entbürokratisiert werden, die Datenschutzgrundverordnung muss weitestgehend mit der Öffnungsklausel entschärft werden. Der heimatnahe Tourismus, wie auch das Thüringer Handwerk, sollen durch weiche Steuern entlastet werden. Handwerk und Mittelstand sind und bleiben das Rückgrat unseres Freistaates.

... im Bereich Innere Sicherheit:

Das Sicherheitsempfinden der Thüringer, wird sich mit einer AfD-Regierung auf dem Niveau der Nachwendezeit einpegeln. Alle dazu nötigen Maßnahmen werden, nach gründlicher Bedarfsanalyse, getroffen werden.

... im Bereich Umwelt/ Klimaschutz:

Wir müssen uns den klimatischen Bedingungen, so gut es geht, anpassen. Umweltschutz ist Naturschutz. Die Energiewende ist gescheitert und weitere Eingriffe in die Natur sind zu unterbinden. Straßenneubau nur noch dort, wo im Gesamtergebnis die Umwelt profitiert. Windkraftanlagen haben im Wald nichts verloren. Man möge sie lieber in den großen Städten aufbauen, wo auch die meisten Nutzer und Befürworter sind und die Flächen ohnehin schon versiegelt.

Vervollständigen Sie bitte den Satz: In fünf Jahren sollte es in Thüringen ...

... mehrheitlich Bürger geben, die froh und glücklich sind, in diesem Freistaat leben zu dürfen. An die Zeit vor der AfD, wird man sich nur noch kopfschüttelnd lächelnd erinnern.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit vom Tag | 27. Oktober 2019 | 18:00 Uhr