Direktkandidaten im Porträt Jens Dietrich (AfD) | Wahlkreis 22 (Ilm-Kreis I)

Zur Landtagswahl 2019 in Thüringen haben wir den Direktkandidatinnen und -kandidaten Fragen zur Person sowie zu politischen Themen gestellt. Lesen Sie hier die Antworten von Dr. Jens Dietrich.

Zur Person

Jens Dietrich (AfD)
Jens Dietrich Bildrechte: MDR/Jens Dietrich

  • Geb. 1965 in Berlin
  • Realschule
  • Ausbildung als Chemisch Technischer Assistent (CTA), Fachabitur, Studium der Chemie
  • Angestellter (Internationaler Vertrieb von Analysengeräten)
  • seit 2000 selbständig im Internationalen Großhandel in Thüringen
  • In erster Ehe verheiratet, seit 2007 mit Frau und zwei Söhnen wohnhaft im schönen Ilmenau.

Politischer Werdegang

  • Gründungsmitglied der AfD Thüringen
  • davor Mitglied der CDU (ohne Amt oder Mandat)

Privates

Was ist Ihre größte Stärke?

Ich bin sehr direkt.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Ich bin sehr direkt.

Wo erholen Sie sich in Thüringen am liebsten?

Zu Hause in Ilmenau.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

  • Die Bibel
  • Rambos Universalmesser
  • Ein Feuerstahl

Politisches

Warum haben Sie sich als Direktkandidat zur Wahl gestellt?

Ich möchte im Wahlkreis als direkt legitimierter Abgeordneter für eine bürgerliche und patriotische Politik im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft kämpfen.

Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

Ich möchte die realen Probleme in Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft bearbeiten. Es werden Milliarden für die Energiewende, sinnfreie Integrationsmaßnahmen, oder die Euro- Rettung ausgegeben, aber für die echten Probleme wie Familienförderung, Schulen, Rente, Altenpflege, Gesundheit, Verkehrsinfrastruktur oder nur eine vernünftige Internetanbindung auf dem Land fehlen die ausreichenden Mittel. Als Naturwissenschaftler möchte ich, dass sich die Politik wieder an der Realität ausrichtet.

Was wollen Sie für Thüringen erreichen ...

... im Bereich Bildung:

Wie kann es sein, dass die Methoden angeblich immer besser werden, die Ergebnisse jedoch immer schlechter? Schluss mit den Experimenten an Schülern und Lehrern. Die Förderschulen müssen uneingeschränkt erhalten werden. Die Schule muss wieder ein Ort der Bildung und der politischen Neutralität werden. Die Regelschule muss wieder zum Rückgrat des Schulsystems werden und auf eine berufliche Ausbildung vorbereiten. Es ist kein Zustand, dass es mehr Studiengänge als anerkannte Ausbildungsberufe gibt. Ich möchte die berufliche Bildung stärken und beim Abitur und Studium auf Qualität setzen. Eine Meisterausbildung ist einem Bachelor-Abschluss mindestens ebenbürtig.

... im Bereich Forschung und Entwicklung:

Thüringen war eines der Hochtechnologiestandorte in Deutschland, durch die sozialistische Politik der SED (heute die Linke) kam es zu einem Niedergang. Die vorhandenen guten Ansätze will ich stärken, dies erreicht man aber nicht durch dogmatische staatliche Vorgaben wie beim vermeidlichen Klimaschutz, oder durch sog. "Genderforschung". Wir benötigen Produkte und Lösungen für echte Probleme.

... im Bereich Wirtschaft und Verkehr:

Die ausufernde Bürokratie muss abgebaut werden. Melde-, Berichts- und Offenlegungspflichten müssen auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft werden, besonders für kleine und mittelständige Betriebe. Bei der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) brauchen wir Öffnungsklauseln wie z.B. in Österreich. Handwerk und Gewerbe müssen bevorzugt mit schnellem Internet versorgt werden. Ein Dieselfahrverbot lehne ich strikt ab, es ist weder wirtschaftlich noch umweltpolitisch sinnvoll. Ich bin auch gegen den rein ideologisch begründeten Kampf gegen die individuelle Mobilität im Namen des sog. Klimaschutzes. Ich bin aber für die Unterstützung des ÖPNV mit dem Schwerpunkt im ländlichen Raum.

... im Bereich Innere Sicherheit:

Neben einer Stärkung von Polizei, Justiz und Verwaltung benötigen wir vor allem weniger Straftäter. Hier liegen die Fakten auf dem Tisch, die Zahl der nichtdeutschen Straftäter und Tatverdächtigen ist in den letzten Jahren dramatisch angestiegen. Hier müssen wir endlich den Rückwärtsgang einlegen.

... im Bereich Umwelt/ Klimaschutz:

Der Einfluss vom Kohlendioxid auf die Globaltemperatur wird in der begutachteten Fachliteratur kontinuierlich nach unten korrigiert, die Hysterie in der Debatte nimmt jedoch dramatische Formen an. Seit zwei Jahrzehnten ist die sog. Globaltemperatur kaum angestiegen, und das bei fortgesetztem CO2-Ausstoß. Der sogenannte Klimaschutz ist genau das Gegenteil vom Umweltschutz. Ich bin gegen den Ausbau der Windenergie, die Folgen sind Abholzung sowie Vogel-, Fledermaus und Insektensterben und die Zunahme von Unsicherheiten bei der Energieversorgung des Industriestandorts Deutschland. Photovoltaikmodule "ernten" kaum mehr Energie als für Ihre Erzeugung aufgewendet werden muss. Neben Bildung und Wissenschaft ist sichere und günstige Energieversorgung essentiell für eine erfolgreiche Soziale Marktwirtschaft.

Vervollständigen Sie bitte den Satz: In fünf Jahren sollte es in Thüringen...

... besser gehen, wenn es - frei nach Franz Josef Strauß - eine Politik auf der Basis von trockener, ggf. langweiliger bürgerlicher Vernunft gibt. Nur mit der AfD wird es gelingen den Schönwetterkapitänen und Leichtmatrosen das Ruder aus der Hand zu nehmen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit vom Tag | 27. Oktober 2019 | 18:00 Uhr