Direktkandidaten im Porträt Sabine Berninger (Die Linke) | Wahlkreis 31 (Weimar I / Weimarer Land II)

Zur Landtagswahl 2019 in Thüringen haben wir den Direktkandidatinnen und -kandidaten Fragen zur Person sowie zu politischen Themen gestellt. Lesen Sie hier die Antworten von Sabine Berninger.

Zur Person

Sabine Berninger (Linke)
Bildrechte: MDR/Sabine Berninger

  • Name: Sabine Berninger
  • Alter: 48 Jahre
  • Schulausbildung: k.A.
  • Beruf: Dipl. Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin
  • Familienstand: ledig
  • Wohnort: Elxleben (Ilm-Kreis)

Politischer Werdegang

Seit 2000 bin ich Mitglied der PDS / DIE LINKE. Für die PDS war ich von 2000 bis 2004 (ehrenamtlich) Mitglied im Landesjugendhilfeausschuss und während dieser Zeit im Landesvorstand der PDS Thüringen als kinder- und jugendpolitische Sprecherin aktiv.
Von 2000 bis 2014 war ich Stadtvorstandsmitglied in Arnstadt, ab 2002 Vorsitzende des Stadtverbandes. 2004 bis 2014 Stadtratsmitglied in Arnstadt, 2004 bis 2019 Mitglied des Kreistages
Ilm-Kreis, dort Mitglied und seit 2014 Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. Seit 2015 Mitglied des Landesvorstandes DIE LINKE. Thüringen. Ich bin Mitglied der Gewerkschaft ver.di, derzeit Mitglied des ver.di-Bezirksfrauenrates Thüringen und des DGB-Bezirksfrauenrates Hessen-Thüringen.

Privates

Was ist Ihre größte Stärke?

Ich bin eine gute Zuhörerin, kann mich in Menschen hineinversetzen. Und ich mache keine leeren Worte: was ich sage, meine ich auch so.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Ich bin oft ungeduldig, zu perfektionistisch und keine Diplomatin. Und ich nehme andere beim Wort.

Wo erholen Sie sich in Thüringen am liebsten?

Zu Hause - auf meinem Lieblingsplatz: dem Balkon

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Ich habe nicht vor, eine einsame Insel zu besuchen. Und falls mir das doch passiert, dann halte ich es für unwahrscheinlich, dass ich mir aussuchen kann, was ich in dem Moment dabei habe.

Politisches

Warum haben Sie sich als Direktkandidat zur Wahl gestellt?

Ich bin durch meine Wahlkreisarbeit in den letzten Jahren im Weimarer Land ‚heimisch‘ geworden, habe viele tolle Menschen, Initiativen und Vereine kennengelernt. Für diese möchte ich im Thüringer Landtag gerne Politik machen und ihre Interessen in die Landespolitik tragen.

Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

Am Wichtigsten ist mir, dass es gelingt, den ländlichen Raum zu stärken und durch eine gute Infrastruktur Mobilität und Teilhabe für alle auf dem Dorf lebenden Menschen zu ermöglichen. Damit der ländliche Raum als Lebens- und Arbeitsort attraktiver wird.

Was wollen Sie für Thüringen erreichen…

... im Bereich Bildung:

…im Bereich Bildung ist mir wichtig, dass gute Bildung gebührenfrei allen zur Verfügung steht, dass Schule sich modernisiert und öffnet und dass Lehrpläne auf das Leben vorbereiten und Schulabschlüsse zu guter Ausbildung und für eine gute Zukunft befähigen.

... im Bereich Forschung und Entwicklung:

…im Bereich Forschung und Entwicklung liegt mir besonders die Stärkung der Fachhochschulen am Herzen, die durch ihren Praxisbezug die Thüringer Wissenschaftslandschaft bereichern. Hier sollten das Fächerspektrum erweitert und Forschung, Nachwuchsentwicklung und Lehre ausgebaut werden.

... im Bereich Wirtschaft und Verkehr:

…im Bereich Wirtschaft und Verkehr liegt mein Augenmerk vor allem auf dem ländlichen Raum: die Landwirtschaft muss sich den gegebenen Bedingungen anpassen, dazu braucht sie Unterstützung – nicht nur von der Landespolitik, sondern auch, in Form von Wertschätzung, die der Verbraucherinnen und Verbraucher. Ich setze mich dafür ein, die soziale und ökologische Entwicklung der Landwirtschaft zu stärken und den bürokratischen Aufwand zu reduzieren. Dazu gehört es, die Direktvermarktung / regionale Wirtschaftskreisläufe zu unterstützen, um die Landwirtinnen und Landwirte besser vor dem Druck der Handelsketten zu schützen.

... im Bereich Innere Sicherheit:

…im Bereich Innere Sicherheit möchte ich, dass sich alle in Thüringen wohnenden Menschen sicher fühlen und diskriminierungsfrei hier leben können. Als Mitglied der #EnqueteRassismus ist mir wichtig, dass die Empfehlungen der Kommission umgesetzt werden.

... im Bereich Umwelt/ Klimaschutz:

…im Bereich Umwelt / Klimaschutz finde ich wichtig, dass eine wirkliche gesellschaftspolitische Debatte entsteht, die sich nicht nur um Aufreger-Themen wie Autos oder Plastiktüten dreht, sondern auch zu tatsächlichen Veränderungen in unserem alltäglichen Verhalten führt. Nicht durch Verbote, sondern durch Einsicht in das Notwendige.

Vervollständigen Sie bitte den Satz: In fünf Jahren sollte es in Thüringen...

In fünf Jahren sollte es in Thüringen selbstverständlich sein, dass für Alte und Junge, Männer und Frauen, Deutsche und Nichtdeutsche gleichermaßen alle Möglichkeiten offen sind, an Bildung, Kultur, Gesundheitsversorgung, Erwerbsleben ohne Hürden und diskriminierungsfrei teilzuhaben und ohne materielle Existenznöte zu leben.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit vom Tag | 27. Oktober 2019 | 18:00 Uhr