Direktkandidaten im Porträt Tobias Gruber (Einzelbewerber) | Wahlkreis 35 (Saale-Holzland-Kreis I)

Zur Landtagswahl 2019 in Thüringen haben wir den Direktkandidatinnen und -kandidaten Fragen zur Person sowie zu politischen Themen gestellt. Lesen Sie hier die Antworten von Tobias Gruber.

Zur Person

Tobias Gruber Einzelkandidat
Tobias Gruber Bildrechte: MDR/Tobias Gruber

  • 44 Jahre alt
  • 10. Klasse POS Abschluss
  • Selbständiger Landschaftsgärtner
  • verheiratet, 3 Kinder
  • Wohnort St.Gangloff

Politischer Werdegang

  • Parteifrei
  • 1. Beigeordenter der Gemeinde St.Gangloff von 2004 - 2014
  • seit 2016 Sprecher der Bürgerinitiative "Unser Holzland - kein Windkraftland"
  • seit 2019 Kreistagsmitglied der BI Holzland

Privates

Was ist Ihre größte Stärke?

In der Politik meine Ausdauer und Hartnäckigkeit, daneben die Standhaftigkeit in meinen Überzeugungen als Christ. Dadurch bin ich unanfällig gegenüber dem jeweiligen Zeitgeist. Ich kämpfe hart in der Sache, trotzdem achte ich jeden politischen Gegner als Mensch, sehe das Positive an ihm und suche immer den Dialog.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Na, hier sollte ich ganz diplomatisch der Empfehlung der Bewerbungstrainer folgen und sagen: Meine Ungeduld. Das kommt immer gut und lässt sich als "positiver Tatendrang" verkaufen. Ok, mein Humor kann schon sehr sarkastisch sein. Wenn ich damit jemandem auf den Schlips getreten bin, kann ich mich aber immer entschuldigen.

Wo erholen Sie sich in Thüringen am liebsten?

Sie werden es nicht glauben: auf politischen Veranstaltungen.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Die Herren Ramelow und Höcke sowie meine Bibel. Ich lese denen dann aus der Bergpredigt vor oder etwas wie "Liebe deine Feinde". Das müssen die sich jeden Tag anhören, bis sie bereit sind, sich zu vertragen und den Menschen in unserem Land zu dienen und nicht mehr sich selbst.

Politisches

Warum haben Sie sich als Direktkandidat zur Wahl gestellt?

Um den Bürgerinitiativen und den vielen engagierten Menschen im Land eine Stimme zu geben. Als unabhängiger Einzelbewerber unterliege ich keinen parteitaktischen Zwängen und muss meine Energie nicht vorher schon in innerparteilichen Kämpfen verbrauchen. Als Alt-89-er ist das für mich die wirkliche Demokratie und ich bin der Meinung, so kann man die Interessen der Menschen seines Wahlkreises am besten vertreten.

Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

Dass wieder jeder mit jedem redet, die gesellschaftlichen Gräben kleiner werden, weil nicht mehr Ideologien, sondern Vernunft und Sachverstand die politische Diskussion beherrschen. Politik muss wieder glaubwürdig, vorbildhaft und vor allem originell werden. Dann finden sich auch Lösungen für die wichtigen Sachfragen.

Was wollen Sie für Thüringen erreichen…

... im Bereich Bildung:

Schule: Das Leistungsniveau darf in einer modernen Gesellschaft nicht abgesenkt werden. Kinder sind keine Objekte für ideologische Freilandversuche. Manche Unterrichtsmethoden benachteiligen inzwischen die Jungs. Das ist nicht gerade "gendergerecht".

Frühkindheit: Es gibt wichtigere Werte als die Sexualisierung der Kleinen schon ab dem Kindergarten. Wenn wir da nicht zur Vernunft kommen, wird das sehr teuere Folgen haben.

Digitalisierung: Beim Betrachten vieler Schulgebäude und deren Ausstattung werde ich das Gefühl nicht los, dass das Geld erst mal anders eingesetzt werden sollte. Erst der Kuchen, dann die Sahne.

Universitäten: Ich wünsche euch viele Studierende, die zum Studieren fähig sind.

Berufsausbildung: Haben Sie schon bemerkt, dass Familienbetriebe kaum noch ausbilden, weil das vor lauter Vorschriften völlig unwirtschaftlich geworden ist?

... im Bereich Forschung und Entwicklung:

Die Kommunikation zwischen der Grundlagenforschung, der angewandten Forschung, der Industrie und der Nachwuchsförderung muss wesentlich verbessert werden. Das bedeutet Effizienzsteigerung, Zeiteinsparung, Informationsfluss. Einige Fraunhofer-Institute arbeiten schon lange an entsprechenden Instrumenten. Aber das ist noch zu wenig. Wissen ist unsere wichtigste Ressource und Chance im internationalen Wettbewerb.

... im Bereich Wirtschaft und Verkehr:

Gründergeist fördern statt ihn durch Vorschriften im Keim zu ersticken.

Unterstützung und Respekt vor Unternehmern, Handwerkern und Landwirten, statt weiterer Schröpfung und Brandmarkung als Ausbeuter und Umweltzerstörer. Wer Arbeitsplätze schafft, ist kein Bösewicht.

Haben Sie schon bemerkt, dass in 30-er-Zonen mehr Benzin verbraucht wird als in 50-er-Zonen? Verkehr und Vernunft müssen erst wieder zusammenfinden. Übrigens sind auch Autofahrer keine Bösewichte.

... im Bereich Innere Sicherheit:

Der Staat muss wieder in die Lage versetzt werden, sich selbst und die friedlichen Bürgerinnen und Bürger vor den Angriffen des Sozialismus (sowohl des braunen als auch des roten) zu schützen. Und falls ich es noch nicht erwähnt habe: Polizisten sind keine Bösewichte. Auch Notärzte und Feuerwehrleute nicht. Wer die angreift, hat sich völlig entfremdet von unseren tragenden Werten... Hierfür pädagogisch sinnvolle Konsequenzen zu finden, ist eine wichtige Aufgabe für die kommende Legislaturperiode.

... im Bereich Umwelt/ Klimaschutz?

Der Wald gehört auch zur schützenswerten Umwelt. Wer dort Windräder hinstellen möchte, das ist übrigens ein Bösewicht.
Ein Gericht in Kanada hat jüngst den Erfinder der "durch Menschen verursachten Erderwärmung" bestraft (er darf offiziell als Klimalügner bezeichnet werden). Sollten auch wir da nicht wieder unseren Verstand einschalten? Wenn wir alle tageszeit- und wetterunabhängigen Energiequellen abschalten, brauchen wir die obigen Fragen zur Wirtschaft und Entwicklung gar nicht mehr beantworten.

Vervollständigen Sie bitte den Satz: In fünf Jahren sollte es in Thüringen...

.. .nur noch parteilose, engagierte und sachkundige Bürgerinnen und Bürger im Landtag geben.

...selbstverständlich keine neuen Windräder geben und die Diskussion darüber beendet sein.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit vom Tag | 27. Oktober 2019 | 18:00 Uhr