Corona in Thüringen Ticker vom 25. April: Zahl der Corona-Infizierten in Thüringen steigt auf 2.080

Die Zahl der mit dem Virus SARS-CoV-2 infizierten Menschen ist in Thüringen auf 2.080 angestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat 74 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Greizer Landrätin befürchtet am kommenden Montag einen holprigen Start für viele Schulen in Thüringen. Viele nutzen indes die Krise zum Entrümpeln. Am Wochenende werden wieder Gottesdienste gefeiert. Mehr lesen Sie im Corona-Liveticker für Thüringen.

Eine Krankenpflegerin arbeitet in Schutzkleidung in einem Krankenzimmer auf der Intensivstation des Uniklinikums.
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So ging es weiter am Sonntag

20:30 Uhr | Ticker-Ende

Mit der Tageszusammenfssung verabschieden wir uns für heute und wünschen Ihnen einen schönen Samstagabend. Wir sind am Sonntag mit einem aktuellen Live-Ticker zum Coronavirus in Thüringen wieder für Sie da.

19:45 Uhr | Covid-19-Folgeschäden in Lunge und Gehirn

Mehr als 1.000 Menschen haben Covid-19 in Thüringen schon überstanden. Sie gelten als gesund. Doch es gibt vermehrt Hinweise darauf, dass bei Genesenen Folgeschäden bleiben können. Neben bleibenden Langzeitschäden durch Vernarbungen in der Lunge werden auch nach und nach mehr neurologische Folgen bekannt. Während in den allermeisten Fällen Geruchs- und Geschmackssinn wiederkehren, können durch Stoffe, die im Gehirn landen, bleibende Schäden angerichtet werden. Auch die Nervenzellen können geschädigt werden, sodass die Nervenfasern keine Reize mehr übertragen können. 

19:00 Uhr | Bauhaus-Universität Weimar produziert Schutzvisiere

Schutzausrüstung für medizinisches Fachpersonal ist immernoch Mangelware. Deshalb kommt Unterstützung aus vielen Teilen der Bevölkerung. An der Bauhaus-Universität in Weimar werden die durchsichtigen Schutzvisiere für Mediziner und Pflegepersonal derzeit im Akkord produziert.

18:15 Uhr | 2.080 Corona-Infizierte in Thüringen

In Thüringen ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen nach Angaben der Landkreise und der kreisfreien Städte um zwölf Fälle auf 2.080 gestiegen. Davon gelten 1.046 Personen als genesen. Das sind zehn Menschen mehr als am Freitag.

Der Zeitraum, in dem sich die Zahl der Corona-Infizierten verdoppelt, beträgt nun 22 - 23 Tage. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Virus infiziert waren, ist um vier Personen auf 74 Todesfälle gestiegen.

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17:05 Uhr | 35 Corona-Patienten im Weimarer Land wieder gesund

Im Weimarer Land sind immer mehr Corona-Patienten wieder gesund. Ihre Zahl stieg nach Angaben des Landratsamts vom Samstag von 32 auf 35. Insgesamt hatten sich bisher 67 Menschen mit dem Virus infiziert. Davon sind noch 28 krank, die meisten davon aus dem Alten- und Pflegeheim Ettersburg.

16:15 Uhr | Landtagssondersitzung zum Corona-Hilfspaket im Mai

Das Thüringer Corona-Hilfspaket für Bürger, Wirtschaft und Kommunen soll Anfang Mai in einer Sondersitzung des Landtags beraten werden. Das Hilfspaket soll ein Volumen von insgesamt 970 Millionen Euro haben. Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Matthias Hey, sagte der Deutschen Presse-Agentur , dass in der kommenden Woche eine außerplanmäßige Sitzung für den 8. Mai beantragt werde.

Matthias Hey SPD-Fraktionschef Thüringen
SPD-Fraktionschef Matthias Hey Bildrechte: dpa

Das für die Finanzhilfen notwendige Gesetzespaket wird von den Fraktionen Linke, SPD und Grüne vorgelegt, so Hey - möglicherweise gemeinsam oder mit Unterstützung der oppositionellen CDU-Fraktion. Es seien innerhalb kurzer Zeit, zahlreiche Regelungen zu treffen. Das Corona-Paket soll in einem verkürzten Verfahren vom Landtag beraten werden. Die Landesregierung strebe an, es möglichst in einer zweiten Sondersitzung Ende Mai zu beschließen. Der Termin dafür könnte der 28. Mai sein, so SPD-Politiker Hey.

Die Landtagsverwaltung sucht indes noch einen Ausweich-Tagungsort für das Landesparlament. Die reguläre nächste Sitzung ist zwar vom 13. bis 15. Mai angesetzt, doch der Plenarsaal ist zu klein, sodass die 90 Abgeordneten die Corona-Abstandsregeln nicht einhalten könnten.

14:36 Uhr | Zahl der Coronavirus-Toten steigt auf 74

In Thüringen sind in den vergangenen 24 Stunden vier weitere Menschen mit Corona-Infektionen gestorben. Bis Samstagmittag wurden zwei Fälle in Gera bestätigt, außerdem jeweils einer im Saale-Orla-Kreis und im Kreis Sonneberg. Damit steigt die Gesamtzahl der Toten nach einer Covid-19-Erkrankung im Land auf 74.

Weiter am stärksten betroffen sind die Kreise Greiz mit 22 Todesopfern und Saale-Orla mit zehn. Der Kreis Greiz weist mit 378 Fällen auch die mit Abstand höchste Zahl an Infektionen mit dem Virus in Thüringen auf. Insgesamt gibt es 2.080 bestätigte Coronavirus-Fälle im Land. Die Zahl der mittlerweile wieder gesunden Corona-Patienten wird von den Behörden auf 1.460 geschätzt.

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13:52 Uhr | Polizei erinnert an Hygiene- und Abstandsregeln

Polizeifahrzeug mit Lautsprechern und Hinweistafel zu Corona in Weimar
Die Polizei weist in Weimar auf die Hygiene- und Abstandsregeln hin. Bildrechte: MDR/Regina Lang

In Thüringer Innenstädten haben an diesem Samstag erstmals seit Wochen wieder kleinere Geschäfte geöffnet. Fürs Einkaufen müssen die Menschen eine Behelfsmaske, Tuch, Schal oder einen anderen Mundschutz tragen. Die Thüringer Polizei weist zusätzlich mit Lautsprecherwagen auf die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln hin, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern - so zum Beispiel in Weimar. Soziale Kontakte sollen weiter nach Möglichkeit vermieden, ein Mindestabstand von eineinhalb bis zwei Metern eingehalten werden.

13:18 Uhr | Zweiter Todesfall im Landkreis Sonneberg

Im Landkreis Sonneberg hat es den zweiten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Nach Angaben des Landratsamts starb eine ältere Frau aus der vom Coronavirus betroffenen Senioren-Wohnanlage. Ärzte hatten die Frau mehrere Tage auf der Intensivstation im Krankenhaus behandelt. Außerdem wurde bei einer weiteren Frau im Kreis Sonneberg eine Corona-Infektion bestätigt. Sie habe mittelschwere Symptome und sei zu Hause in Quarantäne, teilte das Landratsamt am Samstag mit. Das ist der bisher 86. Fall im Landkreis.

13:05 Uhr | Viele Thüringer nutzen Corona-Krise zum Entrümpeln

Autos stehen Schlange am Wertstoffhof in Erfurt
Vor dem Wertstoffhof am Stöberhaus in Erfurt bilden sich regelmäßig Warteschlangen: Die Thüringer nutzen die Corona-Krise zum Aufräumen. So fällt mehr Sperrmüll an. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel

Die Thüringer haben während der Corona-Auflagen mehr Müll verursacht als sonst üblich. Vor allem bei den Anlieferungen in den Wertstoffhöfen sei aktuell ein deutlicher Anstieg zu beobachten, sagte Ivo Dierbach von den Stadtwerken Erfurt. Auch im Landkreis Sonneberg, in Gera, dem Kreis Schmalkalden-Meiningen oder dem Unstrut-Hainich-Kreis fällt mehr Müll an, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Dabei gibt es Unterschiede bei der Art des Abfalls. Während der Corona-Krise nutzen viele Menschen die Zeit, um zu Hause aufzuräumen, wie Stadtwerke-Sprecher Dierbach sagte.

11:48 Uhr | Ein weiterer Coronavirus-Erkrankter in Erfurt

In Erfurt ist ein weiterer Mann positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie eine Sprecherin der Stadt am Samstagmorgen mitteilte, wird der Mann im Krankenhaus behandelt. Insgesamt sind in Erfurt zurzeit fünf Corona-Patienten in stationärer Behandlung. Die Zahl der bekannten Infektionen liegt nun bei 132. Als wieder gesund gelten 108 Erfurter.

10:45 Uhr | Zahl der Corona-Infizierten im Kyffhäuserkreis unverändert

Die Zahl der Corona-Infizierten im Kyffhäuserkreis bleibt weiter stabil. Wie das Landratsamt am Samstagmorgen bekanntgab, gab es keine neuen Infektionsfälle. Demnach bleibt es bei bisher 37 positiv Getesteten. In stationärer Behandlung befinden sich drei Patienten, 27 gelten als wieder gesund.

10:06 Uhr | Härtetest für Tourismusbranche im Thüringer Wald

Der Rennsteiggarten in Oberhof bereitet sich auf einen möglichen Saisonstart mit Tagesbesuchern in der kommenden Woche vor. Doch die Corona-Krise ist ein Härtetest für Hotels, Gaststätten und andere Freizeitangebote im Thüringer Wald: keine Touristen, kaum bis gar keine Einnahmen. "Viele Unternehmen in der Region haben in den vergangenen Jahren mit Qualitätsoffensiven ihre Häuser und ihr Angebot verbessert", sagte Frank Meyer vom Gewerbeverein Oberhof MDR THÜRINGEN. Jetzt müssten die Kredite zurückgezahlt werden. Und: "Das Personal, was geschult war und jetzt da ist, was ja auch schwer zu finden ist, muss irgendwie gehalten werden".

09:15 Uhr | Rennsteig-Staffellauf fällt wegen Corona-Krise aus

Nach dem Rennsteiglauf sind auch der Rennsteig-Staffellauf und der Schneekopflauf abgesagt worden. Sie sollten am 20. Juni und am 4. Juli starten. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, da schon zahlreiche Anmeldungen vorliegen, sagte Jürgen Lange, Präsident des GutsMuths-Rennsteiglaufvereins. Allerdings sei es kaum möglich, angesichts der vielen Läufer die vorgeschriebenen Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen umzusetzen. Den Teilnehmern und Staffeln wird die volle Rückerstattung des Startgeldes angeboten.

08:21 Uhr | Landrätin warnt vor holprigem Schulstart

Die Präsidentin des Thüringer Landkreistages, Martina Schweinsburg (CDU), hat vor Problemen beim geplanten Schulstart am Montag gewarnt. Sie machte dafür auch das Krisenmanagement der Landesregierung verantwortlich. Am Montag sollen die Thüringer Abiturienten in die Schulen zurückkehren.

Ein Lehrer mit Mundschutz steht im Eingang des Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasiums und wartet auf Schüler der 12. Klassen.
Am Montag, 27. April, beginnt in Thüringen unter anderem der Präsenzunterricht für Abiturienten. Die Landkreise als Schulträger befürchten laut der Präsidentin des Thüringer Landkreistags, Martina Schweinsburg, einen holprigen Start. Bildrechte: dpa

Um die Wiederaufnahme des Unterrichts vorzubereiten, hätten die Kommunen gerne Erfahrungen und Sachverstand eingebracht, sagte Schweinsburg. Stattdessen seien die kommunalen Spitzenverbände nur kurz vor einer Pressekonferenz von Bildungsminister Helmut Holter (Linke) informiert worden. Als Beispiel nannte die Greizer Landrätin die Anpassung des Schulbus-Verkehrs an die neuen Schulzeiten. "Allein was diese Unterrichtsplanung für den Schülerverkehr bedeutet, hat in Erfurt offenbar keiner auf dem Schirm", sagte Schweinsburg.

08:16 Uhr | Kirchen feiern am Wochenende wieder Gottesdienste

Erstmals seit fünf Wochen werden in den Kirchen in Thüringen an einem Wochenende wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert. Nach der Lockerung der Anti-Corona-Bestimmungen durch die Landesregierung ist es den Gläubigen zwar schon seit Donnerstag erlaubt, zum Gottesdienst in einer Kirche zusammen zu kommen - bei einer Begrenzung auf 30 Teilnehmer. Zunächst mussten aber noch Vorkehrungen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus erarbeitet werden. So sollen im Bistum Erfurt die ersten Gottesdienste am Samstag gefeiert werden.

08:00 Uhr | Ticker zum Coronavirus am Samstag

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Samstag - den ersten Tag seit Beginn der Einschränkungen, an dem zahlreiche Geschäfte in Thüringen wieder geöffnet haben.

Im Ticker berichten wir über aktuelle Entwicklungen rund um das Coronavirus, Covid-19, Maßnahmen und Folgen in Thüringen. Alle Artikel, Hotlines und Informationen seitens des Robert Koch-Instituts finden Sie auch auf unser Übersichtsseite und in unserem Corona-Ratgeber.

Was bisher geschah | Der Liveticker vom Freitag

  • Weimar weitet seine Maskenpflicht auf das Verkaufspersonal aus, die an Lebenmitteltheken arbeiten
  • Forscher untersuchen Corona-Infektionen in Neustadt am Rennsteig
  • Gastwirte demonstrieren in Weimar, weil ihre Läden noch geschlossen bleiben müssen
  • Erfurter Zoopark öffnet wieder - mit Hygiene-Regeln
  • Carsharing-Autos werden viel seltener genutzt

Alle Entwicklungen vom Freitag können Sie im Detail hier nachlesen:

Mehr Informationen zum Coronavirus in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 25. April 2020 | 19:00 Uhr

4 Kommentare

sorglos vor 26 Wochen

Ist es den Masken - Pflicht - Verfechtern schon mal in den Sinn gekommen, dass es Plexiglasscheiben auch tun? Haben Sie mal an die ca. 20% hörbehinderten Menschen gedacht (auch in Weimar!), die auf das Gesicht, aus das Mundbild zum Verstehen angewiesen sind? Es betrifft Alte, Gehörlose, Schwerhörige, CI Implantierte, Hörgeräteträger, Hörsturzpatienten, Kinder und Jugendliche. Und es betrifft auch Verkaufspersonal, das der o.g. Gruppe angehört - bis dato gut integriert, voll berufstätig, dass nun evtl. vor dem Berufsverbot steht, weil sie nicht mehr verstehen. Wollen wir das? Wollen wir Behinderungen - immerhin 20% unserer Bevölkerung entgegen Art. 3 GG ausschließen? Ich werde in Weimar nicht einkaufen gehen - solange diese Maskenpflicht für die Verkäuferinnen besteht - von denen einige auch Hörgeräte tragen. Diese Verordnungen machen nur Behörden ohne Gewissen.

cateline vor 26 Wochen

@grosser Klaus,
genau das war auch mein erster Gedanke. Genau wegen solchen Leuten sind wir von weiteren Lockerungen entfernt. Selber den eigenen Laden nicht im Griff haben, aber erstmal auf andere zeigen. Nein so geht es nicht Fr. Schweinsburg

Grosser Klaus vor 26 Wochen

Die Greizer Landrätin Frau Martina Schweinsburg sollte lieber auf eigenes Versagen schauen und dem Versagen ihres Gesundheitsamtes, immerhin gibt es Landkreis Greiz die höchsten Infiziertenzahlen und täglich die meisten Neuinfizierten.

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